Kann Pokémon Heartgold / Soulsilver dem Klassiker gerecht werden und ihm neues Leben einhauchen?
Bunte Farben und fröhliche Klänge
Pokémon Goldene Edition HeartGold
Bei einer Neuauflage eines Spiels, das fast zehn Jahre auf dem Buckel hat, ist es klar, dass sich grafisch sehr viel getan haben muss und dass es total anders aussieht als damals. Das ist auch bei Heartgold/Soulsilver der Fall. Während früher ein tristes Grau vorherrschte, Details Mangelware darstellten und Animationen Luxus waren, sieht das heute ganz anders aus. Es gibt knallig bunte Farben, die Welt von Johto strotzt nur so vor kleiner Details (umherwehende Blätter, flackernde Laternen) und Animationen gibt es (wenn auch nicht die besten) ebenfalls. Das ist aber seit Diamant/Perle ein alter Hut. Ebenso die integrierte 3D-Grafik, die beispielsweise für hübsche dreidimensionale Gebäude sorgt. Größtenteils herrscht aber eine 2D-Grafik vor. Auch die musikalische Untermalung ist nicht unbedingt zeitgemäß. Das hört man besonders an den "Stimmen" der Pokémon, die noch immer sehr blechern und teilweise wirklich furchtbar klingen. Die Melodien sind zwar ganz ok, aber irgendwann gehen sie einem dann doch auf den Wecker. Dafür kann man in Sachen Bedienbarkeit nichts meckern. Die eigene Figur wird mit dem Steuerkreuz gelenkt und Kämpfe finden auf dem Touchscreen (wahlweise aber auch mit Steuerkreuz und Buttons) statt. Man kann per Stylus sehr komfortabel durch die Menüs navigieren und auch sonst wirkt alles durchdacht und einwandfrei. Besondere Highlights oder Innovationen bietet die Steuerung allerdings nicht. Auch der PokéWalker ist unkompliziert zu bedienen.
