Midnight Club: Los Angeles im Gamezone-Test

Test Peter Grubmair

Das aktuelle Midnight Club besitzt das Potenzial die Genre-Konkurrenz kräftig zittern zu lassen.

Technisches

Midnight Club: Los Angeles Midnight Club: Los Angeles Die Soundkulisse gehört mit zum Besten was uns augenblicklich im Rennspielgenre auf NextGen-Konsolen geboten wird. Die Motorengeräusche sind angenehm aggressiv und bissig und ändern sich mit ziemlich jedem neuen Tuningteil. Jede Kupplung und jedes neue Getriebe gibt andere Geräusche von sich, so dass man nicht nur leistungstechnisch vom Aufrüsten profitiert. Dazu gesellen sich die recht authentischen Umweltgeräusche und nicht zuletzt das Gefluche und Geschimpfe der Passanten die wir aus dem Weg scheuchen. Und wie wir es nicht anders erwartet haben fiel auch der Soundtrack gewohnt umfang- und abwechslungsreich aus. Vom Hardcore-Geschrammel über den Hip-Hop bis hin zum Elektro-Pop wird so ziemlich jeder Musikgeschmack bedient. Zwar verfügt unser "Radio" über keine - wie aus GTA bekannten - Radiosender, stattdessen aber sind die einzelnen Musikstücke säuberlich aufgelistet und es besteht die Möglichkeit genau festzulegen was wir hören wollen und was lieber nicht. Zudem können wir während des Spiels jederzeit mit einem einzigen Tastendruck den Song wechseln, falls er uns wieder erwarten auf die Nerven geht.

Midnight Club: Los Angeles Midnight Club: Los Angeles Die gebotene Grafik brilliert vor allen Dingen mit ihrer flüssigen Wiedergabe des Spielgeschehens und der herrlichen 3D-Stadtansicht, bei der es sich wirklich um die Vogelperspektive handelt, in die man stufenlos hineinzoomen kann, fast bis zur Bodensicht selbst. Ebenfalls recht beeindruckend sind der automatische Tag und Nachtzyklus sowie der dynamische Wetterwechsel. Auch an den Fahrzeugmodellen selbst gibt es nichts zu mäkeln, sie sehen sehr gut aus und auch das Schadenssystem wirkt optisch recht authentisch, allerdings erreicht die Umgebung selbst, also das virtuelle Los Angeles nicht ganz die Spitze des vielleicht möglichen. Doch um nichts Falsches zu sagen, MCLA sieht sehr gut aus, zeigt nur an mancher Stelle kleinere Schwächen, wie recht plan aussehende Texturen an den Gebäuden oder recht sparsam eingesetzte Special-Effects. Der Fokus lag hier eindeutig auf der flüssigen Wiedergabe und einer möglichst abwechslungsreichen Umgebung bei einer möglichst hohen Anzahl an teilnehmenden Fahrern, was gelungen ist. So erkennt man schon nach wenigen Fahrten die verschiedenen Stadtteile an ihrer Optik wieder, was sehr zur Orientierung beiträgt. Auch halte ich die Größe des virtuellen Los Angeles für ideal, nicht zu klein um genug entdecken zu können, und nicht zu groß, so dass man schon bald die wichtigen Kreuzungen und Abkürzungen verinnerlicht hat.

Wie schon GTA4 verfügt auch Midnight Club Los Angeles über eine Anbindung zum Rockstar Social Club. Beispielsweise können wir in unserer Garage Fahrzeugprofile posten und von anderen Spielern bewerten lassen, um zu erfahren wer das beste Auto besitzt. Ebenso können wir jederzeit per Pause-Menü in den Fotomodus wechseln und die so erstellten Aufnahmen veröffentlichen. Eine nette Einnahmemöglichkeit stellt zudem die Funktion dar erfolgreiche Fahrzeugprofile zu verkaufen.

Meinung

Wertung zu Midnight Club: Los Angeles (X360)

Wertung:

8.8 /10
Pro & Contra
Die herrlichen Übergänge direkt aus dem Spiel zu den Cutscenesdie Cutscenes selbstdie gelungenen Fahrzeugmodelleder herrlich aggressiver Soundder umfangreiche Soundtrackdie gestalterischen Möglichkeiten in der Garagedie vielen und sehr unterschiedlichen Spielvarianten offline wie onlinedie 3D-Ansicht von Los Angelesder hohe Geschwindigkeitseindruckdie auf Hochgeschwindigkeitsrennen optimierte Stadt selbst mit ihren vielen Abkürzungs- und Sprungmöglichkeitendie Anbindung an den Rockstar Social Clubdas schlicht süchtig machende Gameplay
Der überschaubare Fuhrparkdas triste Listenmenü zum manuellen Tunen
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