Marvel vs. Capcom 3: Fate of Two Worlds im Gamezone-Test

Test Michael Stadler

Wer dieses Stück Software erwirbt, investiert in ein Effektfeuerwerk, das man zumindest einmal im Leben gesehen haben muss.

Lizenzkämpfer

Marvel vs. Capcom 3: Fate of Two Worlds Marvel vs. Capcom 3: Fate of Two Worlds Solltet ihr nach der mehrmaligen Weltrettung eine Online-Karriere anstreben, versorgt euch Marvel vs. Capcom 3 von Anfang an mit einer Lizenzkarte. Hier wird euer Kampfstil grafisch festgehalten, euer Rang ermittelt, letzte Erfolge aufgezeigt, auf kommende Meilensteine aufmerksam gemacht, über eure Kampfstatistik Buch geführt und das aktuelle Level angezeigt. So könnt ihr stets auf einen Blick jegliches wissenswerte Datenmaterial über euch einsehen. Dieser Modus birgt auf Dauer wohl die größte Motivation und wohl auch der größte Suchtfaktor. Immer anders kämpfende Gegner, neue Taktiken, dramatische Niederlagen, perfekte Siege sind nur einige Erlebnisse aus unserer Testzeit.

Effektive Überzeichnung

Marvel vs. Capcom 3: Fate of Two Worlds Marvel vs. Capcom 3: Fate of Two Worlds In grafischer Hinsicht ist der Titel eine wahre Augenweide. Angefangen bei den im Comic/Cell Shading-Stil gehaltenen und stark an (Super) Street Fighter angelehnten Designs der Figuren bis hin zu den detailreichen Hintergründen wirkt hier jeder Strich wie aus einem Guss. Hinzu kommt, dass der die Präsentationsart vor Überzeichnungen nur so strotzt und von breiten und kräftigen Rändern regiert wird. Ein besonderes Lob verdienen die butterweichen Animationen der Kampfbewegungen - die Effekte mal noch außen vor gelassen. Egal wie groß oder klein ein Gegner ist, er reagiert genau so wie es der verpasste Angriff verlangt und sorgt so für eine angenehme Vorhersehbarkeit. Das wahre Prunkstück des Titels ist und bleibt die Inszenierung. Das hier abgebrannte Effektfeuerwerk kann mit China an Silvester verglichen werden. Und das erstaunliche dabei: Anstatt wie eine Farbbombentest für Epileptiker zu wirken, bleibt der Titel aufgrund seiner knackigen Optik stets im Auge des Spielers und vermittelt ihm auch den wirklichen Grund der stattfindenden Farbüberreizung. Die poppige Farbauswahl und die ideal abgestimmte "Flackerrate", welche auch bei mehreren Supercombos das Auge nicht überreizt, sind ein Zeichen dafür dass die Entwickler hier mit Bedacht in die Effektkiste gegriffen haben. Aber auch die Kampfarenen zeigen sich vielfältig und passen zum Thema. So haut man sich beispielsweise auf einem S.H.I.E.L.D. Flugzeugträger die Hucke voll, nur um im nächsten Augenblick auf einem Hochhaus mitten in New York zu stehen und sich von Paparazzi ablichten zu lassen.

Marvel vs. Capcom 3: Fate of Two Worlds Marvel vs. Capcom 3: Fate of Two Worlds Ebenfalls lobend zu erwähnen ist der Soundtrack, denn hier haben sich die Entwickler einen besonderen Kniff einfallen lassen. Jeder Spielerwechsel bewirkt ebenso einen musikalischen Wechsel. Es scheint als würde jede Spielfigur auch einen eigenen Song mit in den Kampf bringen zu dem es besonders gut klappt. Ansonsten hat wie immer jede Stage passend zur Kulisse eine eigene Musik. Ob nun lieblich, mächtig, orientalisch, rockig oder exotisch, die Palette reicht in so ziemlich jedes Musikgenre und sorgt auf diese Art und Weise für genügend Abwechslung in der Beschallung.

Meinung

Wertung zu Marvel vs. Capcom 3: Fate of Two Worlds (PS3)

Wertung:

8.2 /10
Pro & Contra
Coole OptikSoundeffekte von Kämpfern abhängiglebhafte Hintergründeüber 32 CharaktereEffektbombastknackige Steuerunggeschmeidige Animationen
Fehlende Modus-Variantenlumpige Artworks als „Geschichte“
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