Einmal den Staub aus den Fugen gepustet und schon bekommt man es mit einem klassischen Dungeon-RPG zu tun.
Antiquiert und dennoch für manchen interessant
Orcs & Elves
Der Mix aus dem eigentlichen Ego-Shooter, denn daher stammt ursprünglich die bekannte DOOM Engine, und einem Rollenspiel ist durchaus interessant und der Entwickler hat zahlreiche Elemente eingebaut, die ein tiefgründiges Erlebnis abliefern. Dazu muss man als Spieler aber schon ein gewisses Faible für solche Spiele haben. Einmal kräftig Pusten und die dicke Staubschicht entfernen, dann kann der Titel je nach Schwierigkeitsgrad für etwa 5-8 Stunden unterhalten. Leider wurde die Story eher unspektakulär in Szene gesetzt. Zahlreiche Unterhaltungen mit Geisterzwergen basierend auf langweilige Textboxen erläutern die Ereignisse, die sich in der Festung zugetragen haben. Dadurch erfährt Ellon und sein Träger, was tatsächlich in den Tiefen des Berges Zharrkarag geschehen ist. Falls einige Handyspieler ihr Interesse an der DS-Portierung zeigen, sei an dieser Stelle auch erwähnt, dass zusätzliche Spielelemente wie die umfangreichen Zaubermöglichkeiten sowie erweiterte und neue Dungeons den erneuten Erwerb durchaus rechtfertigen können. Darüber hinaus sieht der Titel auf dem DS natürlich auch um einiges besser aus, als auf eurem Handy.
Orcs & Elves
Während die Optik zwiespältig daher kommt - immerhin sorgen zahlreiche Lichteffekte zum Beispiel eines Flammenschwertes oder einer Feuersäule durchaus für staunende Ausblicke, die 2D-Charaktere und oftmals grobe Pixel aber für ein ernüchterndes Erlebnis - so herrscht zumindest in der soundtechnischen Untermalung einheitliche Stille. Allzu viele Musikstücke begleiten nicht gerade das Abenteuer durch die zahlreichen labyrinthartigen Gänge und Höhlen, vielmehr sollen Naturgeräusche eine beklemmende Stimmung herauf beschwören. So bekommt man quasi die ganze Zeit nichts weiter als einige Schaltergeräusche, wildes Gebrüll und ein paar mal das klirren der Waffen aufs Ohr. Dass dies durchaus in einigen Spielen sehr gelungen herüber kommen kann, wollen wir nicht bestreiten! Bei "Orcs & Elves" wirkt die minimalistische Soundkulisse aber ziemlich öd und gähnend langweilig. Hier hätte man durchaus mehr machen müssen.
