Humorvoll sind die Rabbids schon immer, jetzt wollen sie hoch hinaus. Nur wie kommt man zum Mond? Klar, ein Müllberg muss her!
Schrei, wenn du kannst!
Rabbids Go Home
Zu dem ganzen kleinen Brimborium, den ihr zusammen sammelt sollt, gesellt sich in jedem der 40 verschiedenen Level ein sogenanntes Primärziel. Groß, ausgefallen und total schräg steht das auf der Wunschliste der bekloppten Karnickel ganz oben auf der Liste für den Berg zum Mond. Je verrückter, je lieber - und so erklärt sich auch, dass z.B. im Krankenhaus-Abschnitt das Wunsch-Gerümpel Nummer Eins ein Patient im Sauerstoffzelt ist. Bis ihr soweit seid diesen einen, großen Gegenstand einzusammeln, dürft ihr mit den Hasen schreiend und wackelnd durch die z.T. sehr skurril gehaltenen Level düsen. Die Steuerung geht dabei denkbar einfach von der Hand. Weder gestandene Zocker noch Einsteiger werden sich hier wirklich schwer tun, da die vorhandenen Aktionen einfach und logisch angeordnet sind. So z.B. das nette Feature des Schreiens oder besser bekannt als die "Bawaaah-Attacke", welche ihr u.a. dann benutzt, wenn ihr - gerne auch dem Weihnachtsmann - die Klamotten vom Leib brüllt oder Hunde stimmgewaltig ins Koma schickt. Bei all diesen Aktionen könnt ihr ebenfalls die Geschwindigkeit - normal oder mit Boost - variieren und dank verschiedener Ventilatoren, Düsengetriebe und anderer, Schwung- bzw. Höhen gebender Mittel Doppel- und Dreifachsprünge ausführen, so dass ihr auch scheinbar unerreichbare Ebenen erreichen könnt, die natürlich mit vielem, leckerem Krimskrams auf euch warten.
Rabbids Go Home
Auch wenn sich der Spielverlauf augenscheinlich simple präsentiert, haben manche Levelabschnitte es doch irgendwie in sich. Da heißt es dann nicht nur alles einsammeln, Passanten verschreien und ausziehen. Vielmehr finden sich immer wieder spezifische Sonderaufgaben, die darauf warten erledigt zu werden. So müsst ihr u.a. gegen die Uhr antreten und ein anderes Mal findet ihr einen Spezialgegenstand, mit dem ihr für einen gewissen Zeitraum in der Luft gleiten könnt. Alternativ gibt es auch dunkle Bereiche, die von euch die Erleuchtung wünschen oder ihr müsst Kehrmaschinen dazu bewegen euch eigentlich verschlossene Türen zu öffnen. Dabei werden auch immer wieder verschreckte Menschen versuchen vor euch zu fliehen, wobei sie mit ihrem Fluchtversuch förmlich danach betteln von euch angebrüllt zu werden; Nicht nur das ihr damit die anarchistischen Hasen überaus glücklich macht, die fast nackt geschrienen Leute, die wie ein Storch im Salat das Weite suchen, sind immer wieder für einen Schmunzler gut.
Manchmal ist weniger einfach mehr
Rabbids Go Home
Offeriert der kleine DS-Bruder komplett 2D-Umgebungen, wandelt das Jump'n Run Geschehen auf den Pfaden der 3D-Ansicht. Alle spielbaren Abschnitte servieren gekonnt puristisch wirkende Areale, die sehr eindrucksvoll beweisen, dass es nicht immer den realistischen Feinschliff braucht um durchaus echte Vorbilder quasi vorzuführen. Vielmehr nutzt Ubisoft überaus geschickt das Motto "weniger ist oft mehr", und bietet so alltägliche Situationen (im Krankenhaus, in der Wüste, im Flugzeughangar, im Krankenhaus, im Supermarkt, usw.), die gleichzeitig witzig, abgedreht und auch irgendwie "vorführend" über den Bildschirm flimmern. Dass dabei genügend Material vorhanden ist, welches die Karnickel nicht nur einsammeln sollen, sondern welches sie auch genüsslich durcheinander bringen können, ist offensichtlich. Sämtliche Gegenstände die zum Bau des Turmes taugen sind deutlich erkennbar markiert und in nur wirklich sehr seltenen Fällen zu übersehen. Dazu trägt auch der eher blasse Farbanstrich bei, denn die Level erscheinen allesamt ein wenig wie mit einem Grauschleier überzogen. Doch wer nun denkt, dass die Gesamtoptik darunter leidet, der irrt. Denn genau dieses interessante Spiel aus Einfachheit, gespickt mit den Möglichkeiten der Hasen sowie dem - sagen wir - Vorführeffekt unserer Konsum- und Sicherheitsgesellschaft, hat schon fast etwas Kritisches an sich. Dies wird auch unterstützt durch immer wiederkehrende Kommentare a la "zu ihrem eigenen Wohl: Rauchen, Spucken und laut reden sind verboten" oder "wer mehr arbeitet, konsumiert mehr"; Gern genommen auch "bitte lächeln, sie werden gefilmt - wir wachen über sie" sowie "Mega-Preisnachlässe auf alles was sie nie brauchen werden".
