Monster Hunter Tri im Gamezone-Test

Test Alexander Winkel

Monster Hunter triumphiert mit atemberaubender Optik, nach wie vor genialem Gameplay und wieder eingeführtem Onlinemodus!

Mit der Unterstützung von Nintendo bläst Capcom einmal mehr zur grandiosen Jagd auf urzeitliche Viecher und echsenartige Kreaturen. Hobbyjäger und Sammler reiben sich sicherlich schon längst die Hände, doch auch Quereinsteiger sollten sich dieses unglaubliche Spektakel für die Nintendo Wii nicht entgehen lassen. Trotz einiger Kritikpunkte schlummert mit "Monster Hunter Tri" nicht nur der bisher mit Abstand beste Ableger der Serie im Händlerregal, sondern eines der schönsten, umfangreichsten und besten Spiele für die Nintendos Flaggschiff!

Monster Hunter Tri Monster Hunter Tri Mit dem neuesten Ableger liefert uns Capcom zum ersten Mal seit Jahren tatsächlich einen würdigen Nachfolger und kein aufgebohrtes Update altbekannter Szenarien, was uns zumindest mit den ganzen PSP-Varianten blühte. Das Grundprinzip der Serie bleibt natürlich vollkommen unangetastet. Mittels eines Editors wird eine tapfere Kriegerin oder ein furchterregender Jäger erschaffen, dessen Gesichtszüge von Bart, über Augen bis hin zu Narben sowie körperlichen Beschaffenheiten den eigenen Wünschen angepasst werden. Manches Onlinerollenspiel bietet sicherlich wesentlich mehr Extras und Möglichkeiten, doch ist es nicht der Avatar, welcher im Verlauf von hunderten von Spielstunden an Erfahrung gewinnt und ein Abbild seiner Tätigkeit darstellt. Einzigartige Waffen und Rüstungen machen den Helden aus und somit weicht auch "Tri" nicht von den Grundsätzen des Sammlerwahns ab!

Neue Helden braucht das Land

Monster Hunter Tri Monster Hunter Tri Dem frisch gebackenem Jäger dient ein malerisches Fischerdorf als Ausgangspunkt für das Soloabenteuer. Eine Story an sich wird der geneigte Spieler mit der Lupe suchen müssen. Der beschauliche Frieden zwischen dem Moga-Wald und der Küste wurde durch ein kurzes Erdbeben erschüttert. Dies hindert die Bewohner aber nicht daran, ihr tägliches Leben zu fristen und weiterhin allerlei Rohstoffe und Güter anzubieten. Doch das Dorfoberhaupt sieht in Lagiacrus, einem riesigen Unterwassermonster die Ursache und möchte die Kreatur möglichst Tod wissen. All dies erfährt man innerhalb der ersten Spielminuten, ab dann kümmert man sich um die Belange der Einwohner ohne wirklich weiter an das Ziel zu denken und fügt sich den Aufgaben der Gilde, um seinen Avatar mit neuen Waffen und Rüstungen zu versorgen und eines Tages erfahren genug dem großen Lagiacrus entgegen zu treten. Bis es aber soweit kommt, werden etliche Spielstunden und Abende vergehen, in denen nicht selten der Jäger zum Gejagtem wird und sich die Laune der Natur geradezu bemerkbar macht!

Monster Hunter Tri Monster Hunter Tri Quereinsteiger ohne Jägererfahrungen brauchen aber keinerlei Angst haben, "Monster Hunter Tri" beginnt recht gemächlich. Der Einstieg wird dank unterbewussten Tutorials, reichlich Erläuterungen und hilfreichen Tipps erleichtert und der zunächst seicht ansteigende Schwierigkeitsgrad vermeidet gekonnt Stolpersteine, welche ansonsten viel Frust bedeutet hätten. Zu Beginn dürft ihr sogar ohne Zeitbegrenzung im Moga-Wald umherwandern, Pilze oder Insekten sammeln und Pflanzenfresser jagen bzw. euch gegen noch recht harmlose Fleischfresser zur Wehr setzen. Erlegte Tiere müssen anschließend ausgenommen und gehäutet werden, um wichtige Rohstoffe oder frisches Fleisch zu erhalten, doch auch die Angelrute oder ein ordentliches BBQ-Set gehört neben der Spitzhacke für den Abbau von Erzen und Metallen zur Grundausrüstung eines modernen Monster Hunters.

Monster Hunter Tri Monster Hunter Tri Alles geht, trotz völlig neuer Szenarien und Umgebungen, für den Kenner durchaus seinen gewohnten Gang. Allein die Soundeffekte und wohlbekannte Jingles sorgen für ein wollig warmes Gefühl und lassen Altjäger regelrecht in Tagträumen schwelgen. Während außerhalb des Dorfes eine riesige Spielwiese den täglichen Ausflügen dienlich ist, kann man hinter den Barrikaden auf der Farm Pflanzen züchten und die Ergebnisse ernten, das witzige Schwein streichen und kuscheln, überschüssige Materiellen aus dem begrenzten Rucksack-Inventar in die hauseigene Objektbox legen, katzenhafte Wesen als Haushalter anstellen oder sich den einen oder anderen Drink in der später eröffnenden Kantine genehmigen. Als Neuling tut man sich freilich schwer, all die spielerischen Möglichkeiten unter einen Hut zu bringen, doch die NPCs plaudern stets freundlich mit euch und informieren über ihre jeweiligen Aufgaben - wenn auch nur textlich und mit ausschließlich brabbelnder Sprachausgabe. So auch die zahlreichen Händler und der Schmid. Letzterer ist ist essenziell, wenn es um die Stärkung des Helden geht. Denn euer Avatar gewinnt nicht an Erfahrung und ihr könnt auch keine Punkte auf Attribute verteilen. Seine Ausrüstung bestimmt, wie sich der Jäger behaupten wird und welche Rolle er vor allem im teambasierenden Spiel einzunehmen hat.

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