Persona 5: The Phantom X im Test - Freizeit & Metaverse

Test Annika Menzel
Persona 5: The Phantom X im Test - Freizeit & Metaverse
Quelle: PC Games

Es gibt einfach keine Ruhe für Persona 5, obwohl es sich die Phantomdiebe langsam verdient hätten: Mit The Phantom X ist kürzlich das nächste Spin-off erschienen. Wir haben das Gacha-Spiel in unserem Test unter die Lupe genommen.

Da mit der Zeit weitere Inhalte und Kapitel für das Spiel veröffentlicht werden sollen, mag sich das in der Zukunft vielleicht noch ändern. Zum jetzigen Zeitpunkt kann der Mobile-Ableger erzählerisch allerdings nicht mithalten - eine Herausforderung, die Persona 5 Strikers und auch Tactica besser bewältigt haben.

Alltagsstress in Shibuya

Trotz des hohen Stellenwerts geht es letztendlich aber nicht nur um die Geschichte, sondern auch um das Gameplay. Und was macht man in The Phantom X so den lieben langen Tag? Na ja, im Grunde das gleiche wie in Persona 5!

Nach der Schule könnt ihr euch für verschiedene Aktivitäten entscheiden und unter anderem einen Abstecher ins Metaverse machen, einem Nebenjob nachgehen oder euch mit anderen Charakteren treffen. Dadurch verbessert ihr eure Beziehungen, eure Skills und habt einfach ein bisschen Spaß in eurer Freizeit.

Der Großteil des Spiels besteht zu Beginn allerdings aus Dialogen und Videosequenzen - vorausgesetzt, ihr hört euch alles aufmerksam an. Klickt ihr euch schneller durch die Gespräche oder überspringt sogar manche, kommt ihr deutlich schneller voran.

Ein Gespräch zwischen Lufel, Motoha und dem Protagonisten aus Persona 5: The Phantom X Quelle: PC Games Dieses Mal folgt euch keine Katze auf Schritt und Tritt, sondern eine Eule namens Lufel. Reden kann sie aber genau so viel wie Morgana. Wir haben alle Dialoge automatisch durchlaufen lassen und dadurch ungefähr acht Stunden gebraucht, bis wir uns zum ersten Mal so richtig frei durch den Palast bewegen konnten. Am Anfang braucht ihr also viel Geduld, was wir doch ziemlich paradox fanden.

Denn zum einen wirkt das Spiel zu Beginn sehr gehetzt, da es euch mit neuen Informationen und Tutorials geradezu überhäuft und die Lage schnell eskalieren lässt. Zum anderen wird alles nochmal lang und breit in Gesprächen durchgekaut, vor allem durch euren Eulenbegleiter.

Der kann nämlich einfach nicht den Schnabel halten und dreht sich in seinen Monologen gerne mal im Kreis. Wenn ihr Persona 5 gespielt und dadurch ein Grundwissen über die Welt habt, braucht ihr bei vielen Unterhaltungen in den ersten Stunden im Grunde überhaupt nicht aufpassen.

Willkommen im Metaverse

Das ist gepaart mit den vielen übernommenen inhaltlichen Elementen sehr schade, da die Handlung eine der großen Stärken der Persona-Reihe ist. Wenn ihr dann doch mal euren freien Willen nutzen und euch herumtreiben dürft, erwartet euch im Metaverse das gewohnte Programm.

Ein Kampf in Persona 5: The Phantom X Quelle: PC Games Das Kampfsystem ist sehr ähnlich zu dem von Persona 5, allerdings etwas simpler. Ihr infiltriert einen Palast, bringt dabei mehr über die Beweggründe eines Gegners in Erfahrung und arbeitet euch von Safe Room zu Safe Room vor, bis ihr den Schatz lokalisiert habt. Dabei müssen natürlich auch einige Rätsel gelöst werden, allerdings werden euch die Lösungen durch entsprechende Markierungen direkt vorweggenommen.

Sorglos herumspazieren dürft ihr im feindlichen Gebiet aber natürlich nicht. Stattdessen warten immer mal wieder Schatten auf euch, die ihr besiegen müsst. Das Kampfsystem ist im Grunde eine simplere Version von dem, was wir aus Persona 5 kennen.

Jede Persona weist ein Element auf, mit dem sie angreifen kann. Außerdem verfügt jedes Teammitglied über eine Nah- und eine Fernkampfwaffe. Neben der gewohnt stylishen All-Out-Attack kann jeder Charakter zudem einen besonderen Move ausführen, der uns an die Showtime-Angriffe aus der Royal-Version erinnert hat.

Für erfahrene Phantomdiebe ist das also alles nicht neu und leicht zu beherrschen. Die etwas abgespeckte Variante sorgte bei uns allerdings auch dafür, dass die Kämpfe ruckzuck vorbei waren - da hätten wir uns ein paar mehr Gegner im Metaverse gewünscht, um das Ganze etwas interessanter zu gestalten.

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