Die PC-Version gefällt uns noch einen Tick besser als die ohnehin schon guten Konsolenversionen.
Burnout, welches bekanntlich ebenfalls von den Criterion Studios programmiert wurde, hinterlässt im aktuellen Need for Speed durchaus seine Spuren. So kommt einem die Inszenierung der Unfälle durchaus bekannt vor, was nicht negativ gemeint ist. Ebenfalls bringen die "Takedowns" bekannte Erinnerungen wieder ans Tageslicht. Ebenso zu begeistern versteht der Soundtrack, der einen breiten Mix aus treibenden Beats bereithält die wunderbar zu der Raserei passen. Und stolpert man doch mal über einen Song der einen nicht gefällt, genügt ein Tastendruck und es wird zum nächsten Track gewechselt.
Quelle: EA
Need for Speed: Hot Pursuit
Grafisch spielt Need for Speed: Hot Pursuit in der oberen Liga mit, ganz besonders am PC. Denn nur am PC können wir die volle HD-Auflösung von 1920 x 1080 Pixel genießen und im direkten Vergleich mit den Konsolenversionen bekommen wir auch deutlich mehr Details und Effekte geboten. Die Stadt ist herrlich detailliert und hübsch gestaltet, bietet uns vom Küstenabschnitt bis hin zu verschneiten Berggipfeln sehr viel Abwechslung und viele herrliche Aussichten. Auch die Fahrzeuge selbst sind gut gelungen und es mangelt ihnen eigentlich nur an einer Cockpitsicht, auf die man wohl verzichtet hat, da man per Verfolgerkamera einfach einen besseren Überblick wahren kann, was hinter einem abgeht. Vielleicht ist auch das der Grund des seltsamen Rückspiegels. In diesem nämlich sehen wir nicht das reale Bild, sondern eine Art elektronisches Abbild. Die komplette Welt besteht nur aus einer blaugrauen Vektormasse aus der die Polizeiautos in blau und die Racer in gelb hervorstechen. Das sieht nicht besonders hübsch aus, hilft aber, die Dinge hinter einem schon im Augenwinkel verfolgen zu können ohne nach oben zum Rückspiegel blicken zu müssen.
Need for Speed: Hot Pursuit
Natürlich ist auch dieses Need for Speed wieder ein reinrassiger Arcade-Racer, was man zum Beispiel an der fehlenden manuellen Schaltung merkt, was aber nicht erklärt, warum es kaum fühlbare Unterschiede zwischen den verschiedenen Fahrzeugen gibt, von der Höchstgeschwindigkeit einmal abgesehen. Zwar lassen sich die einen etwas leichter zum Driften bringen als die anderen, wohingegen manche wieder nicht so gerne in die Kurve gehen, aber besonders groß sind die Unterschiede nicht. Dafür hören sich die verschiedenen Fahrzeuge wenigstens recht unterschiedlich an, man kann also vom Klang her einen Lamborghini durchaus von einer Viper unterscheiden. Wobei die Motorsounds, neben der Grafik, eines der Highlights des Titels darstellen. Genau so muss es sich anhören, will man das Adrenalin in gewünschter Menge zur Ausschüttung bringen.
Was im Vergleich mit den Konsolenversion am PC weniger gefällt, ist die Navigation in den Menüs. Dort nämlich wird keine Mausunterstützung geboten, man muss entweder die Tastatur benutzen oder das Gamepad, und da wiederum zwingt uns das Spiel das Steuerkreuz zu benutzen, per Analogstick, wie an den Konsolen, kann man nicht durch die Menüs navigieren. Selbstverständlich aber wird das Xbox 360 Gamepad unterstützt, so das man am PC exakt dieselbe Steuerung benutzen kann wie an den Konsolen.