Der Titel hat keinen Grund sich hinter den gängigen und großen MMORPGs zu verstecken - ganz das Gegenteil ist der Fall.
Jeder hat seine eigene Welt
So gleich sich die verschiedenen Rassen in ihrem Start- als auch Aufbauverhalten präsentieren, so unterschiedlich sind ihre Umgebungen. Magier, Biester als auch Menschen haben ihre eigenen Territorien, in denen ihr das Spiel auch beginnt. Passend dazu auch die sogenannten "Secure Zonen", in denen euch nichts passieren kann (gültig im Übrigen für die Solo- als auch die PvP-Geschichte). In diesem Umfeld findet ihr auch euren Rassen-Elder, der euch mit nützlichen Tipps in die "Perfect World" einführt. Neben zahlreichen Erklärungen, so gut wie alle in deutscher Sprache abgefasst, bekommt ihr auch vom Elder die ersten Quests aufs Auge gedrückt. Diese sind für euch überaus wichtig, startet ihr gemeinhin ohne Rüstung und Co. in "Perfect World" durch. Erst mit Erreichen von Level 2 seid ihr in der Lage Rüstungen zu tragen und damit weitere Aufgaben entgegen zu nehmen.
Perfect World
Nicht nur für den Anfang sondern auch für den weiteren Verlauf in der Solokampagne gilt, dass ihr euch vorzugsweise in eurem eigenen Gebiet aufhaltet und den anderen Rassen wenig bis gar nicht über den Weg lauft. Jedes dieser Areale hat seine eigene Landschaft und vor allem auch seine eigenen Gegner - von ganz klein bis hin zu ganz groß und - zumindest bei Beginn - unbesiegbar. D.h. ihr müsst euch gemäß eurem erspielten Level in den Bereichen bewegen, mit allen möglichen Leuten - den NPCs (Non-Playing Character) - sprechen, deren Aufgaben und Informationen an- und mitnehmen und daraus resultierend könnt ihr dann auch die entsprechenden Widersacher bekämpfen. Getreu dem Motto "Stück für Stück" werdet ihr so mit jedem erreichten Aufstieg größere als auch andere Opponenten zur Strecken bringen können.
Habt ihr dann eure eigene Welt sozusagen abgegrast, warten natürlich auch in den Arealen der anderen Rassen Aufgaben und Widersacher, die von euch besiegt werden können. Seid ihr allerdings auf dem Solopfad unterwegs, könnt ihr nur die verschiedenen Gegnertypen der anderen Rassegebiete erledigen. Ein Angriff auf die dort ansässigen Kulturen ist nicht möglich. In diesem Zusammenhang sei noch angemerkt, dass ihr - solltet ihr einmal das Zeitliche segnen - werdet ihr von eurem Sterbepunkt aus in der am nächsten gelegenen Stadt wiederbelebt.
Zu Lande, zu Wasser und in der Luft
Perfect World
Wie bei den zur Verfügung stehenden Rassen bietet sich dem Spieler auch eine abwechslungsreich gestaltete Landschaft. Es spiel dabei auch keine Rolle, welche der drei Arten ihr zu der euren macht, denn die liebe- als auch sehr fantasievoll gestalteten Umgebungen bekommt ihr garantiert zu Gesicht. Zu Beginn ist das Unterfangen alles sehen zu wollen durchaus als mühselig zu beschreiben. Immerhin müsst ihr euch auf eure läuferischen Fähigkeiten besinnen - zumindest dann, wenn ihr euch für die menschliche oder tiermenschliche Rasse entschieden habt. Bei diesen beiden Gruppen dauert es eine ganze Weile - bis Level 30 - dass ihr Fähigkeiten wie das Fliegen und Schwimmen nutzen könnt. Durchaus allerdings ein ehrbares Ziel, welches es zu erreichen gilt, da sich damit auch neue Varianten im Spielgeschehen auftun. Die Angehörigen der elfischen Rasse hingegen sind von Anfang an in der Lage zu fliegen oder zu schwimmen. Es ändert allerdings nichts daran, dass auch die zarten Geschöpfe des Waldes ihren normalen Weg des Aufbaus gehen müssen.
Wenn euer Alter Ego die Levelgrenze - gültig für Mensch und Biest - erreicht hat, werdet ihr auch in das Vergnügen kommen die gestellten Quests zu Lande, zu Wasser und in der Luft auszufechten. Kämpfe auf festem Untergrund stellen selbstverständlich keine große Herausforderung dar - es sei denn, ihr legt euch mit einem Gegner an, der Level-technisch weit über euch angesiedelt ist. In schwindligen Höhen oder in der ozeanischen Tiefe sieht es dagegen schon wieder anders aus. Vor allem beim Luftkampf werdet ihr euch nicht nur auf euch selbst verlassen müssen. Fliegende Gesellen werden euch an die Seite gestellt werden, mit denen ihr in höheren Gefilden euren Kampf bestehen könnt. Wie bereits erwähnt, braucht es dafür Level 30. Habt ihr diese Grenze erreicht, können fliegende Freunde erkoren, ausgebildet und in den Kampf mitgenommen werden.
Abwechslungsreiche chinesische Mythologie
Perfect World
Drachen und ähnliche Wesen mehr, die gerne mit der chinesischen Mythologie in Verbindung gebracht werden, sind eher selten bis gar nicht vorhanden. Dennoch so sind die fernöstlichen Einflüsse in "Perfect World" nicht von der Hand zu weisen. Immerhin ist die Erd-Entstehung auf den Mythos rund um die Figur "Pango" zurückzuführen und maßgeblich für die Gestaltung der "Perfect World" Welt verantwortlich. Egal in welchem Areal ihr euren Startpunkt haben werdet, es finden sich abwechslungsreiche und hübsch gestaltete Umgebungen, die zum Entdecken, Erforschen und Durchwandern einladen. Die jeweiligen Bereiche sind richtig groß ausgefallen und wissen durch ihre Verschiedenheiten zu überzeugen. Fantasievolle, überdies auch sehr unterschiedliche Städte und Dörfer laden zum Verweilen ein. Die dazwischen liegenden Landstriche wissen gleichfalls zu gefallen und präsentieren sich sehr abwechslungsreich. Wiesen- und Waldareale wechseln sich mit Wüsten- und Sumpfgebieten ab. Dazwischen mogeln sich wiederum Gebirgszüge und Schneelandschaften. Um das Portfolio an Umgebungen abzurunden, dürfen große Meere und ihre zugehörigen Unterwasserlandschaften natürlich nicht fehlen. Passend dazu erlebt ihr Regen- und Schneewetter sowie Tages- und Nachtwechsel.
Vielfalt statt Details
Sämtliche im Spiel enthaltenen Umgebungen überzeugen durch ihre Vielfalt. Das dabei ein gewisser Detailgrad auf der Strecke bleibt, kann getrost verschmerzt werden. Auch die bisweilen verwaschenen Texturen fallen dabei nicht mehr wirklich ins Gewicht. Durch das Vornehmen passender Einstellungen im Menü, dass jederzeit im Spiel aufgerufen werden kann, ist sogar noch Boden gut zu machen und man verpasst der Optik auf diese Art einen recht sauberen Anstrich. Auch wenn die Figuren mit vielen Ausstattungsmerkmalen punkten, im Detail besehen erkennt man verschiedenste Kleinigkeiten dann doch nicht mehr. Ebenfalls ein wenig hart sind die Animationen ausgefallen, bewegen sich die Charaktere leicht holzig und wirken damit eher ungelenk. Mag das dem Biest vielleicht noch gut zu Gesicht stehen, eine Elfe mit der Anmut eines Tischbeins erscheint dann schon etwas komisch. Nichts desto weniger kann man den Entwicklern nicht vorwerfen keine Fantasie an den Tag gelegt zu haben. Vor allem die begleitenden Wesen, welche u.a. geritten oder für einen fixen Flug her genommen werden können, überzeugen. Viele Farben und noch mehr verschiedene Wesen stehen hier zur Auswahl und warten darauf von euch entdeckt zu werden.