Und wieder eine Versoftung eines Kinofilms. Eine der üblichen Filmumsetzungen oder dieses Mal wirklich gelungen?
Technik olé, Steuerung oje!
Monster House
Was man in der DS-Version von "Monster House" richtig gemacht hat, ging hier katastrophal daneben: Die Steuerung! Der Analog-Stick bewegt eure Figur nach vorne oder hinten und dreht diese nach links und rechts. Mit dem anderen Stick darf man sich ein wenig umschauen, was im Grunde völlig sinnlos und unnötig ist. Schnell mal eben umdrehen ist nicht! Ihr müsst euch erst mühsam um 180° in eine Richtung drehen, bis ihr euch dem widmen könnt, was eben noch hinter euch war. Wenns hart auf hart kommt ist das aber leider ein bisschen zu spät, um keine Treffer einzustecken. Man muss sich daher irgendwie im Weglaufen drehen, was ziemlich umständlich ist. Doch das ist längst nicht alles. Auch das Zielen ist ein riesiges Manko. Sobald ein Gegner in Reichweite ist, müsst ihr einfach nur schießen und dieser wird sogleich anvisiert. So lange wendet sich euer Charakter nur dem anvisierten Feind zu, sodass ihr auch um ihn herumlaufen könnt, wie man es aus Zelda kennt. Eigentlich ja praktisch, aber wenn ihr mal nicht schießt, wendet sich euer Held ziemlich schnell wieder vom Gegner ab. Entweder geht man daher auf Dauerbeschuss oder richtet sich immer wieder neu auf den Gegner aus. Dumm nur, wenn euch gleich mehrere bedrängen. Man kann zwar durch Knopfdruck vom einen zum anderen Ziel wechseln, doch das hilft meist auch nicht weiter, denn das Anvisieren ist oftmals eher Glücksache. Steuerung, wie auch Kamera, sind also stark verbesserungsbedürftig.
Monster House
Die Grafik ist hingegen ganz ordentlich gelungen. Die Charaktermodelle können sich sehen lassen und auch die Umgebungen gefallen durch gute Licht- und Schatteneffekte. Vielleicht nicht so, wie man sie aus Splinter Cell und anderen Spielen kennt, aber dennoch ansehnlich. Die Location erzeugt bei der Zielgruppe des Spiels vermutlich eine durchaus beklemmende Atmosphäre. Wer das zwölfte Lebensjahr aber schon hinter sich gebracht hat, wird kaum schlimme Alpträume davon bekommen. Der Sound trägt seinen Teil dazu bei. Die "düstere" Musik fügt sich gut in die Atmosphäre ein und unterstützt diese. Sie nervt nicht, aber man würde sich zu diesem Spiel definitiv keine Soundtrack-CD kaufen wollen (es sei denn man vergöttert den Film, was schwer nachvollziehbar ist...).
