Rage verbindet Elemente aus RPGs mit Shootern und bringt alles in einer Open World zusammen. Nur die vielen Grafikbugs stören.
Offene aber kleine Spielwelt
Quelle: Bethesda
Rage
Rage ist in einer offenen Welt angesiedelt. Die ist allerdings überschaubar groß und kann mit echten Rollenspielen nicht mithalten. Zwischen den Missionen gibt es kaum etwas zu entdecken. Offene Welten bedeuten häufig leider auch, dass NPCs wenig zu sagen haben. Rage hingegen setzt auf Qualität statt auf Quantität. Mit fast jedem kann man sich unterhalten, mindestens ein paar Worte wechseln. In einem dunklen Eck in Wellspring sitzen zum Beispiel drei raubeinige Haudegen, die sich gegenseitig Geschichten aus dem Ödland erzählen und wie sie ihre aberwitzigen Abenteuer überlebt haben. Die NPCs sind meist also keine statischen und leblosen Körper, sie geben immer wieder ein paar Kommentare ab, was die wenigen Siedlungen sehr lebendig wirken lässt.
Quelle: Bethesda
Rage
Wenn wir wollen, können wir in den Städten auch Rennen mit unserem Fahrzeug meistern und zusätzlich Geld verdienen. Darauf reagieren die Bewohner und loben uns für unsere Leistungen. Ähnliches gilt für Mutant Bash TV, eine TV-Sendung, in der man Wellen von Zombies überleben muss. Auch darauf werden wir gerne angesprochen. Und wenn wir die Stadt mal wieder vor einer Bedrohung retten, dann wird der Protagonist erst recht gefeiert. Abseits des Storypfades kann man recht gut die Zeit totschlagen: Man erfüllt Nebenquests und beschützt Personen, erledigt Botengänge, gibt sich dem Glücksspiel hin oder sammelt Meteoritenscherben ein. Diese Aufgaben sind zwar überschaubar kreativ inszeniert, aber immerhin machen sie meist recht viel Spaß. Das witzige (oder auch nicht) ist, dass der namenlose Protagonist kein Wort sagt und der typische, stille Befehlsempfänger ist.
Wir gehen shoppen
Quelle: Bethesda
Rage
In den Shops kann man sich mit Munition, einigen neuen Waffen und diversen Verbesserungen für Knarren und Wagen eindecken. Hat man das nötige "Rezept" (kann auch gekauft werden), darf man Granaten, Schlossknacker, EMPs, Bandagen und andere Dinge herstellen. Die Teile dazu finden sich in der Spielwelt wieder. Sie liegen überall herum und können zudem von toten Feinden eingesammelt werden, genau wie Munition sowie Dinge, wie Flaschen und Stofflappen, die sich einfach nur zu Geld machen lassen. Zum Glück ist das Inventar unendlich groß. Zu den Waffen zählen unter anderem eine Pistole, eine Schrotflinte, ein MG, ein Raketenwerfer oder eine Armbrust. Das Arsenal ist also nicht sonderlich überraschend ausgefallen.
Quelle: Bethesda
Rage
Jede Waffen kann dafür mit mehreren Munitionstypen ausgestattet werden. Elektropfeile sorgen für nette Elektroschocks, während panzerbrechende Munition über weitaus mehr Durchschlagskraft verfügt. Es ist also auf dem zweiten Weg genügend Abwechslung vorhanden. Die Schnellauswahl bietet vier verschiedene Waffen und vier Objekte (Granaten, Bandagen etc.) an. Im Inventar kann man die entsprechende Zuweisung durchführen. Nett sind die Wingsticks, die messerscharfe Bumerangs darstellen, und Köpfe blitzschnell abrasieren. Allerdings ist die Schnellauswahl der Waffen einfach zu begrenzt ausgefallen, weswegen ich mir eine andere Lösung gewünscht hätte, da man ständig im Inventar wühlen muss. Ansonsten ist die Steuerung von Wagen und Protagonist absolut fehlerfrei, auch wenn das Clipping manchmal nicht ganz funktioniert und man aus unerfindlichen Gründen festhängt, was aber selten passiert.
