Monopoly für Laubbläser, Fuchtelfreunde und die Hosentasche. Geht gleich über Los, und lest unseren Test!
Monopoly
Problem Nummer zwei: Die Übersichtlichkeit, welche für erfolgreiches Vorausplanen von Spielzügen nun mal wichtig ist, ist leider nicht gegeben. Das Spielbrett in seiner Gänze bekommt man nur zu Gesicht, wenn man es zu Beginn des eigenen Zuges anzeigen lässt - dann wird es temporär eingeblendet. Und selbst dann nutzt die Darstellung nicht den ganzen zur Verfügung stehenden Bildschirmplatz, sondern wird verkleinert gezeichnet, so das man selbst auf einem 42"-Flachbildschirm beinahe mit der Nasenspitze vor der Mattscheibe hängen muss, um etwas zu erkennen. Ansonsten hat man nur das direkt vor einem liegende Viertel des Spielbretts vor Augen, und auch die Möglichkeit, mit der Spielfigur ein paar Straßen vorwärts zu spicken, löst das Problem der mangelnden Übersicht nicht. Besonders übel ist uns dieser Umstand bei der NDS-Variante aufgefallen, hier braucht man schon beinahe eine Lupe, um Spielzüge vernünftig planen zu können.
Wer mit diesen beiden Schwächen leben kann, z.B. weil er das Spielbrett sowieso durch dauerzocken auf seiner Netzhaut eingebrannt sieht und dabei generell zu den geduldigeren Naturen gehört, bekommt eine Monopoly-Umsetzung, die rein spielerisch keine Wünsche offen lässt.
Ein großer Plus-Punkt auf PS3 und XBOX360 ist der Multiplayer-Modus, mittels dem man auf Knopfdruck immer einen menschlichen Gegner für eine nette Partie Monopoly zur Vefügung hat, auch wenn gerade keine RL-Freunde für die heimische Couch zur Hand sind. Auch auf Nintendos NDS kann man sich immerhin via lokalem WLAN mit anderen Spielern verbinden. Nur auf der Wii ist keine Spur von Onlinefunktionen zu finden, was tatsächlich nicht nachvollziehbar ist. Ein großes Manko für potentielle Wii-Käufer des Games, die sich das Spiel gerade deswegen zulegen wollten, um jederzeit eine Partie gegen menschliche Gegner bestreiten zu können.
