Online-Modus, neue Charaktere & Arenen und kleine Gameplay-Veränderungen. Reichts zum Hit?
Der Online-Modus
Mario Strikers Charged Football
Eine der wohl interessantesten Neuerungen im Vergleich zum Vorgänger ist der heißersehnte Wi-Fi-Modus. Es ist das erste Wii-Spiel, das es endlich ermöglicht mit Freunden weltweit gegeneinander anzutreten. Das System ist dabei leider nicht so ausgereift wie man es von der Konkurrenz Microsoft mit Xbox Live kennt. Es gibt kein Headset, über das man sich verständigen könnte und auch sonst keinerlei Chats in denen man vor oder nach dem Spiel miteinander Kontakt aufnehmen könnte. Man kann sich seine Gegner leider noch nicht einmal selbst aussuchen. Es funktioniert ähnlich wie bei "Mario Kart" auf dem Nintendo DS. Man gibt einen Freundescode ein und kann dann Matches gegen die eingetragenen Freunde bestreiten. Dazu wählt man sich aber zuvor noch sein Mii aus, mit dem man online gehen möchte. Wer lieber gegen Unbekannte antritt, der entscheidet sich für das Punktspiel und bekommt durch Zufall irgendeinen Gegner zugewiesen, der ebenfalls das Punktspiel ausgewählt hat. Es werden drei Spiele bestritten und wer zwei davon gewonnen hat, der erhält zehn Punkte. Wer am Ende einer Woche ganz oben auf der Rangliste steht, dessen Mii wird an alle übrigen Konsolen übermittelt. Da kann man also mächtig Eindruck schinden, wenn man sich bis an die Spitze gekämpft hat. Danach wird die Statistik wieder auf Null zurückgesetzt und jeder hat erneut die Chance, Spitzenreiter zu werden. Bevor es los geht wird einem noch die Qualität der Verbindung angezeigt. Dies reicht von einem Stern (sehr schlecht) bis hin zu vier Sternen (optimale Verbindung). Solltet ihr nur einen Stern haben, dann könnt ihr auch ablehnen und darauf hoffen, dass die Verbindung bei einem anderen Gegner stabiler ist. Leider scheint Nintendo momentan generell kleine Probleme mit den Servern zu haben. Während wir den Wi-Fi-Modus getestet haben, kam es immer wieder vor, dass die Server überlastet waren oder dass ein Fehler bei der Anzeige der Online-Statistik aufgetreten ist. Wenn es funktionierte, dann musste man häufig ziemlich lange warten. Es wäre wünschenswert, wenn Nintendo daran noch ein wenig feilen würde, denn die kleinen Macken schmälern das ansonsten wirklich gelungene Online-Erlebnis leider schon ein bisschen. Kommt es aber zu einem Spiel, dann macht es tierisch Laune und man sitzt ganz aufgedreht vor dem Flimmerkasten.
Mario Strikers Charged Football
Neben dem Wi-Fi-Modus gibt es noch den Dominanz-Modus, in dem ihr gegen Freunde oder auch CPU-Gegner antreten könnt. Außerdem ist ein Turniermodus vorhanden, der euch verschiedene CPU-Spieler in den Weg stellt und je nach Sieg oder Niederlage werden Punkte verteilt. Am Ende muss das Finale bestritten werden. Der Gewinner erhält eine wertvolle Trophäe und erspielt sich dadurch auch kleine Boni, wie etwa neue Plätze oder Charaktere. In den Striker Challenges müssen Aufgaben erfüllt werden, wie etwa trotz eines Rückstandes noch gewinnen oder ähnliches. Dadurch lassen sich Cheats ergattern (z.B. Megaschüsse ausschalten können). Das Trainingslager dient dazu, euch die Basics beizubringen und in der Ruhmeshalle dürfen alle bislang erzielten Erfolge bestaunt werden.
Technik und Steuerung
Mario Strikers Charged Football
Wie auch der Vorgänger, kann "Mario Strikers Charged" nicht gerade mit der Technik protzen. Das Spiel sieht gut aus, die Charaktere und ihre Animationen sind nett anzusehen, aber leider hauen sie einen nicht vom Hocker. Bei der rasanten Action ist das meist auch nur zweitrangig, aber man hätte schon etwas mehr aus der Wii herauskitzeln können. Die Musik ist ziemlich uninspiriert und lässt das typische Nintendo-Flair vermissen. Während man dieses Mal mehr bekannte Charaktere spielen darf und die Feldspieler jetzt auch ihre eigenen kleinen Superschüsse besitzen, kommt das Nintendo-Flair zumindest hier etwas besser zur Geltung als noch in "Mario Smash Football". Auch die Fans auf den Tribünen wurden enorm aufgestockt und tragen zu einer dichteren Atmosphäre bei. Hier und da Fangesänge und Gejubel leisten ihr Übriges. Die Musik und Sounds sind jedoch sehr monoton und wirklich nichts, was einem lange positiv in Erinnerung bleiben dürfte.
Die Steuerung funktioniert hervorragend. Allerdings wurden die Besonderheiten des Wii-Controllers nur sehr spärlich eingesetzt. Zum Foulen wird die Wii-Remote geschüttelt, um Bälle abzuwehren wird damit auf den Bildschirm gezielt und wenn ein Power-Up gewechselt werden will, dann rüttelt man am Nunchuk-Controller. Ansonsten steuert es sich wie sein Vorgänger. Das ist aber kein Minuspunkt, denn bereits dieser war sehr intuitiv.
