Nightingale angespielt: Der Early Access ist nahe - eine spielgewordene Märchenwelt wartet
Special
In wenigen Tagen feiert das Survival-Spiel Nightingale den Early-Access-Release. Wir durften einen der meisterwarteten Titel des Jahres bereits spielen.
Aller Anfang ist schwer
Obwohl wir zu Beginn an die Hand genommen werden und uns die magische Welt in Ruhe von Puck erklärt wird, gibt's wirklich viel zu entdecken. Mitunter kann die Masse an Möglichkeiten schon erschlagen.
Wir hätten uns zwischendurch noch ein wenig mehr Hilfestellung gewünscht, doch vieles müssen wir selbst herausfinden. Gerade am Anfang kann das in den recht großen Welten schon einmal in ordentlich Arbeit ausarten.
Der Story-Fortschritt ist dabei klar strukturiert, wie wir allerdings manche Rohstoffe erhalten, endet hin und wieder in einer Art Schatzsuche. Für einige herstellbare Geräte benötigen wir bestimmte Materialien und die stellen wir wiederum durch Werkbänke und andere Crafting-Stationen her.
Doch ein paar Tage bleiben bis zum Release noch übrig und mehr Tutorials oder eben einfache Hilfestellungen einzubauen, dürfte problemlos machbar sein. Dazu kommt, dass unsere Preview-Version bereits einen Monat alt war und mittlerweile überholt sein dürfte.
Einfach mal staunen
Die Spielwelten beeindrucken dagegen bereits mit einer großen Vielfalt. Kein Winkel der Karte gleicht dem anderen. Die verschiedenen Biome unterscheiden sich in Aufbau, Landschaft und Fauna ebenfalls komplett. Da hätten wir karge Wüstengebiete, dichte Wälder, gewaltige Canyons, Inseln, und finstere Höhlen.
Aufgrund einiger Gadgets macht es richtig Laune, die verschiedenen Areale zu erkunden. Die Kletteräxte helfen uns beispielsweise über bergige Abschnitte hinweg. Auf Tastendruck kraxelt unsere Figur an Felswänden empor. Lediglich die anfänglich niedrige Ausdauer stellt uns dabei vor einige Schwierigkeiten.
In den ersten Spielstunden ist es nicht allzu schwer, einen unsanften Abgang zu machen, sobald sich die Stamina-Leiste leert. Doch mit besserer Ausrüstung werden wir zu einem wahren Kletterkünstler. Oben angekommen, genießen wir zunächst die Aussicht, ehe wir mit unserem Lieblingsutensil auf der anderen Seite wieder hinuntergleiten.
Klassisch viktorianisch steht uns dafür ein Regenschirm zur Verfügung. Mit dem erobern wir nicht nur die Lüfte, er hilft uns auch gegen die örtlichen Unwetter. Zwischendurch peitschen uns Stürme inklusive Hagelschauer ins Gesicht, die uns Schaden hinzufügen. Doch mit aufgespanntem Schirm lassen uns die Hagelkörner kalt. Haben wir keinen zur Hand, hilft nur die Zuflucht in überdachte Bereiche oder Höhlen.
Ebenfalls zur Fortbewegung können bestimmte Karten beitragen. Die stellen wir an Crafting-Tischen her oder finden sie zufällig in der Spielwelt. An markierten Punkten auf der Map aktivieren wir die Karten im Anschluss und erhalten diverse Vorteile. Manche deaktivieren den Fallschaden und lassen aus jedem Hüpfer einen gewaltigen Sprung machen, andere verhindern Stürme oder den Einbruch der Dunkelheit.
Nachts lauern deutlich mehr Gefahren auf uns, denn wie üblich zieht die Düsternis Monster an. Aber auch ohne die garstigen Widersacher können die Welten mit Lebendigkeit punkten und wunderschön sind die meisten Areale zusätzlich auch noch.
Fantastische Tierwesen
Dafür sorgen nicht nur die bösen Kreaturen, sondern auch die Tierwelt trägt ihren Teil zu bei. Unterwegs auf unseren Reisen begegnen uns zum Beispiel neben feindseligen Wölfen, Wildscheinen und Bären noch Rehe, riesige Kröten und elefantenähnliche Tiere.
Da wir Rohstoffe wie Fleisch, Fell und Knochen für Essen sowie die Weiterverarbeitung benötigen, gehen wir regelmäßig zwischen den storybasierten Ausflügen auch auf die Jagd. In jeder Welt sieht die Fauna anders aus. In unserer Anspielrunde sind wir unter anderem einem pinkfarbenen Bären begegnet.
Damit allerdings noch nicht genug der Besonderheiten. In einer gesonderten Session haben uns die Entwickler in fortgeschrittene Welten mitgenommen und da durften wir bereits einen ersten Einblick auf gewaltige Kreaturen erhaschen. Sobald so ein Riesenklopper vor einem steht, ist das schon beeindruckend und erinnert an die Roboterungetüme aus dem Sony-RPG Horizon. Spätestens ab diesem Moment reichen die ansonsten recht starken Äxte und Spitzhacken nicht mehr aus. Da braucht's schon mehr Durchschlagskraft.
