Monster Hunter Stories Remaster: Leider nicht so gut wie die Hauptreihe

Test Christopher Holler Michael Grünwald
Monster Hunter Stories Remaster: Leider nicht so gut wie die Hauptreihe
Quelle: Capcom

Monster Hunter Stories ist nach seinem Release auf Nintendo 3DS nun auf PC, PS4 und Switch erhältlich. Begeistern konnte uns der Port von Capcom jedoch nicht.

Das Monster neben meinem Bett

Auf unserer Reise verschaffen wir uns auch oft Zugang zu Monsternestern. Dort können wir den Monstern die Eier stehlen, um unser Team mit frisch geschlüpften Neuzugängen zu besetzen. Namen für unsere Monsties dürfen wir natürlich auch vergeben.

Abgesehen davon, dass es moralisch verwerflich ist, Familien derartig auseinanderzureißen, wird das Grinden für Monsties schnell langweilig. Während wir uns anfangs noch über neue Weggefährten und deren Fähigkeiten freuen, müssen wir nach dem zweiten vollen Team nicht mehr auf Ostereiersuche gehen.

Das allgemeine Design der Monsties ist größtenteils in Ordnung. Viele der vorkommenden Bestien hatten auch schon in vergangenen Monster-Hunter-Teilen ihren Auftritt. Allerdings wurde die Größe mancher Kreaturen angepasst. Auf kleineren Monstern lässt es sich schließlich auch leichter reiten als auf den Kolossen der Originalspiele.

Reiten auf einem Monstie Quelle: PC Games Während Rathalos und andere bekannte Monster weiterhin sehendswert sind, kann der Rest weniger überzeugen. Der langweilige Dinosaurier-Look zieht sich durch das komplette Spiel und sympathisch wirken die Bestien auch nicht auf uns.

Mehr als eine Charakterschwäche

Um die Hauptstory abzuschließen, brauchen wir ungefähr 38 Stunden. Das Beenden aller Nebenmissionen nimmt dagegen deutlich mehr Zeit in Anspruch. Bei unserem Abenteuer treffen wir in der Spielwelt eine große Menge verschiedener Figuren, echten Charakter-Tiefgang besitzen die jedoch nicht.

Sowohl unser Dorfoberhaupt, das nur in Reimen spricht, als auch der Kater Navirou, der uns mit einer naiven Kindlichkeit durch das Abenteuer lotsen möchte, stören auf Dauer einfach nur. Auch Dan und Reverto sind absolut austauschbar.

Dazu kommt ebenfalls, dass wir außerhalb von Story und Nebenmissionen keine bedeutenden Interaktionen mit unseren Begleitern und den Monsties haben. Wozu besitzen wir denn einen Drachen als Haustier, wenn wir ihn nicht streicheln können?

Navirou stellt sich vor. Quelle: PC Games Ebenso generisch wie die Charaktere sind die Dialoge im Spiel. Während wir viele davon nicht einmal überspringen können, bekommen wir zumindest nach Gesprächen in der Story eine kurze Zusammenfassung für unser neues Zwischenziel.

Die Vertonung der Charaktere ist zwar lobenswert, doch bei derartig langweiligen Charakteren hilft die Tatsache auch nicht weiter. So werden Gespräche umso lästiger und die Katzen-Wortspiele von Navirou und den anderen Katzen gehen uns umso schneller auf die Nerven.

Alles in allem ist Monster Hunter Stories kein schlechter Port eines 3DS-Spiels, doch das ursprüngliche Produkt ist bereits derartig altbacken, dass wir es nicht uneingeschränkt empfehlen können.

Monster-Hunter-Fans bleiben besser bei den großartigen Originalteilen und RPG-Veteranen suchen sich ein anspruchsvolleres Spiel aus der Rollenspielkategorie wie Baldurs Gate, Final Fantasy oder Dragons Dogma.

Wertung zu Monster Hunter Stories Remaster (NSW)

Wertung:

5.0 /10
Fazit

Leider kommt Monster Hunter Stories zu altbacken daher und kann den Spielen der Hauptreihe nicht das Wasser reichen.

Der Remaster von Monster Hunter Stories ist seit dem 14. Juni 2024 erhältlich, neben der von uns primär gespielten Version für Nintendo Switch auch für den PC via Steam und außerdem für die PlayStation 4. Transparenzhinweis: Die Version des Spiels wurde uns vom Publisher zur Verfügung gestellt.

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