Parasite Eve: The 3rd Birthday im Gamezone-Test

Test Van_Helsing

Auch im dritten Teil können wir mit der sexy Aya den Twistern wieder gehörig einheizen.

Blutiges Sex and the City

Parasite Eve: The 3rd Birthday Parasite Eve: The 3rd Birthday Damit Square Enix ihrem Steckenpferd, dem Rollenspiel, nicht ganz den Rücken kehren, haben die Entwickler dem Thrid-Person Shooter Element zumindest mal ein Charakter-Aufbau- oder auch Verbesserungssystem spendiert. Die durch die Overdive Angriffe erbeuteten OE-Chips dürft ihr in Ayas DNA einsetzen, um so ihren Statuswerten einen gehörigen Schub nach vorne zu verpassen. Um nicht in die Bredouille zu kommen, Aya ggf. eine ungünstige Skillung zu verpassen, können schon eingesetzte Chips durch andere, neue OEs ersetzt werden. Auch das Zusammenfügen gleicher Chips ist grundsätzlich möglich, so dass bestimmte Werte noch etwas mehr gepusht werden.

Parasite Eve: The 3rd Birthday Parasite Eve: The 3rd Birthday Das optisch wahrzunehmende an Aya ist natürlich das Aussehen selbst. Wohl überlegte und klug zusammen gestellte Outfits sowie zugehörige Einzelteile sorgen dafür, dass ihr mit Aya um einiges besser gegen die Angriffe der Twisted geschützt seid. Damit auch das vorzugsweise männliche Auge noch etwas mehr zu sehen bekommt, und man irgendwie auch dem Leitspruch "Sex sells" ein Stück weit gerecht wird, müsst oder solltet ihr Aya nicht immer bis unters Kinn zugeknöpft in die Schlacht ziehen lassen. Ihr werdet staunen wie viele, doch sehr freizügige Outfits es zu finden gibt - die allerdings nicht immer ganz in der Lage sein werden ihre Pflicht in Sachen Schutz zu erfüllen. Wem dennoch der der Sinn danach steht, kann Aya z.B. in Strapsen oder in einem feschen Bikini durch die Straßen von New York schlendern lassen und versuchen sich den Gegner zu stellen. Ob man mit so wenig Stoff allerdings erfolgreich ist, bleibt mal dahingestellt. Sehenswert ist es jedoch allemal und vielleicht hilft der Gedanke dabei, dass man sich auf diese Weise einen optischen Schwierigkeitsgrad auferlegt hat.

Parasite Eve: The 3rd Birthday Parasite Eve: The 3rd Birthday Sehenswert sind auch die zahlreich vorhandenen, gerenderten Zwischensequenzen, welche Square Enix typisch, ohne jeden Zweifel von ausgezeichneter Qualität sind. Darüber hinaus wird in den cineastischen Einlagen die ansprechende Story gekonnt weiter erzählen. So sei an dieser Stelle auch erwähnt, dass das Spielgeschehen bei Weitem nicht so aalglatt ist, wie es zu Beginn vielleicht erscheinen mag. So gerade des Spektakel auch erscheinen mag, so kurvig sind am Ende doch die Erlebnisse, die ihr mit Aya haben werdet. Leider kann, vor allem im Vergleich mit den Sequenzen, die gebotene Ingame-Grafik nicht mithalten. Das meiste wirkt sehr trist, größtenteils einfach nur grau in grau, so dass sich viele Areale auf den ersten Blick sehr gleichen; Abwechslung, sofern man sie finden will, muss man suchen. Immerhin musste sich die Deutsche USK-Version keiner Schnittbehandlung hinsichtlich des vielen Blustes, das zweifelsfrei enthalten ist, gefallen lassen. Sowohl in den Zwischensequenzen als auch im Spiel selbst werdet ihr Literweise roten Lebenssaft finden. Auch bei diversen Splatter-Einlagen, wenn z.B. Menschen, die einem Twisted zu nahe gekommen sind, platzen, gehören dunkelrote Fontänen zum Erscheinungsbild.

Parasite Eve: The 3rd Birthday Parasite Eve: The 3rd Birthday Wenn die Ingame-Grafik nicht wirklich überzeugen kann, so können es zumindest die Bewegungsabläufe, auch wenn Aya manchmal etwas bockig ist. Gern wird sie euch Widerstand leisten, wenn ihr mit ihr die Deckung verlassen wollt. Sonst allerdings erweist sich Aya als willige Gesellin, die brav die Routen marschiert, die ihr vorgebt. Sehr gut gelungen ist außerdem die akustische Untermalung des Geschehens. Stimmiges und kräftiges Kampfgetümmel, ein überaus hörenswerter Soundtrack und kompetente Sprecher geben sich die Klinke in Hand; Was will man in diesem Fall noch mehr?! Vielleicht eine deutsche Tonspur? Leider wurde auch bei Parasite Eve 3rd Birthday in der Rubrik Lokalisierung eingespart. So ist nicht nur die Sprachausgabe komplett in Englisch gehalten, sondern auch alle Texte bekommt ihr nur in englischer Sprache geboten. Wer grundlegend über Schulenglisch verfügt, sollte mit den Texten an sich kein Problem haben. Beim Versuch der Story zu folgen, könnte es dennoch etwas happig werden, denn einiges wird nicht untertitelt, so dass hören und verstehen angesagt ist. Erschwerend kommt hinzu, dass die Story mitunter sehr verwirrend gestrickt ist und es viel an Information zu verdauen gibt.

Für angehende Wiederholungstäter, sprich Spieler, die mit Aya mehr als nur eine Runde durch New York drehen wollen noch ein kleiner Hinweis zum Schluss: Spielt ihr das dritte Abenteuer mehrfach durch, bekommt ihr nicht nur neue Waffen für einen weiteren Spieldurchlauf, sondern auch nette Gimmicks, wie z.B. zusätzliche Filmsequenzen spendiert. In denen dürft ihr mit Aya u.a. duschen gehen - wenn das mal kein Anreiz ist.

Meinung

Wertung zu Parasite Eve: The 3rd Birthday (PSP)

Wertung:

8.5 /10
Pro & Contra
sehr schöne gerenderte Zwischensequenzengute Animationenwunderbare Soundbegleitung = gelungene Musik und ambitionierte Sprechersehr gute, sehr viel vorhandene taktische Elementeviele verschiedenen Spezialfähigkeitensehr gut erzählte Story mit ein paar Irrungen und Wirrungensehr gute Sprachausgabe; allerdings nur in Englisch vorhandensexy AyaWiederspielwert gegeben durch immer wieder freispielbare Goodies & Extrasgute Mischung aus RPG und Third-Person-Shootergelungene Steuerung
lineares und eintöniges Leveldesign (Schlauchlevel mit wenig bzw. gar keiner Abwechslung)nicht lokalisiert; keine deutsche Sprachausgabe (Wort/Text) vorhandenRollenspielanteil wirkt partiell etwas aufgesetzt
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