Solid Snake auf Abwegen: Hier zählt kein actiongeladenes Schleich-Geschick, sondern raffinierte Karten-Taktik.
Überzeugende Vorzeige-Grafik
Metal Gear Acid
Besonders viele Spiele, mit denen man seine Freunde von den grafischen Fähigkeiten der PSP überzeugen kann, gibt es zum Start der Konsole ja leider nicht. Doch neben Ridge Racer und Wipeout Pure stellt Metal Gear Acid eines der wenigen optischen Highlights unter den PSP Starttiteln der. Die Macher von Kojima Productions wissen einfach, wie man hardwareschonend eindrucksvolle Szenen auf einen Bildschirm zaubern kann. Wie bei vielen PSP-Titeln kann man die grafische Qualität ziemlich genau zwischen der einer PSone und einer PS2 ansiedeln, dank gestochen scharfer Texturen und liebevoll animierter Protagonisten überzeugt das Spiel auf ganzer Linie. Die Zwischensequenzen wurden wie gehabt durch Funksprüche zwischen Snake und seinen Auftraggebern realisiert, doch anstelle von gesprochenen Dialogen muss man sich mit reiner Textausgabe begnügen. Fans, die sich bereits auf die markante Stimme von David Hayter gefreut haben, werden leider enttäuscht sein. Dafür werden diese Storysequenzen aber mit vielen handgezeichneten Artworks und wunderschönen Bildern im Comicstil begleitet, was trotzdem für überraschend viel Atmosphäre und Spannung sorgt. Lediglich während der rundenbasierten Kämpfe selbst gibt es Anlass zur Kritik: Nicht selten zeigt die automatische Kamera das Geschehen aus einem falschen Blickwinkel und ihr bekommt deshalb erst etwas verspätet mit, ob euer Angriff auch wirklich geglückt ist. Die deutsche Version des Spiels wurde übrigens mit sehr großem Aufwand lokalisiert, da man jedes einzelne Bedienelement, jede Kartenbeschreibung und jede Storysequenz vollständig und sehr sorgfältig ins Deutsche übersetzt hat.
