Ein weiteres Festmahl für Naruto-Fans und ein solides Abenteuer für den Gelegenheitsspieler.
Naruto Ultimate Ninja 3
Etwas interessanter, vor allem für Naruto-Neulinge, ist der zweite Hauptmodus: Geschichte des Helden. In diesem vier Akte umfassenden Modus durchlebt man in einem kurzen Abriss die Heldentaten von Naruto Uzumaki sowie seinen Freunden Sakura Haruno und Sasuke Uchiha. Neben den nachgespielten Kämpfen begleiten kleine Videosequenzen aus der Zeichentrickserie den spielerischen Fortschritt und halten die Story ein wenig zusammen. Leider ist der rote Faden nur dünn sichtbar, die Infos rar gesät und der Zusammenhang schmal, so dass ein Neuling nur einen ganz groben Einblick erhält. Aber auch kein Wunder, wird innerhalb von etwa drei bis vier Spielstunden die Story aus den ersten drei TV-Staffeln abgehandelt!
Naruto Ultimate Ninja 3
Die Spielzeit des oben ausführlich beschriebenen ultimativen Kampfes wiederum beläuft sich in etwa auf 3-6 Stunden, je nach Erfahrung des jeweiligen Spielers. Somit hat man den Titel nach etwa zehn Stunden abgehandelt und prinzipiell schon alles gesehen. Ein Fan lässt sich davon sicherlich noch nicht abschrecken, denn wie gewohnt gibt es tonnenweise Extras, die mühselig freigeschalten werden wollen. Zum Beispiel sorgen noch einige Missionen nach Beendigung des Hauptmodus für spielerischen Unterhaltungswert, so dass auch dann noch etliche Dinge den Menülisten, dem Inventar des eigenen Hauses oder der Spielerauswahl hinzugefügt werden. Drei zusätzliche Minispiele sollen ebenfalls für Kurzweil sorgen. Diese sind aber leider kaum der Rede wert und werden wohl nach einmaligen Anspielen kaum mehr aufgerufen.
Technischer Abschluss
Naruto Ultimate Ninja 3
Optisch hinterlässt der Titel einen gespaltenen Eindruck. Während die Kämpfe bis ins Detail ausgearbeitet wurden und vor allem durch tolle Hintergrundgrafiken, interaktiven Arenen und atemberaubenden Kampfanimationen vollends überzeugen, sorgt die Inszenierung der Stadt Konohagakure für ein ernüchterndes Erlebnis. Diese sieht nicht nur bescheiden aus, hier fehlt auch jegliche Liebe zum Detail. Menschenleer, breite und ohne Inventar bestückte Straßen und schlichte Grafiken - das ist die große Welt von Naruto. Man merkt dem Titel deutlich sein Alter und die Zielplattform an und hat man einmal Ubisofts Interpretation von Konoha auf der Xbox 360 besucht, möchte man eigentlich gar nicht mehr in diese trostlose Umsetzung auf der Playstation 2 zurückkehren. Hinzu kommt neben zahlreichen Ladebildschirmen die ungewöhnliche Steuerung, denn der Held kann auch an Wänden entlang laufen und so hoch hinaus gelangen. Nicht selten sorgen aber kleine Spielfehler dafür, dass zerstörbare Objekte trotz angezeigter Symbole nicht getroffen werden oder der Kameramann stetig Unsinn macht. Die musikalische Untermalung ist serientypisch recht asiatisch angehaucht, ebenso die Geräuschentwicklung. Als wirklich positiv gilt es die englischen Synchronsprecher zu vermerken. Diese verrichten ihre Arbeit durch die Bank weg hervorragend. Wer dennoch zur japanischen Originalfassung tendiert, darf auch die unverständliche Sprachausgabe aktivieren. Deutsche Untertitel sorgen eh dafür, dass jegliche Konversation auch für weniger sprachbegabte Spieler verständlich bleibt.
