New Super Mario Bros. U im Test: Spielmodi | Grafik & Steuerung | Fazit & Wertung

Test Sandro Odak

Wenn neue Hardware von Nintendo veröffentlicht wird, darf ein Pilze fressender Klempner nicht fehlen: Mario muss auch dieses Jahr auf der Wii U seine Prinzessin Peach retten. Die wird zur Abwechslung mal nicht entführt. Achtung, Story-Neuheit und Mini-Spoiler: Mario wird stattdessen aus dem Schloss katapultiert und muss sich seinen Weg durch das Königreich zurückbahnen, um Bowser auszuschalten.

Die Spielmodi

Neben der normalen "Solokampagne" bietet die Wii U Fassung von New Super Mario Bros. vor allem einen spaßigen Multiplayer. Bis zu vier Spieler können mit normalen Wii Remotes mitspielen, ein fünfter übernimmt das Wii U Gamepad. Mit dem kann man zwar nicht als reguläre Figur aktiv mitspielen, aber seinen vier Mitspielern Hilfestellungen geben, mit der sie versteckte Münzen, Extraleben und Co. finden können. Die Idee ist toll, aber irgendwie auch traurig. Als Gamepad-Nutzer fühlt man sich immer wie das fünfte Rad am Wagen, also am besten oft durchmischen!

New Super Mario Bros. U im Test: Warum Mario das Kind in mir noch heute begeistern kann Quelle: Videogameszone.de Wer nur etwas für Zwischendurch sucht, kann sich an Herausforderungen und dem Schnellspiel versuchen. Im Schnellspiel geht es darum, bereits erledigte Levels möglichst schnell zu wiederholen. Auch Herausforderungen finden thematisch in Welten statt, die man bereits bezwungen hat. Es sind aber oft Minispiele, die in eigenen Levels stattfinden. So muss man etwa auf einem einzelnen Block, umzingelt von spitzen Pfählen, Feuerkugeln ausweichen. Zwei Schildkröten feuern sie in unterschiedlichem Takt ab, je nachdem wie lange man es aushält, bekommt man eine Bronze-, Silber- oder Goldmedaille. Die darauffolgenden Minispiele werden immer trickreicher und gleichzeitig auch echt schwer, sind aber selten mal länger als ein oder zwei Minuten.

Tolle HD-Grafik

Wenn man New Super Mario Bros. U für etwas loben will (als wäre nicht schon Nostalgie genug), dann ist es sicherlich die gestochen scharfe Grafik. Mario endlich in HD auf dem Bildschirm zu sehen, ist eine echte Offenbarung. Eine fehlende Kantenglättung an vielen Stellen stört mich auch gar nicht weiter, der süße Comiclook nämlich macht vieles wieder wett. Die knallbunten Süßigkeiten-Welten sind bis heute "süß" und als ich das erste Mal in eine Gespensterwelt trete, läuft es mir eiskalt den Rücken herunter – vor denen hatte ich als Kind immer ein bisschen Angst, sie heute in HD zu erleben macht es nicht viel besser.

Der Sound von New Super Mario Bros. U tut hierzu sein Übriges. Die unterschiedlichen Themen sind wie immer perfekt arrangiert. Im Kern bleiben sie minimalistisch und ihrem Retro-Image treu, an der Oberfläche ist es aber doch wuchtige Musik, die man sich gerne auch über längere Zeit anhört. Nur eine Vertonung fehlt natürlich immer noch, bis auf gelegentliche "It's e me" und It's e Mario time!" Ausrufe.

Steuerung mit dem Wii U Gamepad

New Super Mario Bros. U im Test: Warum Mario das Kind in mir noch heute begeistern kann Quelle: Nintendo Der Touchscreen des Wii U Gamepads kommt eigentlich nur in den Menüs von Super Mario Bros. U und dem Boost-Modus zur Geltung. Der Boost-Modus ist der Multiplayer-Modus, in dem ein Spieler seinen Kollegen Hilfe geben kann, in dem er temporäre Plattformen aus dem Nichts erscheinen lässt. Das hilft, wenn beispielsweise eine besonders hoch gelegene Goldmünze erreicht werden soll, oder man Gefahr läuft, in ein Loch zu fallen.

Wir waren dabei beeindruckt, dass Handheld und Basisgerät am TV wirklich synchron und ohne sichtbaren Lag arbeiten. Dank dieser Miracast-Technologie kann man New Super Mario Bros. U im Einzelspieler-Modus auch komplett auf dem Tablet-Controller der Wii U spielen – so kann die Freundin ihre Lieblingsserie gucken, während ich weiter vor mich hin daddle und in Nostalgie schwelge. Nur wenn man sich zu weit von der Wii U entfernt, gibt es Probleme bei der Übertragung. Obwohl für das Bildsignal eine WLAN-Karte zuständig ist, kommt das n-Signal nicht ganz so gut mit Wänden klar, wie das normale Internet-Wifi.

New Super Mario Bros. U im Test: Warum Mario das Kind in mir noch heute begeistern kann Quelle: Videogameszone.de Die Steuerung an sich funktioniert übrigens sehr direkt, wie man es von einem Mario gewohnt ist. Feinden und Objekten auszuweichen funktioniert also ganz gut, im Stillstand aber macht Mario mir manchmal Probleme. Fast jeder Untergrund verzögert Marios Beschleunigung etwas, mit der Zeit nervt das. Und durch die Tastenbelegung der Wii U fallen einem Speedruns relativ schwer. Anstatt die verschiedenen Aktionen (springen, sprinten, schießen, Drehsprung) auf verschiedene Tasten zu setzen, führen A und X, B und Y sowie die Schultertasten im Prinzip alle dasselbe aus. Warum Nintendo nicht sprinten und schießen trennt und beispielsweise auf einen der Trigger setzt, kann ich nicht nachvollziehen. Die Steuerung mit der "alten" Wii Remote fiel mir jedenfalls sehr viel einfacher – einfach weil die benötigten Tasten dafür nebeneinander liegen.

Meinung

Wertung zu New Super Mario Bros. U (WiiU)

Wertung:

8.9 /10
Pro & Contra
spaßiges Mehrspieler-Abenteuerkomplett auf dem Wii U Gamepad spielbarbehält seinen Retro-Charme beitolle und farbenfrohe HD-Grafikfordernde und echt schwere Herausforderungenunterstützt bis zu fünf Spieler (vier Wii Remote, ein Gamepad)toller SoundtrackPeach wird mal nicht entführt
Bewegung/Beschleunigung dank vieler Untergründe fast immer verzögertSteuerung dank Tastenbelegung des Wii U Gamepads nicht optimal (mit Wii Remote klappt es deutlich besser!)immer noch viel zu einfache Bossgegnerfünfter Mitspieler fühlt sich im Multiplayer wie das fünfte Rad am Wagen
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