Quake 4 (dt.) im Gamezone-Test

Test GreenAcid

Man stelle sich Quake 2 mit der bombastischen Hammer-Grafik von Doom 3 vor - so einfach könnte man dieses Spiel beschreiben.

Ein grafisches Beben der Stärke 9

Quake 4 (dt.) Quake 4 (dt.) Natürlich geht es bei einem neuen Spiel mit dem kultigen ID-Logo auf der Packung zu großen Teilen auch um die Technik. Das Team von Raven Software hat selbstverständlich mit der spektakulären "Doom 3"-Grafikengine gearbeitet, diese allerdings noch um einiges mehr ausgereizt. Zudem wurde der einzigartige Look von "Quake 2" erfolgreich in die neue Grafikdimension umgesetzt: Dem Kenner fallen sofort die gelb-roten Bodenbeleuchtungen in den Gängen auf und sogar die eine oder andere Stelle wird alten Hasen in Sachen Architektur bekannt vorkommen. Auch die neuen Außenlevels können überzeugen - ihr schleicht in "Quake 4" also nicht nur in düsteren Gängen herum, sondern dürft auch hin und wieder frische Luft schnuppern. Generell macht der neuste Spross der Serie - trotz des sehr ähnlichen Looks - eine wesentlich hellere und optisch elegantere Figur als seinerzeit "Doom 3". Dabei sorgt die enorm realistische Ausleuchtung von Charakteren und Umgebung auch in diesem Spiel für reihenweise offene Münder vor dem Bildschirm. Hinzu kommt diese wunderbar detailverliebte Levelarchitektur, die eigentlich keine einzige Oberfläche wie eine langweilige Texturtapete erscheinen lässt und stattdessen mit verschnörkelten Rohren, Gittern und Einbuchtungen für Begeisterung sorgt. Auch die Gegner sind nicht weniger detailliert ausgefallen und ganz besonders die riesigen Endgegner sind so ziemlich das Spektakulärste, was wir jemals auf unserem Bildschirm gesehen haben. "Quake 4" ist genau wie "Doom 3" ein Spiel, das man zu großen Teilen aufgrund seiner Grafikpracht durchspielen möchte. Doch "Quake 4" hat aus den vielen Fehlern seines indirekten Vorgängers gelernt und fesselt überraschenderweise auch spielerisch an den Bildschirm.

Quake 4 (dt.) Quake 4 (dt.) Natürlich erfordert ein derart aufwendiges Polygonballett auch eine ziemlich aktuelle Hardwarekonfiguration: Ohne Grafikkarte der aktuellsten Generation sollte man hier gar nicht erst anfangen, viele Spezialeffekte und Shader-Spielereien sind sonst nämlich gar nicht zu sehen. Als Faustregel gilt allerdings: Wenn bei euch "Doom 3" ordentlich gelaufen ist, wird es mit Sicherheit auch "Quake 4" tun. Die Soundkulisse des Spiels ist erwartungsgemäß dem Vorgänger sehr ähnlich: Die Waffengeräusche sind ziemlich knackig und auch die Umgebung wirkt mit glaubhaften Soundeffekten sehr atmosphärisch. Den größten Pluspunkt heimsen in dieser Hinsicht allerdings die Sprecher der einzelnen Charaktere ein und setzen die Mitglieder des Teams militärisch korrekt und sehr gut gelungen in Szene. Etwas mehr Musik hätten wir uns allerdings schon gewünscht: Auch wenn man sich auf Stroggos keine Alien-Disko erwartet, hätte eine packende Hintergrundmusik an mancher Stelle definitiv nicht geschadet.

Meinung

Wertung zu Quake 4 (dt.) (PC)

Wertung:

8.5 /10
Pro & Contra
bombastische Hammer-Grafikfaszinierende Lichtspielereienstimmungsvoll inszeniertes Leveldesigngute StoryAbwechslung durch Fahrzeuge und Bosskämpfe
Mehrspielermodus = Quake 3 Arena mit neuer Grafikkeinerlei Innovationenfragwürdige Waffenbalance im Solomodusmusikalisch etwas trockeneinfach gestrickte Gegner-KI
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