Need for Speed: Carbon im Gamezone-Test

Test Peter Grubmair

Ein Jahr nach Rockport dreht sich dieses Mal alles darum die Vorherrschaft in den einzelnen Vierteln der Stadt zu erringen.

Achievements

Need for Speed: Carbon Need for Speed: Carbon In Sachen Achievements gibt sich NfS Carbon Anfangs recht geizig. Es ist möglich die komplette Karriere bis zum Ende durchzuspielen bis man das erste Achievement erhält. Um an mehr zu kommen muss man schon ganz gezielt vorgehen, das Abspulen der vorgegebenen SP-Rennen alleine bringt einem kaum welche ein. Online hingegen ist es wesentlich leichter an die begehrten Achievements zu kommen, es genügt schon wenige Rennen in der untersten Klasse zu gewinnen um abstauben zu können. So sorgen sie dafür, dass man das Spiel nicht auf die schnellstmögliche Art und Weise durchspielt, da man ansonsten nach der Karriere ganz schön viel aufzuholen hat.

Multiplayer

Need for Speed: Carbon Need for Speed: Carbon Was uns die Karriere nicht an Langzeitspaß bieten kann versucht der Online-Mode wieder auszugleichen, der dieses mal wesentlich besser gelungen ist als der des Vorgängers. Klar, es gibt das bekannte Quickrace ebenso wie das benutzerdefinierte Spiel, zusätzlich, und das ist von der Namensgebung her etwas verwirrend, existiert auch noch das "schnelle Spiel". Das angenehme daran ist, dass bei dieser Spielvariante auch Ranglistenspiele möglich sind ohne nach jedem Rennen von den Mitspielern getrennt zu werden. Stattdessen darf sich nach jedem Rennen ein anderer Spieler aussuchen welches Rennen gefahren wird. Ebenfalls gelungen ist die Funktion, dass man die Lobby für eine bestimmte Zeit offen halten kann, um neuen Spielern den Beitritt zu ermöglichen, um sie danach zu sperren, auf das alle Spieler noch genug Zeit haben ihr bevorzugtes Auto auszuwählen. Beibehalten wurde das System sich für die Online-Spiele eine eigene Autosammlung anzulegen, welche ebenfalls individuell hergerichtet und getunt werden können, wobei man alle Teile verwenden kann die bereits freigeschaltet wurden. Um dennoch für eine gewisse Chancengleichheit zu sorgen, legt der jeweilige Host fest welche der drei Wagen-Leistungsstufen zugelassen sind.

Bleibt zu erwähnen wie gut das Spieler-Vermittlungssystem funktioniert, es entstehen selbst bei schwachen Aufkommen kaum Wartezeiten bis man sich in den Lobbys zusammenfindet. Dieses System sollten sich die Jungs von Bizarre-Creation, die uns die PGR-Reihe offerierten, einmal näher anschauen, es würde sich lohnen.

Die Technik

Need for Speed: Carbon Need for Speed: Carbon Technisch fiel Carbon auf der Xbox 360 um einiges besser aus als noch der stotternde Vorgänger Most Wanted. Zwar läuft auch Carbon nicht zu 100% flüssig, es verliert schon ab und zu einmal ein Frame, besonders bei den Massenrennen mit 20 Autos auf der Strecke, dies fällt aber kaum mehr ins Gewicht und stört beim spielen selbst überhaupt nicht. Die Soundkulisse bietet uns dieselben Motorengeräusche wie beim Vorgänger, garniert mit einigen neuen Samples, kann aber besonders wegen des hervorragenden Soundtracks begeistern. Dabei kann der Spieler wählen ob er die einzelnen Stücke so hören mag wie sie ihm vom Spiel vorgegeben werden, oder ob er doch lieber nur eine bestimmte Richtung bevorzugt, wie Hip Hop, Rock oder Electro. Selbstverständlich kann man auch auf den eigenen Soundtrack zurückgreifen.

Need for Speed: Carbon Need for Speed: Carbon Die Ladezeiten halten sich in angenehmen Grenzen und stören den Spielfluss nicht. Die Menüs lassen sich schnell und zielsicher bedienen, leiden nur wegen ihres horizontalen Aufbaus etwas an Übersichtlichkeit, da einem nie alle möglichen Optionen auf dem Bildschirm gezeigt werden. Man ist gezwungen von einem Ende zum anderen zu navigieren um alle Möglichkeiten zu sehen. Wer noch auf einem 4:3 Fernseher spielt kann sich freuen, die Anpassung an dieses Format wurde hervorragend umgesetzt. Weder gibt es störende Balken, ein verzogenes Bild oder das bekannte Problem mancher Xbox 360 Spiele zu starker Kontraste, so dass die dunklen Stellen regelrecht absaufen.

Meinung

Wertung zu Need for Speed: Carbon (X360)

Wertung:

8.2 /10
Pro & Contra
Gameplay das Laune machtherrliche Inszenierung des Geschehenssuper ausgewählter Soundtracksehr gut funktionierende Spieler-Vermittlung beim Online-Spieldas System der Crew-Memberdie ausführlichen Tuning-Möglichkeiten
Recht kleine Stadtdie kurze Einzelspieler-Karrierefast selbe Autoauswahl wie bei Most Wanted
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