Auch in diesem Jahr kann Pro Evolution Soccer auf der PSP die Konkurrenz in die Schranken verweisen.
Verbindung zur großen Schwester
In der 2009er Version habt ihr auch wieder die Möglichkeit die Spieldaten zwischen eurer Playstation 2 und der Playstation Portable auszutauschen. Wieder könnt ihr in allen Wettbewerben zwischen der Playstation 2 und Playstation Portable hin und her zu wechseln. Startet ihr auf der heimischen Konsole z.B. mit Manchester United in der englischen Liga, so könnt ihr ganz einfach via Datenaustausch die Spieldaten auf die mobile Playstation übertragen und auf dem Weg zur Schule, Arbeit, etc weiterzocken. Dieses Feature wurde in der Vergangenheit zwar schon des Öfteren auch in anderen Spielen angeboten, aufgrund der abnehmenden Bedeutung der Playstation 2 ist die Integrierung immer seltener geworden - umso erfreulicher, dass Konami auch in dieser Version nicht auf das Feature verzichtet hat.
Pro Evolution Soccer 2009
Auch wieder im Spiel ist der schon bekannte Editor: Dank der relativ wenigen lizenzierten Mannschaften dürft ihr hier selbst Hand anlegen - Ihr dürft so ziemlich alles verändern, was an den (nicht originalen) Mannschaften zu verändern ist. Egal ob Trikot, Hose, Schuhe oder gleich die Namen der Ligen, Mannschaften oder Spieler lassen sich editieren - sogar die Wappen der Teams könnt ihr nach euren eigenen Wünschen gestalten. Wem das allerdings zu aufwendig ist und schon die 2008er-Version für die Playstation Portable besitzt, kann die Daten aus dem Vorgänger übernehmen. Habt ihr also schon in Pro Evolution Soccer 2008 die deutsche Bundesliga samt allen Daten kreiert, könnt ihr diese nun vom Memory-Stick importieren.
Die Online-Premiere mit einigen Problemen
Während Konami mit der Konsolenversion des letztjährigen Vertreters PES 2008 ordentlich Schelte für den vermurksten Onlinemodus bekam, wurde PSP-Besitzern bis zum aktuellen 09er-Teil gleich der ganze Modus vorenthalten. EA ermöglicht in seinen PSP-Versionen der FIFA-Reihe bereits seit dem 06er-Teil den so genannten "Infrastructure"-Modus. Pro Evolution Soccer 2009 bietet nun auch erstmals auf dem Handheld die Möglichkeit gegen andere Spieler aus Europa anzutreten. Euren Account legt ihr ganz einfach über einen Namen und ein Passwort fest - ihr müsst euch nicht erst extra wie bei FIFA für ein System á la "EA Nation" anmelden. Konami hat im ersten PES-Onlinemodus auf der PSP insgesamt drei Server mit je 1000 Plätzen zur Verfügung gestellt. Dabei ist es euch aber lediglich erlaubt gegen europäische Spieler anzutreten.
Das eigentliche Spiel läuft aber trotz der Beschränkung auf den europäischen Raum nie wirklich flüssig ab. Gerade in 1:1 Situationen stottert das Geschehen und so bleibt euch so manches Mal ein fairer Zweikampf verwehrt. Die Onlinepartien sind keineswegs unspielbar, ist müsst aber halt mit derartigen Problemen leben. Man kann nur hoffen, dass Konami da vielleicht noch nachbessert - denn ansonsten muss man definitiv von einer misslungenen Onlinepremiere auf der PSP sprechen.
Präsentation stagniert weiterhin
Pro Evolution Soccer 2009
Speziell die PSP hatte mit den letzten drei Ablegern im Vergleich zu den Konsolenversionen immer mit Abstrichen bezüglich Technik, Gameplay und Umfang leben müssen. Dies haben die Entwickler leider auch in diesem Jahr beibehalten: PSP-Besitzer haben wieder einmal nur die Wahl zwischen zwei verschiedenen Rasentypen und wiederholt lediglich einem Stadion. Genauso fehlt wie auch schon wie im Vorgänger fast gänzlich der Kommentar - Nur bei Toren ertönt ein kurzer Ausruf des Kommentators... ansonsten Totenstille seinerseits. Warum Konami es nicht schafft endlich einmal einen anständigen Kommentar zu integrieren, wissen wohl nur sie selber, denn an den Fähigkeiten der PSP kann es nicht scheitern - hat doch EA seit Beginn bewiesen wie es geht. Beim restlichen Sound kann Pro Evolution Soccer 2009 zumindest in punkto Stadionatmosphäre mit den großen Brüdern auf Konsole und PC mithalten.
Die Zuschauer begleiten eure Aktionen auf dem Spielfeld auch dieses Mal euphorisch und realistisch, was aber auch schon im Vorgänger der Fall war. Erstmals seit dem ersten PSP-Ableger "PES 5" begegnen euch aber keine Slow-Downs mehr - zumindest im Offlinespiel. In den Vorgängern gab es bei einer besonders hohen Spieleranzahl auf dem Bildschirm regelmäßig spürbare Verlangsamungen des Spielgeschehens. Hinsichtlich der Steuerung hat sich Konami ebenfalls am Vorjahresmodell vergriffen, was aber nicht weiter schlimm ist. Denn die Steuerung funktioniert via Analog-Nub sehr angenehm und kann traditionell auch nach den eigenen Wünschen gestaltet werden.
