Das aktuelle Nascar für PS3 bietet uns eine tiefgängige Karriere, einen zeitintensiven Onlinemodus und altbekannte Mängel.
Technisch verbessert, aber immer noch weit vom erwarteten Niveau entfernt
Nascar 09
Immer noch sind die Fahrzeuge alle durchwegs schön bzw. realistisch designt, immer noch verfügt der Titel über ein passendes Schadensmodell und immer noch lassen die implementierten Lichteffekte die Möglichkeiten der leistungsstarken Playstation 3 erahnen. Alles wirkt etwas feiner als noch bei der Vorgängerversion und das Gefühl eines hoch skalierten PS2-Spieles stellt sich heuer nur noch bedingt ein. Ändert allerdings nichts daran, dass die Hintergründe kaum eines Titels für die aktuelle Sony-Konsole würdig sind. Nicht nur das es dort vollkommen an Leben fehlt, auch die Detailfülle lässt doch sehr zu wünschen übrig. Positiv fällt hingegen sofort auf, dass das Infield bzw. die Boxengasse in "NASCAR 09" im Vergleich zum Vorjahr nochmals einer Überarbeitung unterzogen wurde - animierte Tankstops, Reifenwechsel und Reparaturen inklusive. Ebenfalls hervorragend gelungen ist den Entwicklern das für Rennspiele nicht unwichtige Geschwindigkeitsgefühl.
Weiter leben muss der PS3-User allerdings mit Clipping-Fehler, einer schwankenden Framerate und einem ständigen Flimmern - letzteres allerdings nur am herkömmlichen Röhren-TV. Vergangenes Jahr auch ein besonderer Kritikpunkt: der integrierte Sound. Zwar ist immer noch deutlich Luft nach oben, denn viele Motorengeräusche hören sich einfach immer noch sonderbar oder sagen wir besser unrealistisch an, aber solch ein akustischer Ausfall wie noch in "NASCAR 08" wird heuer nicht mehr geboten.
Schade nur, dass es EA nun scheinbar zum Standard machen will, Spielen keine komplette Lokalisierung mehr zu spendieren. D. h. man sollte sich also vor dem Kauf bereits bewusst sein, dass bis auf das gewohnt dünne Begleitheftchen, alles im englischen Original belassen wurde.
