Pixar's außergewöhnliche Ratte mit ihrem ausgeprägtem Geruchssinn fühlt sich auf Nintendos Wii sichtlich wohl.
Die anderen Missionen
Ratatouille
Eine komplette Essensbeschaffungsmission bzw. ein Level besteht dabei aus ungefähr sechs einzelnen Aufträgen, die dank großem Schauplatz und vielen Hindernissen nicht so ohne weiteres zu erledigen ist und somit einige Zeit in Anspruch nimmt. Dabei bestehen die Aufgaben zwar mehrheitlich aus Aktionen, in denen man von einem Ort zum anderen gelangen muss, aber zum Glück gibt es hin und wieder auch andere Einsätze im Minispielformat. So darf man einen Stromschalter aktivieren, indem man mit der Wiimote auf den richtigen Knopf zeigt und die entsprechende Taste drückt oder helfen, einen Eimer umkippen zu lassen, indem man einen Zeiger für Kraft und Timing im richtigen Augenblick mit der A Taste anhält. Auch gelegentliche Rutschpartien sind an der Tagesordnung. Hier dürft ihr durch lange Rohre herunterschlittern und müsst dabei aufpassen nicht herunter- bzw. rauszufliegen - was angesichts der vielen gefährlichen Stellen sehr leicht und schnell passieren kann. Ebenfalls mit an Bord sind Paddelabschnitte, in denen ihr zum Beispiel einen Fluss herunterrudern dürft, ohne an den diversen Hindernissen wie umfallenden Bäumen hängen zu bleiben. Auch kleine "Wegrenn"-Missionen gehören zum Spielrepertoire, in denen man um diverse Hindernisse herum vor einem Zweibeiner um sein Leben rennen muss.
Bonusmissionen und Minispiele
Ratatouille
Darüber hinaus warten die Level neben den eigentlichen Aufträgen auch mit diversen Bonusmissionen auf. Diese können aus Aufgaben wie das Einsammeln von bestimmten Objekten bestehen oder Traumwelt-Minispielen, wenn ihr die entsprechende Markierung erreicht und in denen ihr Remy durch einen Level, der aus leckerem Essen besteht, heil bis zum Ende durchmanövrieren müsst. Das geht dabei recht einfach von der Hand, da man in diesen Spielabschnitten lediglich Sprungpassagen absolvieren muss. An Bonusmissionen stehen darüber hinaus noch Koch-Minispiele zur Verfügung, wenn ihr eine Kochstellen-Markierung erreicht. Die Steuerung beim Kochen ist dabei unterschiedlich ausgefallen. So muss man bei der Zubereitung von Kartoffeln die Wiimote zum einen kreiseln lassen, um diese zu schälen, und zum anderen von oben nach unten bewegen, um sie zu schneiden. Will man dagegen einen Salat machen, dann gilt es die richtigen Zutaten zu nehmen, indem man die Wiimote oder den Nunchuk schüttelt, je nachdem, ob die vom Küchenjungen Linguini gezeigter Zutatenteller richtig ist oder nicht. Als Belohnung winken bei erfolgreicher Absolvierung eines Bonusspiels zusätzliche sogenannte "Gusteau Punkte". Diese Punkte könnt ihr dann im Bereich Extras in "Gusteaus Laden" für Spielmodi zum Freischalten von Einzelspieler- oder Mehrspieler-Minispiele ausgeben oder Cheats kaufen, um Geheimnisse freizuschalten.
Während einige der Bonusspiele wie die Kochaufgaben für gute Unterhaltung sorgen, sind andere wie die Traumwelten optisch zwar sehr nett, aber spielerisch doch eher recht moderat ausgefallen. Nichtsdestotrotz bringen die meisten Minispiele frischen Wind ins Geschehen und sorgen für eine ordentliche Spielzeit, da man zum Betreten der kleinen Spielchen erst diese in dem jeweiligen Level finden muss.
Kleine Unterschiede
Ratatouille
Sowohl das Absolvieren der Minispiele als auch der Aufträge gestaltet sich dabei nicht allzu einfach und erfordert so manches Mal mehrere Versuche, bis man die Mission geschafft hat. Die Steuerung geht dabei leicht von der Hand, da sich Remys Bewegungen meist durch Drücken des B Knopfs auf der Wii-Fernbedienung ausführen lassen. Die Einbindung der Bewegungssensorik der Wiimote kommt im Spiel aber nur selten und meist in den Kochminispielen zum Einsatz. Auf Nintendos Konsole gestaltet sich zudem die manuelle Nachjustierung der Kamera, die nicht immer optimal mitgeht, als recht umständlich, da diese mit der Wiimote erfolgt. Hier erweist sich die Lösung auf der PS2 (einfach R3 drücken) wesentlich besser und einfacher. Von der Grafik her präsentiert sich das Spiel aber auf der Wii besser als auf Sonys PS2, die auf Nintendos Konsole einen Tick schärfer und farbenfroher rüberkommt und somit insgesamt besser zu gefallen weiß. Musikalisch präsentiert sich der Titel auf beiden Systemen mit zum jeweiligen Spielabschnitt passenden mal verspielten, mal beschwingten oder eher ruhigeren Klängen sehr gut. Bis auf die Unterschiede in der Steuerung und der einen Tick besser ausgefallenen Grafik auf der Wii, ist das Spiel "Ratatouille" auf beiden Systemen identisch.
