Innovation durch lustige Rätselfragen. Aber reicht das auch, um gegen die harte Konkurrenz bestehen zu können?
Das Highlight des Spiels - Die Rätsel
Mindstorm: Train Your Brain
Das absolute Highlight von "MinDStorm" sind die Rätsel. Durch das Spielen von Minigames, erhält man Erfahrungspunkte und mit der Zeit steigt man im Level auf. Mit jedem Levelanstieg erhält man eine Rätselfrage. Die kann wie folgt aussehen: Ein Mann versucht einen Fluss zu überqueren. Er hat einen Wolf, ein Schaf und einen Kohl bei sich. Er besitzt ein Boot, das jedoch nur den Mann und eine andere Fracht transportieren kann. Wenn der Mann nicht da ist, dann wird der Wolf das Schaf auffressen. Und das Schaf würde den Kohl fressen. Wie kann er den Fluss überqueren? Die Antwort bekommt man allerdings erst, wenn man wieder ein Level aufgestiegen ist. In diesem Fall würde sie so aussehen: Zuerst bringt der Mann das Schaf an das weit entfernte Ufer. Er lässt das Schaf alleine und kehrt zurück. Als nächstes lädt er den Wolf auf und transportiert ihn über das Gewässer. Danach kehrt er mit dem Schaf zurück. Nun bringt er den Kohl an das andere Ufer. Er lädt den Kohl ab und fährt zurück. Zum Schluss holt er noch das Schaf und bringt es über den Fluss. So können schließlich alle das andere Ufer erreichen.
Um die nächste Frage zu erhalten, muss man wieder einen Level aufsteigen. Insgesamt gibt es 50 dieser Rätselfragen und 50 Antworten, was bedeutet, dass man Rang 100 erreichen muss, um alle Fragen und Antworten zu erhalten. Das motiviert ziemlich. Besonders dann, wenn man eine knifflige Frage bekommen hat und gespannt ist, wie die Antwort lauten könnte, weil man selbst einfach nicht auf die Lösung kommt.
Technik minimalistisch, Steuerung schwerfällig
Mindstorm: Train Your Brain
Über Grafik und Sound muss man bei Spielen dieser Art eigentlich gar nicht reden. Die sind fast immer sehr einfach gehalten und das ist auch bei "MinDStorm" so. Ein Kopf einer Comic-Figur führt euch durch das Spiel (wie originell und neu) und das "Menü" und die Minigames sind grafisch schlicht und langweilig gehalten. Der Sound ist aber wirklich schlimm. Wenn man im Rang aufsteigt, sieht man kurz davor, welche Erfolge man erreicht hat. Diese werden in Form eines Balkens dargstellt, der immer länger wird. Während dieser wächst, wird ein dermaßen unangenehmes Geräusch produziert, das man als grelles und schrilles Quietschen bezeichnen kann. Es ist ähnlich unangenehm, wie ein Feueralarm oder das Kratzen an einer Tafel, mit den Fingernägeln. Was hat man sich dabei nur gedacht?! Aber das ist ja nicht alles. Die restlichen Sounds und Melodien sind ebenfalls kein Ohrenschmaus, sondern monoton und lahm. Von Hirntrainern sind wir allerdings auch keine orchestralen Klänge gewöhnt, was die Sache vielleicht ein wenig entschuldigt.
Mindstorm: Train Your Brain
Nicht zu entschuldigen ist aber die Steuerung. Diese versagt leider viel zu oft. Man versucht Münzen über den Screen zu ziehen und wieder abzulegen, aber nein, sie landen ein Feld weiter links als geplant. Man möchte möglichst schnell durch das Labyrinth gelangen, aber nein, bis man erst mal die Kugel richtig angetippt hat, vergehen wichtige Sekunden. Man möchte eine Form nachzeichnen, bei der es eigentlich nicht um schönes Zeichnen geht, sondern darum, dass man sie entdeckt hat, aber nein, man muss diese ganz pingelig und genau nachzeichnen, sonst zählt es nicht. Hmm... irgendwie macht das so keinen Spaß!
