Die Soundkulisse darf man als gediegen bezeichnen. Sie passt zum Spiel und den jeweiligen Situationen, birgt aber keinerlei Überraschungen fürs Ohr. Dafür wurde von der technischen Seite her alles getan um ein "Rundherum-Erlebnis" zu schaffen. Das Intro und die Zwischensequenzen erklingen genauso wie das ganze Game auch in DolbyDigital.
Vom Gameplay darf man keine Überraschungen erwarten. Es macht zwar durchaus Spaß abwechselnd an Land und auf dem Meer zu agieren, allerdings geht es im Grunde wieder nur darum, sich Stück für Stück entsprechende Schlüssel zu besorgen um bestimmte Kisten öffnen zu können in denen dann wiederum Gold, Heiltränke oder weitere Items enthalten sind die wir zum Fortkommen benötigen. Belohnt wird man mit kurzen Zwischensequenzen welche die Story hinter der Ermordung des Vaters erzählen.
"Pirates - The Legend Of Black Cat" ist ein nettes Aktion-Adventure mit so manchem Bonus, welches sich in der Xbox-Version der leidigen PS2-Grafikschwächen entledigen konnte. Der Spielablauf ist linear und sorgt auf so mancher Insel für langwieriges Suchen nach vergrabenen Schatzkisten, die sich nur durch ein kurzes schütteln des Pads beim darüber laufen bemerkbar machen, was den besonderen Spürsinn unserer Heldin darstellen soll, in der Praxis aber eher für Frust sorgt. Trotzdem birgt die Kombination der beiden Aktion-Modi, Schiff und Land, einen gewissen Spielspaß und lässt hin und wieder richtiges Piraten-Feeling aufkommen. Damit siedelt sich "Pirates - The Legend Of Black Cat" im Mittelfeld der Aktion-Adventures a la "Tomb Raider" oder "Indiana Jones" an. Liebhaber dieses Genres sollten also unbedingt einmal einen Blick riskieren.
