Hideos neuester Streich bietet einen Schleich-Hochgenuss mit Altmeister Snake in Topform.
Metal Gear Solid: Peace Walker
Auch für das erfolgreiche Abschließen von Missionen erhält man Bonuspunkte und Wertungen, so dass die Entwicklung von Waffen und Gegenstränden voran getrieben wird; Und sollte der Punktevorrat einmal nicht ausreichen, kann man auch verschiedene und äußerst zahlreich vertretene Nebenmissionen ("Outer Ops") bestreiten, um weitere Waffen zu erhalten. In diesem Modus gehen eure rekrutierten Soldaten zeitgleich auf eine Mission und während ihr die verschiedenen Gegner beseitigt, plündern die Kameraden das Schlachtfeld und kommen am Ende der Mission mit nützlichen Gegenständen zur Basis zurück. Auf diese Art und Weise könnt ihr während des Spiels sogar euren eigenen Metal Gear erbauen.
Metal Gear Solid: Peace Walker
Ein wenig ungewöhnlich ist jedoch das sogenannte Fulton-Rettungssystem, welches aus einer Art Heißluftballon besteht, mit dessen Hilfe man bewusstlose Gegner gen Himmel befördern kann, wo sie dann von einem Helikopter aufgesammelt und zum Hauptquartier gebracht werden. Fortan stehen sie uns in der Basis als neue Rekruten zur Verfügung und können in die Truppe aufgenommen werden. Seltsame Rekrutierungsmethode! Erledigt man einen Gegner jedoch mittels Bleivergiftung ist dies natürlich nicht möglich doch kann man beim durchsuchen der Leichen ebenfalls nützliche Gegenstände finden, die man entweder im eigenen Inventar behält oder an die Basis zurück schickt um später darauf zugreifen zu können.
Nicht nur Assassin's Creed wird auf den Arm genommen, auch Monster Hunter wird persifliert
Für weitere Vielfalt und Variation sorgt der neue Co-op Modus des Spiels, in welchem bis zu vier Spieler zu Werke schreiten und sich gegenseitig unterstützen können. Einige der Missionen werden sogar merklich leichter wenn man gemeinsam taktiert und geschickt vorgeht, was in späteren Missionen nur vorteilhaft sein kann, da der Schwierigkeitsgrad im Verlauf des Spiels deutlich anzieht. Leider ist dieser kooperative Spielmodus via Online-Anbindung nicht spielbar, sondern nur via ad hoc System der PSP. Als ob dies noch nicht genug wäre kann man sich auch zu sechst in entsprechenden Deathmatch- oder Team-Deathmatch-Modi vergnügen und gegenseitig das virtuelle Lebenslicht auspusten, wobei man die rekrutierten Söldner sogar untereinander tauschen kann, ähnlich wie bei den Pokémons oder "Kartenspielen" wie Yu-Gi-Oh! und Konsorten. Ein netter Zusatz der nicht zwingend nötig gewesen wäre, aber der Vielfalt des Spiels nochmals einen gewissen Schub verleiht.
Fummelige Steuerung, samt kleiner Frustattacken
Der neue Strategiepart verleiht dem Titel noch mehr Tiefgang
Wer schon einmal einen ähnlichen 3rd Person Shooter auf der PSP gespielt hat, wird mit der Steuerung auf Anhieb sicherlich besser zurecht kommen, als komplette Neulinge; Bei der "Shooter"-Steuerung (welche wir dringend empfehlen) wird der Analog-Stick zum Bewegen von Snake genutzt, während man mit den vier PSP-Buttons die Kameraeinstellungen justiert. Mit der R-Taste wird geballert und das Steuerkreuz dient zum Auswählen der verschiedenen Waffen, bzw. Gegenstände. Man kann zwar auch auf die "Jäger" oder "Action"-Steuerungsmöglichkeiten zurückgreifen, doch entpuppten sich diese beim Test als suboptimal, da nur bei der "Shooter"-Steuerung während des Zielens auch seitlich gelaufen werden kann, was im Kampfgetümmel ein nicht zu verachtender Vorteil ist. Negativ fällt allerdings auf, dass das Spiel während der Waffen, bzw. Gegenstandswahl nicht in den Pausenmodus übergeht, sondern das Geschehen rings herum weiterläuft. Gerade in kniffligen Boss-Kämpfen ohne großartige Deckungsmöglichkeiten führt dies oftmals zu kleineren Frustattacken. Außerdem gibt es kein vernünftiges Checkpoint-System; Werdet ihr während einer Mission ausgeschaltet, dann dürft ihr diese ganz von vorne beginnen, was für zusätzlichen Ärger sorgt, gerade wenn man das Ziel schon vor Augen hatte.
Metal Gear Solid: Peace Walker
Wie gesagt kann sich die Steuerung zu Anfang ein wenig fummelig gestalten, zumal Naked Snake auch über mehrere Aktionsmöglichkeiten wie Nahkamptechniken verfügt, um seine Gegner hinterrücks auszuschalten oder sie in einem offenen Faustkampf nieder zu prügeln. Weiterhin kann er sich gegen Wände pressen und um Ecken spähen, im Entenmarsch voran schleichen oder sich flach auf den Boden legen. In dieser Position ist es aber unmöglich sich fortzubewegen, weswegen sich der "Kriechgang" in vielen Lagen anbietet. Überhaupt werdet ihr enorm viel durch die Gegend schleichen und solltet jeden eurer Züge bedenken und vorher planen, da man mit der Rambo-Taktik meistens nicht gerade weit kommt. Fängt man erst einmal an ordentlich Rambazamba zu veranstalten, rufen die Gegner oftmals nach Unterstützung und das Kampfgeschehen gestaltet sich somit als wesentlich hektischer und schwerer. Der Stealth-Aspekt alter Tage kommt also mehr denn je zum Tragen und sollte die Fans der ersten Stunde ansprechen, welche mit Betäubungspistole und Elektroschocker unbemerkt Feinde ausschalten und sich wie ein Schatten durch die Umgebungen bewegen. Wurden wir entdeckt gilt es, wie üblich, zu fliehen und sich zu verstecken, bis das "Gefahren-Barometer" wieder im grünen Bereich ist und die Gegner aufhören die Gegend zu durchkämmen.
