... ist ein solides, wenn auch nicht besonders spektakuläres Update einer Ballerspiel-Legende für die Playstation Portable.
Drill Instructor, tell me what to do !
Metal Slug XX: Double X
Neben der wie immer recht kurzgehaltenen Story-Kampagne bietet uns "Metal Slug XX" mit der Combat School eine willkommene Abwechslung auch nach Absolvierung der Hauptmissionen sich mit dem Titel zu beschäftigen. In dieser Kampfschule, die Einsteiger auch gern als Training für den Ernstfall nutzen können, gilt es zahlreiche Aufträge zu erfüllen, die sich nicht nur mit dem Durchqueren der einzelnen Missionen beschäftigen, sondern unsere Fähigkeiten beim Sammeln diverser Bonusgegenständen abfordern oder auch unser Reaktionsvermögen beim Beschuss aus der Luft testen. So hagelt es unter anderem Metallschrottteile, denen wir dann gezielt ausweichen oder mit gezielten Handgranatwürfen sachgerecht entsorgen müssen. Ebenso gibt es zahlreiche Aufgaben, in denen die Zeit unser größter Gegner ist und nicht die wie immer amüsanten grün uniformierten Soldaten. Je schneller wir die Aufgaben erledigen und je treffsicherer wir uns erweisen, desto mehr Punkte gibt es, welche dann in einem Ranking-System über unseren aktuellen Dienstgrad entscheiden. Je mehr Punkte man holt, desto mehr Anerkennung und Respekt ernten wir von unserem (weiblichen) Drill Instructor. Speziell für den kleinen Hunger zwischendurch eignen sich die jeweiligen Kurzeinsätze, die in der Regel nie viel länger als zwei Minuten dauern, als gekonnter Pausenfüller. Doch sollte man gleich mit erwähnen, dass sich auch hier der Schwierigkeitsgrad eher an die Veteranen dieses Genre richtet.
...und was gibt es sonst noch Neues?
Metal Slug XX: Double X
Im Gegensatz zur DS-Version, bietet "Metal Slug XX" zusätzlich einen kooperativen Zweispielermodus, in dem man via Ad-Hoc sich gemeinsam in die Schlacht stürzen kann. Doch trotz dieser zusätzlichen Option wird man irgendwie das Gefühl nicht ganz los, das dieser Titel nicht alles hält, was er eigentlich versprechen solle. Von einer Abnutzung der Serie möchte man in diesem Falle noch gar nicht sprechen. Eher vielleicht von kreativen Ermüdungserscheinungen, denn speziell in Sachen Humor und Slapstick macht Double X eine eher unglückliche Figur. Ok, die witzigen Animationen der Soldaten sowie das auffällig merkwürdig austretende Pixelblut sind auch heute, gut vierzehn Jahre nach Erstveröffentlichung der Serie, recht nett anzusehen. Aber speziell in Sachen Metamorphosen der eigenen Spielfigur, wenn sie von einem eher außergewöhnlichen Gegner in die Mangel genommen wird, sind in diesem Teil eher spärlich bis fast gar nicht vorhanden, da boten die zahlreichen Vorgänger eindeutig mehr Unterhaltung. Ebenso mau fällt das Bonus-Material aus, von welchem man noch beispielsweise in der "Anthology" noch förmlich erschlagen wurde.
Metal Slug XX: Double X
Wie in fast allen Bereichen, so gilt auch bei der Grafik und dem Sound eher das Motto "never change a winning team". Die einzelnen Levels führen uns in schick gestaltete Areale, die uns unter anderen verschneite Winterlandschaften oder auch steinige Klippen gepaart mit herabstürzenden Wasserfällen bieten. Dies ist nicht unbedingt neu, aber in Koproduktion mit kleineren witzigen Details, wie zum Beispiel den sabbernden fleischfressenden Pflanzen, immer wieder recht nett anzuschauen. Im Gegensatz zur "Metal Slug Anthology", die phasenweise unter dem Einfluss einer zusammenbrechenden Bildfrequenz litt, läuft die Spielgrafik von "Double X" auf der PSP konstant flüssig. Lediglich der Umstand, dass auch diesmal das Bildformat nicht direkt für den 16:9 Monitor der PSP ausgerichtet wurde, sondern das Vollbildformat etwas gestreckt wirkt, wenn man es vom 4:3 Format umstellt, trübt ein wenig. Der Sound kommt hingegen mit den bekannten humorvollen Kampfschreien und den kultigen "Metal Slug" Hymnen daher, die man bereits auf dem Neo Geo vernahm.
