Trotz dem wegrationalisiertem Online-Part kann Most Wanted auch auf der PS2 überzeugen.
Grafik und Sound
Schöne aber pumpende Cutscenes
Die Stadt Rockport in der wir uns während des Spiels bewegen wurde in mehrere Stadtteile eingeteilt die wir erst Stück für Stück freischalten. Die Stadt selbst ist herrlichst designt und bietet uns neben dicht besiedelten Wohngebieten auch viel Grün sowie ein richtiges Industriezentrum. Sehr schön gelungen sind die Geschwindigkeitseffekte, nicht nur wenn wir das Nitro benutzen, sowie der Blendeffekt wenn wir ein Tunnel verlassen. Doch erkauft man sich die Detailflut mit einer nicht ganz stabilen Framerate, denn es kommt schon mal vor, dass das Game kurz ruckelt oder hie und da ein Bild verliert. Auch darf man nicht unter den Tisch fallen lassen, dass das gesamte Spielgeschehen leicht pumpt und trotz der hohen Geschwindigkeit nie ganz flüssig läuft. Wirklich übel aber ist, dass die gesamten Cutscenes, die mehr als gelungen sind, leider nicht vernünftig ans PAL-Format angepasst wurden, sie ruckeln gar grässlich. Langsam kann man sich des Gefühls nicht erwehren, als würde Electronic Arts das absichtlich machen, getreu dem Motto: Warum sollen wir unsere Spiele vernünftig an den PAL-Standard anpassen?
Die Tuningwerkstatt
Dafür kann die Soundkulisse umso mehr begeistern, die wirklich einmalig gut ausfiel. In erster Linie sind es die herrlichen Motorensounds die einen ins Spiel ziehen und nicht mehr loslassen, gefolgt von dem erstaunlich abwechslungsreichen Soundtrack im bekannten EA-Trax-Player und gekrönt von der stimmigen Sprachausgabe. Denn neben den Cutscenes wird auch viel im Spiel selbst gesprochen, und zwar von der Polizei deren Funk wir natürlich ständig überwachen. Besonders während der Verfolgungsjagden halten sie uns brav auf dem Laufenden wo die nächste Straßensperre errichtet wird oder ob der Hubschrauber schon unterwegs ist.
Vor dem Start
Auch ein Schadenssystem bietet uns Need for Speed: Most Wanted, doch wie die Tuningfeatures wurde auch dieses ziemlich zusammengestutzt. So tragen unsere Boliden zwar Kratzer und auch Beulen von den Karambolagen davon, ab und zu splittert auch etwas Glas, viel mehr aber passiert nicht. Weder verlieren wir Teile unserer Fahrzeuge noch wirken sich die Schäden auf das Fahrverhalten aus. Das Positive daran ist, dass wir auch keine Reparaturkosten aufzubringen haben, denn nach jedem Besuch der Garage oder nach dem Start eines Rennens befindet sich unser Wagen wieder im Neuzustand.
