Nova-111 im Test: Extraordinäres Strategie-Rätsel-Abenteuer

Test Alexander Winkel
Nova-111 im Test: Extraordinäres Strategie-Rätsel-Abenteuer
Quelle: Curve Digital

Die Erkundung fremder Galaxien ist derzeit dank Star Wars in aller Munde. Was Funktronic Labs mit Nova-111 aber auf die Beine gestellt hat, ist ein extraordinäres Strategie-Rätsel-Abenteuer welches zurecht einige lukrative Nominierungen und Awards vorweisen kann. Der Titel vereint scheinbar gegensätzliche Elemente und schafft damit einen erstaunlich motivierenden Spaß. Folgt uns in fremde Galaxien und erkundet mit uns, warum Nova-111 so kreativ ist.

In Nova-111 erkunden wir jenseits von Raum und Zeit fremde Planeten und mit Gefahren durchzogene Gebiete, um nicht nur den Wissensdurst so mancher Forscher und ihrer Expeditionen zu stillen, sondern auch in Not geratene Wissenschaftler wieder zu befreien. Die Story ist aber zweitrangig und wer auf die monotonen Dialoge auf der Kommandobrücke nicht achtet, bekommt eigentlich reichlich wenig davon mit. Ab und an lohnt sich aber der Blick auf die Einblendungen rechts oben im Bildschirm, denn die Crew teilt euch auch immer wieder mit, welche Fähigkeiten in diesem kleinen Raumschiff stecken und wie dieses zu bedienenden ist. Raumschiff ist so eine Bezeichnung für das Etwas, was wir durch die Welt manövrieren. Denn das kleine gelbliche Gefährt erinnert optisch eher an Claptrap aus Borderlands als an einen X-Wing Kampffighter im Weltall.

Nova-111 im Test: Extraordinäres Strategie-Rätsel-Abenteuer Quelle: Curve Digital Dem Forscherdrang des Piloten wird von der Spielmechanik her gewisse Grenzen gesetzt. Die hübsch gezeichneten, aber eher als zweckmäßig zu bezeichnenden 2D-Welten sind in ein Raster eingeteilt und der Raumgleiter lässt sich nur daran ausgerichtet in vier Richtungen (oben, unten, links und rechts) bewegen. Jeder Zug wird protokolliert, um schlussendlich eine Bilanz zu erstellen und das Können des Piloten in Zahlen ausdrücken. Der Clou dabei ist aber, dass die Runden auch auf die meisten Elemente der unwirtlichen Umgebung zutreffen. Nach einem Zug des Spieler bewegen sich auch die meisten feindlich gesinnten Kreaturen ihrem Repertoire entsprechend einen Schritt. Die Angriffe erfolgen pro Runde und somit entsteht ein strategischer Austausch, bei dem man sich stets seinen nächsten Schritt überlegen muss, um auch Vorteile heraus zu arbeiten.

Die Welten sind gespickt mit allerlei Geheimnissen, versteckten Bereichen und Sammelobjekten, aber auch so mancher Falle. Bewegt sich das Raumschiff unter riesige Stachen, so lockern sich diese durch die Erschütterung der Umgebungsluft und stürzen zu Boden. Schnelle Finger am Steuer sind nun gefragt bei der plötzlich ausbrechenden Hektik im Kommandobereich. Denn manche Spielelemente wie diese garstigen Stacheln agieren in Echtzeit und somit fallen die Felsen uns unweigerlich auf den Kopf, wenn man nicht sofort aus der Schusslinie kommt. Auch so mancher Feind agiert mit derart tückischen Angriffen, die nicht pro Runde auf uns abgefeuert werden, sondern eine geradezu tickende Zeitbombe darstellen und uns dadurch unweigerlich zum Handeln zwingen. Flucht ist dabei nicht immer eine mögliche Option, sondern häufig nur noch der Angriff nach vorne, um die Gefahr möglichst noch abwenden zu können.

Nova-111 im Test: Extraordinäres Strategie-Rätsel-Abenteuer Quelle: Curve Digital Der Mix aus zugbasiertem und Echtzeit-Gameplay ist so ungewöhnlich wie auch erstaunlich gut gelungen. Es steckt viel mehr Strategie und Rätselspaß in Nova-111, als man augenscheinlich wahr nehmen möchte. Im Laufe der etwa 6-8 stündigen Kampagne lernt man immer wieder neue Spielelemente wie auch gewiefte Feinde kennen, die bis zum Schluss immer wieder frischen Wind in das Spielprinzip bringen. Kann man sich anfänglich nur durch die labyrinthartigen Welten hin und her bewegen und ausschließlich im Nahkampf den Biestern zusetzen, so kommt bald schon ein Energiestrahl hinzu. Dieser muss nach jeder Nutzung wieder aufgeladen werden – was wiederum zur strategischen Vorgehensweise beiträgt. Teleporter, zerstörbare Objekte und weitere Überraschungen lockern den weiteren Spielfluss immer und immer wieder auf und helfen, die durch den Chronosog verschollenen Wissenschaftler zu befreien.

Nach anfänglich gemächlichen Erkundungen zieht der Schwierigkeitsgrad in Nova-111 auch recht schnell ordentlich an. Vorausschauende Spielweise und Taktiken sind gefordert, um die gewieften Aufgaben bzw. gut gelungenen Bosse zu meistern. Vor allem gegen Ende des Spieles zeigt der Titel, was er zu bieten hat. Einen Wermutstropfen fanden wir aber dennoch: Das Speichersystem ist eher suboptimal implementiert. Nur wenn sämtliche Abschnitte einer Welt gemeistert wurden, wird der Fortschritt tatsächlich gespeichert. Verlässt man zwischendurch das Abenteuer, müssen unter Umständen bereits absolvierte Bereiche nochmals gemeistert werden.

Meinung

Wertung zu Nova-111 (WiiU)

Wertung:

7.3 /10
Pro & Contra
Außergewöhnliche Mischung aus zugbasiertem und Echtzeit-Gameplay.Stetig ansteigender Schwierigkeitsgrad.Bis zum Schluss werden immer wieder neue Spielelemente, aber auch immer garstiger werdende Feinde präsentiert.Gelungener Knobelspaß für zwischendurch.
Optik ist eher zweckmäßig, aber dennoch hübsch anzusehen.Auf Dauer wirkt das Gameplay dennoch leicht monoton.Speichersystem ist suboptimal umgesetzt, da man unter Umständen bereits besuchte Welten erneut machen muss.
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