Für Gelegenheitsspieler sicher zu anstrengend, doch wer es gerne etwas verzwickter hat sollte einen Blick riskieren.
Outcry: Die Dämmerung
Die an sich faszinierende Story wird dadurch - Ironie des Schicksals - immer mehr zur Nebensache und verliert zunehmend an Bedeutung, da man aufgrund der bockschweren Rätsel und umständlichen Suchereien kaum noch zum Nachdenken über die eigentliche Handlung kommt. Der Spielfluss leidet deutlich darunter. In Kapitel 2 kommen wir plötzlich nicht mehr von der Stelle (ein Bug?), weil das Wohnzimmer auf einmal nicht mehr richtig begehbar ist. Überhaupt fällt die Steuerung in "Outcry - Die Dämmerung" sehr umständlich aus. Von Punkt A nach B gelangt man in den seltensten Fällen direkt. Es bedarf meist Umwege über C und D, ein Ärgernis, das bereits beim Genre-Kollegen "Barrow Hill" auftrat und dort für erheblichen Unmut sorgte. Immerhin verändert sich der Cusor in ein entsprechendes Symbol, wenn einzelne Aktionen möglich sind. Per Tatendruck lassen sich die Bibliothek (Texte, Zeichnungen u.ä) am oberen und das Inventar (Gegenstände) am unteren Bildschirmrand einblenden. Lob verdient die (deutsche) Synchronisation. Zwar tauchen im gesamten Spiel nur sechs Sprecher auf, die meisten davon geben zudem nur ein kurzes Gastspiel, aber mit Gordon Piedesack (er spricht den verschwundenen Wissenschaftler) wurde eine erstklassige Stimme verpflichtet. Im Zusammenwirken mit der stimmungsvollen Musik (einer Mischung aus Geigen- und Klavierspiel) trägt er wesentlich zum positiven akustischen Gesamteindruck von "Outcry" bei.
