Die Steuerung per Kinect funktioniert hervorragend, was auch den Anspruch in ungeahnte Höhen treibt.
Wen interessiert schon das Menü?
Michael Jackson The Experience
Wie schon bei so manch anderem Kinect-Game erweist sich auch bei Michael Jackson: The Experience die Menü-Führung als ein wenig bockig. Sie funktioniert, keine Frage - ist allerdings manches Mal etwas eigensinnig und schneller unterwegs als ihr es wollt. So kann es dann und wann passieren, dass ihr eine Auswahl fernab dessen getroffen habt, was eigentlich angepeilt war. Von dieser eher verschmerzbaren Kleinigkeit abgesehen, erweist sich die Steuerung bzw. Bewegungserkennung sprichwörtlich astrein - vorausgesetzt, eure Kleidung ist nicht zu flattrig weit und baggy. Das könnte die einzige Krux sein, dass die Erkennung mal nicht funktioniert. Ein wenig chaotisch wird es dagegen im Mehrspieler-Part. Während der Koop-Modus noch ohne weitere Mucken seinen Dienst verrichtet, wird es bei vier Spielern dezent verquer - das macht dann schlicht keinen Spaß mehr die Bühne rocken zu wollen. Da Kinect ohnehin für max. 2 Spieler gleichzeitig konzipiert ist, kann ein Vierer-Trupp allenfalls 'Bäumchen wechsel dich' spielen. Da stellen wir uns doch ganz banal die Frage: Und das soll Spaß machen? Wir liefern die Antwort gleich mit und sagen "nein". Zu zweit geht Michael Jackson: The Experience in Ordnung - über den Rest hüllen wir den Mantel des Schweigens. Bei der Gelegenheit sei auch gesagt, dass es schade ist, dass man mit Michael nicht Online gehen kann - sämtliche Experience, zur Freude der einen, zum Leid der anderen - wird rein Offline erspielt.
Gleiches gilt im Übrigen auch für die Playstation 3 Fassung, die inhaltlich der Xbox 360 Version aufs Haar gleicht. Anders dagegen in Sachen Steuerung - da tut es der PS3-Ableger dem Wii-Titel gleich. Weder Kondition, noch Ausdauer sind irgendwie gefragt, da nur die Bewegungen erfasst werden, die mit der Move-Einheit ergehen. Still gestanden und Arm wackeln ist damit angesagt, was grundlegend einwandfrei funktioniert, aber das bringt ebenso viel Spaß wie der missglückte vier gegen vier Modus mit Hilfe von Kinect - nämlich gar keinen. Unabhängig davon, dass ein wenig Gewedel wenig bis gar nichts mit Tanzen, vor allem wie es Michael seinerzeit tat, zu tun hat.
