Metal Gear Solid: Portable Ops im Gamezone-Test

Test ElBurro1

Endlich haben Kojima Productions einen würdigen Vertreter der MGS-Saga auf die PSP gebannt.

Vorbildlicher Onlinemodus

Metal Gear Solid: Portable Ops Metal Gear Solid: Portable Ops Habt ihr die Möglichkeit zu Hause oder über einen der unzähligen W-LAN Hotspots drahtlos mit dem Internet connecten zu können, dann dürft ihr euch neben dem normalen Ad Hoc Multiplayermodus auch noch über einen wirklich gelungenen Infrastructur (Online) Modus freuen. Hierbei dürft ihr euch sogar über zwei verschiedene Systeme erfreuen: Da wäre der so genannte "Cyber Survival"-Modus, in dem ihr ein aus dem Offlinemodus zusammengestelltes Team wählen könnt - Ziel dieses Modus' ist natürlich der Sieg gegen ein anderes Team. Durch einen Sieg habt ihr die Möglichkeit, einen neuen Soldaten zu gewinnen, während durch Niederlagen Soldaten verloren gehen. Das Besondere am Cyber Survival ist, dass er nicht in Echtzeit ausgetragen wird und zudem enorm viele taktische Möglichkeiten bietet. Doch Herzstück des Onlinemodus' ist aber der Real-Time Modus - Dieser ist zwar nicht ganz so umfangreich wie noch im PS2-Titel Subsistence, allerdings werden immer noch drei interessante Modi geboten. Ihr habt die Wahl mit euren Offline-Charakteren zwischen den klassischen Modi Deathmatch, Team Deathmatch, eine Art Capture the Flag im Einzel oder auch im Team anzutreten. Zudem dürft ihr euch auf insgesamt zehn Maps austoben, welche aber schon aus dem Single-Player Modus bekannt sein dürften. Hier habt ihr auch wieder unzählige Einstellungsmöglichkeiten wie beispielsweise die Begrenzung von Waffen oder auch der Anzahl der Spieler (Maximal 6). Im Spiel selber kommt es eigentlich zu keinem Zeitpunkt zu jeglichen Slowdowns oder sonstigen Fehlern wie z.B. Serverzusammenbrüchen.

Die Technik kann nur bedingt mithalten

Metal Gear Solid: Portable Ops Metal Gear Solid: Portable Ops Besonders interessieren dürfte euch wohl die Umsetzung der Steuerung in Metal Gear Solid: Portable Ops. Da die Playstation Portable seit jeher nicht unbedingt mit einer perfekten Steuerung in den Spielen glänzen konnte, muss es ebenfalls in Portable Ops Einschränkungen geben: Aufgrund der Tatsache, dass die PSP nicht über zwei Analog Nubs verfügt, muss auch Metal Gear in diesem Falle etwas improvisieren. Ihr könnt auswählen, ob ihr die Spielfigur mit dem Steuerkreuz oder dem Nub steuern wollt - Beides ist natürlich nicht die optimalste Lösung, was vor allem an der Kamera liegt. Diese ist im gesamten Spielverlauf recht störrisch geraten und muss entweder durch manuelles nachjustieren oder durch die L-Taste zentriert werden. Wie auch aus den Konsolenversionen bekannt ist, gibt es natürlich auch wieder die Ego-Perspektive, mit der ihr euch zum Beispiel umsehen könnt oder auch mit einer Waffe zielen könnt. In dieser Ansicht könnt ihr wie gewohnt relativ präzise die Gegner anvisieren. Die restlichen Tasten fürs Schlagen, Kriechen oder Schleichen dürfen ebenfalls frei belegt werden - Hier haben die Entwickler bewusst dem Spieler die Auswahl gelassen.

Metal Gear Solid: Portable Ops Metal Gear Solid: Portable Ops Für die grafische Umsetzung haben sich die Entwickler die bekannte Subsistence-Engine geschnappt und diese an die Fähigkeiten der PSP angepasst. Vor allem die sehr schön modellierten Charaktermodelle fallen besonders positiv auf und können ohne Probleme mit den PS2-Vorbildern mithalten. Vor allem Naked Snake wurde wunderschön kreiert, wobei sogar sein Stirnband dynamisch animiert wurde und sich realistisch zu seinen Bewegungen verhält. Die Levelgrafik sieht für PSP-Verhältnisse ebenfalls noch atemberaubend aus (Levels sind bei Tag oder Nacht spielbar), wenngleich auch einige Texturen nicht unbedingt die Leistungsgrenzen des Handhelds ausreizen. Darüber hinaus fallen einige Details ein wenig negativ aus dem Rahmen, wie beispielsweise die sechseckigen LKW-Reifen. Im Großen und Ganzen ist die grafische Leistung von Portable Ops aber sehr gut auf dem kleinen Edelhandheld von Sony gelungen. Ebenso kann die soundtechnische Umsetzung überzeugen - Auch wenn die Sprachsamples eigentlich nur in den Zwischensequenzen zum Tragen kommen, kann insbesondere die musikalische Untermalung von Harry Gregson Williams überzeugen. Die verschiedenen Themes fügen sich perfekt in den Spielverlauf ein und unterstreichen die Ambitionen der Entwickler einen würdigen Ableger der Serie auf die PSP zu bringen.

Meinung

Wertung zu Metal Gear Solid: Portable Ops (PSP)

Wertung:

8.2 /10
Pro & Contra
viele neue taktische Möglichkeiten (z.B. durch die Rekrutierungen)sehr schön portierte Subsistence-Enginestimmige Comic-Cutscenesäußerst umfangreicher Onlinemodusgelungener SoundUmfang ist gerade für PSP-Verhältnisse einfach riesigdeutsche Version bietet einige Extras und Bonikurze Ladezeiten
Steuerungsmöglichkeiten der PSP schränken besonders in hektischen Situationen sehr einkleinere Logikfehler im Spielverlaufkeine komplett deutsche Synchronisation (nur Untertitel)Missionsdesign dürfte nicht jedem gefallen
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