34-Jähriger verklagt Nintendo auf 341.000 Dollar, weil er kein Pokémon-Professor werden darf

News Yannik Cunha
Professor Eich hilft in Sachen Pokémon immer weiter, ganz ohne Polizeiregister! 
Quelle: Nintendo

In den USA verklagt ein 34-jähriger Mann Nintendo und die Pokémon Company, weil er kein Pokémon-Professor werden darf auf 341.000$ Dollar Schadensersatz.

Es ist ja immer wieder erstaunlich, von welchen Klagen man so aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten mitbekommt. Die hier ist aber vielleicht meine liebste bisher. Der 34-jährige Kyle Owens erhebt Klage gegen die Pokémon Company und Nintendo, weil er kein Pokémon-Professor werden darf. Für den verpassten Titel will der Typ 341.000€ als Schadensersatz haben - das ergibt natürlich Sinn.

Was hat es mit dem Pokémon-Professor-Titel auf sich?

Pokémon-Professoren kümmern sich im Spiel zwar um Pokémon, im echten Leben aber eher um Menschen. Sie sind eigentlich nichts anderes als Organisatoren, Schiedsrichter, Assistenten und Markenbotschafter, vor allem für offizielle Pokémon-Trading-Card-Game-Turniere und ‑Events. Meistens sind das Besitzer von TCG-Läden. Die werden dann einfach Pokémon-Professoren genannt, damit es zur Pokémon-Marke passt.

Vorteile als Pokémon-Professor sind:

  • Man kann durch verschiedene Aktivitäten Punkte verdienen, mit denen man verschiedene Artikel im "Professor-Shop" erwerben kann. Der ist öffentlich nicht zugänglich, was es da genau gibt, weiß ich also nicht. Wahrscheinlich aber Pokémon-Karten oder Merch-Artikel.
  • Es gibt exklusive Professoren-Turniere, bei denen es ebenfalls exklusive Preise gibt.
  • Es gibt Geschenke für alle Professoren.

Um ein Pokémon-Professor zu werden, muss man zuerst eine Bewerbung für das Programm schicken. Die hat der Mann wohl auch 2024 bestanden, aber seine Bewerbung ist im Endeffekt trotzdem wegen eines Background-Checks gescheitert.

Anscheinend hat der Typ einen offenen Haftbefehl, weil er in einem Fall nicht vor Gericht aufgetaucht ist. Da ging es laut iowacapitaldispatch um "Anklagen wegen geringfügiger Vergehen" (aus dem Englischen übersetzt), darunter: Beteiligung an einer Schlägerei in der Öffentlichkeit, Besitz, Reparatur oder Verkauf von Waffen und Sachbeschädigung.

Bis zum Background-Check wurde sein Test mit 100 % bewertet, danach ist er wohl auf 80 % gefallen, womit man offensichtlich kein Professor werden kann, jedenfalls kein Pokémon-Professor. Jetzt wissen wir immerhin, dass Professor Eich kein Straftäter ist, aber wie sieht's bei Owen aus?

Der verteidigt sich damit, dass es sich bei den Taten nur um kleinere Delikte handelte, die mittlerweile über zehn Jahre her sind. Außerdem wurde Kyle in keinem der Fälle für schuldig gesprochen. Laut Owens eigener Klage gegen den Megakonzern schadet die Ablehnung nicht nur Owen persönlich, sondern es wird auch lokal der Zugang zu offiziellen Pokémon-TCG-Turnieren für Spieler in Iowa verwehrt.

Falls Kyle Owen einen Kartenladen besitzt, könnte es ihm tatsächlich finanziell schaden, wenn er keine offiziellen Turniere oder sonstige Events in seinem Laden veranstalten kann. Deswegen klagt der Mann auch auf 341.000 € Schadenersatz, und Pokémon-Professor will er dazu trotzdem noch werden. Von Nintendo oder der Pokémon Company gibt es noch keine Antwort auf die Klage.

Haltet ihr die Klage für Quatsch, oder hat Owens einen Schadensersatz verdient? Nutzt gerne die angebotene Kommentarfunktion und teilt uns eure Meinung zum Thema mit. Beachtet beim Kommentieren aber bitte die Forenregeln und die allgemeine Netiquette im Internet. Solltet ihr noch keinen Account haben, könnt ihr über eine Registrierung nachdenken, die viele Vorteile mit sich bringt. Unsere Video-Inhalte findet ihr bei YouTube, Instagram und TikTok.

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