Prince of Persia im Gamezone-Test

Test Peter Grubmair

Ein neuer Prinz mit neuer Begleitung in komplett neuem Ambiente, der uns voll und ganz überzeugen konnte.

No Killing!

Prince of Persia Prince of Persia Wohl um eine Alterfreigabe ab 12 Jahren zu erhalten, vielleicht aber auch wegen moralischer Bedenken, gehört das neue Prince of Persia zu den "No Killing"-Spielen. So viele Kämpfe wir auch durchzustehen haben, nie wird irgendwer getötet, nicht die Gegner und erst recht nicht unser Prinz oder Elika. Denn die Gegner flüchten kurz bevor sie sterben würden, was auch in der Geschichte so verankert ist und einen Grund hat, und unser Prinz wird grundsätzlich von Elika gerettet, wohingegen sie selbst einfach so flink ist, dass ihr nichts geschehen kann. Das mag so manchen Spieler vielleicht nicht gefallen, dem Gameplay aber tut das keinen Abbruch. Denn ob am Ende eines Kampfes jemand tot am Boden liegt oder flüchtet, ändert am Kampf und dem Spielerlebnis selbst nichts.

Prince of Persia Prince of Persia Doch auch ein so hervorragendes Spiel wie Prince of Persia bietet natürlich Kritikpunkte. So zieht sich das Spiel zum Ende hin doch etwas und mangelt vielleicht ein bisschen an Abwechslung. Dafür bekommen wir aber im Gegenzug eine Spielzeit von gut 15 Stunden und mehr geboten, was in der heutigen Zeit schon etwas Besonderes darstellt. Doch auch der Anfang zieht sich etwas, die ersten zwei bis drei Stunden meint man nun schon das ganze Spiel zu kennen, doch rechtzeitig kratzt es dann noch die Kurve und es werden uns sogar diverse mechanische Rätsel geboten und so manche Überraschung. Diese aber sind, wie auch das komplette Spiel, nicht zu anspruchsvoll, weswegen man das Game, freundlich ausgedrückt, als absolut frustfrei bezeichnen kann. Denn die Steuerung selbst ebenso wie das Kampfsystem hinterlässt des öfteren den Eindruck als würde vieles halbautomatisch ablaufen. Das ist gut, weil es ein sehr flüssiges Spiel gestattet, aber schlecht, weil es dem Spieler auch viel seiner Freiheit nimmt. Es kommt also auf die persönliche Sichtweise an ob man sich darüber freuen oder ärgern kann.

Spezielles zur PC-Fassung

Vom Spiel her gleicht die PC-Fassung den Konsolen-Versionen wie ein Ei dem anderen. Sehr angenehm dabei sind die recht moderaten Hardware-Anforderungen, selbst mit einer Nvidia 7800 konnten wir bei mittleren Details angenehm spielen. Und wie inzwischen schon bekannt sein dürfte, verzichtet Prinze of Persia auf dem PC komplett auf irgendwelche lästigen Kopierschutzmechanismen. Nicht einmal die original DVD muss sich zum Spielen im Laufwerk befinden.

Prince of Persia Prince of Persia Der größte Unterschied verbirgt sich natürlich in der Steuerung, denn wie am PC zu erwarten, lässt sich das komplette Game mit Maus und Tastatur spielen, insofern wir den Xbox 360-Controller nicht vorziehen, der natürlich ebenfalls unterstützt wird. Benutzen wir diesen, greifen wir auf exakt dasselbe Steuerungsschema wie auf den Konsolen zurück, entscheiden wir uns hingegen für Maus und Tastatur, wird's etwas komplizierter. Derweil orientiert sich die grundlegende Bewegungssteuerung am ASDW-quasi-Standard, für die X und Y-Taste am Gamepad aber müssen die R und E-Taste am Keyboard herhalten. Dadurch werden die Kämpfe selbst etwas komplizierter, einfach weil man Maus und Tastatur gleichzeitig benutzen muss, wo am Gamepad ein Daumen reicht. An dieser Stelle merkt man einfach, dass die Steuerung auf das Pad hin optimiert wurde. Dies fällt ebenfalls an den Stellen auf, wo die Kamera fest an bestimmten Stellen hängen bleibt und wir unseren Prinzen und Elika praktisch aus der Vogelperspektive aus steuern. Denn dort können wir mit der Tastatur nur in 45 Grad Schritten gehen, wohingegen wir mit dem Analogstick am Pad wirklich jeden Winkel einschlagen können. Dafür funktioniert das Umsehen mit der Maus recht gut und flott, was an mancher Stelle recht praktisch sein kann, beispielsweise wenn es darum geht einem Gegner rechtzeitig zu entkommen.

Meinung

Wertung zu Prince of Persia (PC)

Wertung:

8.8 /10
Pro & Contra
Hervorragende Soundkulisseebenso gelungene deutsche Synchronisierungder Wortwitzdie Zusammenarbeit der beiden „Blaublütler“in der Bewegung ebenso wie beim Kampfdie lebensecht wirkenden Animationendas „Aufblühen“ der Weltenabsolut frustfreidie Spielzeit von 15 Stunden und mehr
Zieht sich zum Ende hin etwasder grafische Stil verschleiert die Detailarmut an mancher Stelledas überhand nehmende Sammeln der Lichtkeimemancher Spieler wird die vielen Halbautomatiken nicht mögen
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