NBA 2K11 im Gamezone-Test

Test Thomas Pfnür

Die geniale Spielbarkeit und das fordernde Gameplay machen aus dem Titel ein absolutes Must-Have für alle Sportfans.

Werde der Größte, werde Jordan

NBA 2K11 NBA 2K11 Darauf haben die Basketballfans schon seit Jahren gewartet: Michael "Air" Jordan in digitaler Form, komplett spielbar und mit speziellen Modis. Genannt wird das Ganze dann innerhalb von "NBA 2K11" die "Jordan-Herausforderung". 10 Spiele der Vergangenheit, gespickt mit 10 Aufgaben, gilt es hierbei zu bewältigen. Erfüllt ihr selbige gibt es als Belohnung die obligatorischen Schuhe, Trikots usw., aber eben auch die Freischaltung einer besonderen persönlichen Karriere. In "MJ: Erstellung einer Legende" habt ihr dann die Möglichkeit Jordans Karriere vom Rookie-Draft bis zu seinen diversen Meisterschaftserfolgen nachzustellen. Einfach nur genial.

NBA 2K11 NBA 2K11 Genial ist übrigens auch das, was ihr unter dem Menüpunkt "Mein Spieler" findet werdet. Kein Karrieremodus bildete das Leben eines kommenden NBA-Stars auf und neben dem Spielfeld bisher so realistisch ab. Das Spiel auf dem Court spielt zwar nach wie vor eine große Rolle, ist hierbei aber nicht mal das Highlight. Das Highlight ist nämlich der Aufgabenbereich abseits der Matches, also genau das was ein Profispieler sonst noch so zu erledigen hat. Neben den Verhandlungen mit Werbepartnern oder den Vereinsbossen, kommt bei "Mein Spieler" vor allem den Pressekonferenzen eine besondere Bedeutung zu. Selbige sind nämlich nicht nur mitreißend präsentiert, sondern eben auch realistisch integriert. Ihr wollt euch ein bestimmtes Image innerhalb des Teams oder der Liga aufbauen? Die Pressekonferenz gibt euch die Möglichkeit. Durch die Art - von arrogant bis schüchtern - der Beantwortung der dort gestellten Fragen habt ihr direkten Einfluss auf euer Standing und könnt so zur Meinungsbildung der virtuellen Öffentlichkeit direkt beitragen. Überhaupt ist es so, dass es innerhalb des Karrieremodus keinen Bereich gibt, der nur schnödes Beiwerk wäre. Alles hat seinen Sinn und alles muss von euch auch irgendwie beachtet werden. Wer einen tiefgängigen, fordernden und vor allem zeitintensiven Modus gesucht hat, ist mit "Mein Spieler" absolut fündig geworden. Mehr geht kaum noch.

NBA 2K11 NBA 2K11 Und der restliche Umfang? Dieser gibt sich nach wie vor enorm und praktisch über jede Kritik erhaben. Ihr wollt ein Team verwalten und zur Meisterschaft führen? "Association", "Saison" und "Playoff" bieten euch hierfür die Plattformen. Ihr wollt Spiele auf der Straße mit entsprechenden Regeln austragen, mit weniger Realität, dafür mehr Spaß? Kein Problem, denn auch "NBA Blacktrop" ist ohne große Änderungen wieder enthalten. Und wie sieht es mit Mehrspielermodis aus? Wer vor allem Spaß im Multiplayer sucht, kann selbigen entweder beim simplen Einzelspiel oder eben in einer richtig tiefgängigen Online-Liga erleben. Apropos Onlinemodus. Selbiger bewegt sich, egal auf welcher Plattform, auch in der aktuellen Fassung wieder auf technisch höchstem Niveau. D. h. die Spiele sind weitestgehend lagfrei und auch Performanceprobleme beobachtet man nur selten.

Perfekte Grafik, gute Grafik - der Unterschied der Plattformen

NBA 2K11 NBA 2K11 Insgesamt zeigt die Grafik von "NBA 2K11" auf den drei Plattformen auch drei Mal unterschiedliche Qualität. Nahezu perfekt ist die Optik auf der Xbox360, allerdings stören hier ein leichtes Kantenflimmern und vereinzelnd auftretende Clippingfehler. Ebenfalls ein enorm hohes Niveau wird uns auf der PS3 geboten. Hier stören allerdings das vorhandene Hintergrundflimmern und die teilweise deutlich spürbaren Ruckler. Am schwächsten gibt sich die Grafik auf dem PC. Die Version für den heimischen Rechner wirkt am farblosesten und hat scheinbar auch etwas von der Detailtreue der beiden anderen Umsetzungen eingebüßt.

NBA 2K11 NBA 2K11 Auf jeder Hardware kann aber auch im aktuellen Ableger wieder der Hintergrund bzw. das Fandesign begeistern. Was man hier so abseits des Spielfeldes beobachten kann, sucht nach wie vor im Genre Sport seinesgleichen. An allen Ecken und Enden passiert etwas. Ob dies nun die voll animierten, absolut stimmig integrierten Zuschauer sind, ob dies nun die Chearleader während der Pausen sind, ob dies nun die Maskottchen am Spielfeldrand sind oder ob dies die wild gestikulierenden Trainer sind, schnell kann es passieren, dass man die Action auf dem Court selbst vergisst und nur noch dem Treiben des "Beiwerks" zusieht.

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