Zwar blieb grafisch durchaus noch etwas Luft nach Oben, trotzdem konnte uns auch die PC-Version überzeugen.
NBA's Greatest, die Online-Karriere und das Erstellen einer Legende
NBA 2K12
Viel Arbeit wurde die letzten 12 Monate in die Erweiterung des Umfanges gesteckt. Sehr viel Arbeit sogar. Bereits in NBA 2K11 und weitestgehend unverändert auch im aktuellen Ableger wieder vorhanden, sind The Association - die Karriere rund um die Franchise -, My Player - die Karriere rund um einen selbst erstellten Spieler -, der Saisonmodus und die Spielvarianten Playoff, NBA Blacktrop, sowie das Training bzw. das Trainingscamp. Feinarbeit wurde hierbei vor allem in den Mein Spieler-Modus gesteckt. Unter anderem wird euch nun der Rookie Show Case geboten, in dem ihr euch bei einem Match durch Erfüllen von diversen Aufgaben für eine der NBA Franchise empfehlen könnt. Nach wie vor kann My Player vor allem damit punkten, dass hier die Karriere eines von euch komplett selbst erstellten Basketballspielers bis aufs kleinste Detail abgebildet wird. Das beginnt bei der besagten Rookie Präsentation, geht über den Draft und das Aushandeln von Verträgen und endet irgendwann als Starting Five-Spieler in einer der NBA Mannschaften. Genial hierbei, nach wie vor, die integrierten Pressekonferenzen, in denen ihr durch eure Antworten indirekt auch Einfluss auf euer weiteres Spielerleben nehmen könnt. Kurz um, wer sich schon immer in den Tiefen einer persönlichen Karriere verlieren wollte, der ist im Mein Spieler-Modus bestens aufgehoben - und sollte schon mal viele Zeit einplanen.
NBA 2K12
Soweit das Bekannte, nun kommen wir aber zu den Neuheiten. Bereits im Vorfeld am stärksten in den Fokus diverser Trailer gestellt, wurde die Spielvariante The Greatest Player. Dahinter versteckt sich nicht mehr, aber auch nicht weniger, als eine Art Herausforderungsmodus, der euch wiederum die Möglichkeit gibt, Aufgaben und Spiele mit 15 ehemalige NBA Stars zu absolvieren. Michael "MJ" Jordan war ja bereits im Vorgänger spielbar, nun kommen unter anderem noch seine Kollegen Magic "Magic" Johnson, Karl "The Mailman" Malon und Hakeem "The Dream" Olajuwon hinzu. Besonderes Highlight, dass hierbei alles auf "Alt" gemacht wird. D. h. die Präsentation ist an die jeweilige Zeit, was Trikots, Arenen, Zwischensequenzen, Statistiken und grundsätzliche Spieldarstellung, betrifft angepasst. Wer Flair nach dem Motto Old Style will, bekommt ihn hier wirklich geboten. Ja, wir geben es zu, das ein oder andere Tränchen mussten wir aufgrund der Authentizität schon verdrücken - die gute alte Zeit war halt doch besser. Übrigens könnt ihr durch Erfolge in The Greatest Player die entsprechenden historischen Teams komplett frei schalten und dann praktisch in jedem weiteren Spielmodi auch benutzen.
Weit weniger spektakulär ist da die neue Spielvariante NBA: Erstellen einer Legende. Im Endeffekt handelt es sich hierbei nämlich nur um einen leicht vereinfachten Mein Spieler-Modus, bei welchem ihr allerdings kein eigenes Alter Ego erstellen dürft, sondern auf die aktuellen NBA Spieler zurückgreifen müsst. Ihr wollt die Karriere eines Dirk Nowitzki oder eines Kobe Bryant nachspielen? In NBA 2K12 kein Problem mehr.
NBA 2K12
Wohl die größte Neuerung findet ihr allerdings nicht in den Offline-Varianten, sondern im Online-Modus. Unter dem Menüpunkt The Association Online habt ihr heuer tatsächlich erstmals die Möglichkeit eine eigene Liga mit 29 Teams via World Wide Web zu erstellen. Wie beim Offline-Ableger dieser Spielvariante, geht es vor allem darum durch Trades das Team zu verbessern und durch Siege in der Saison die Playoffs bzw. schlussendlich die Finals, vielleicht auch die Meisterschaft, zu erreichen. Habt ihr mal bei einem terminierten Spiel keine Zeit, wird dieses einfach simuliert. Spielerherz, was willst du mehr. Kurz: Der Online-Modus bekommt durch The Association Online eine enorme Aufwertung, vor allem auch deshalb, weil sich der Rest bezüglich der Spiele übers Internet leider nicht geändert hat.
