Die Euphorie, endlich wieder ein „Ready 2 Rumble“ in Händen zu halten, verflog recht schnell.
Hinsehen, aber weghören
Was, wir sind schon bei der Technik, im Speziellen der Grafik und dem Sound, angekommen? Dann hab' ich es ja bald geschafft. Obwohl man sagen muss, zumindest die Optik ist wohl der große Pluspunkt des Titels. Hier bekommt man genau das geboten, was man sich auch erwartet hat. Comiclook, riesengroß dargestellte Protagonisten, nette Arenen mit leider etwas schwachen Hintergründen, teilweise animierte Fangruppen, schöne, vor allem aber flüssige Animationen und eine total abgedrehte Präsentation. Hin und wieder geht die Performance zwar in die Knie, aber im Großen und Ganzen kann man hier nur wenig bemängeln.
Ready 2 Rumble Revolution
Schon deutlich mehr kritisieren kann, und sollte man auch, die akustische Untermalung. Jetzt weniger der Soundtrack, der sowieso die reinste Geschmacksache darstellt, auch nicht das durchaus lustige Geschrei der Zuschauer, was sogar etwas zur Stimmung beitragen kann, viel mehr allerdings die lausige Synchronisation. Es ist ja lobenswert, dass sich Atari dazu durchgerungen hat, allen integrierten Boxern auch eine deutsche Stimme zu geben, aber hätte man dann nicht auch die Synchronisation so machen können, dass sie anhörbar ist? Ein Michael Buffer, wohl selbst den größten Boxmuffeln ein Begriff, macht nur so lange Spaß, so lange er sein berühmt berüchtigtes "Let's get ready to ruuuuuuuuuummmmmble" aus den Lautsprechern klingen lässt, wenn er allerdings im schwächsten Deutsch versucht loszubrabeln, dann wird das relativ schnell eine Zumutung für die Gehörgänge.
Wäre der Sound jetzt der einzige Kritikpunkt, man könnte ja noch darüber hinwegsehen - aber es ist nun mal nicht der einzige Punkt, stattdessen hat man eine ellenlangen Liste von Schwachstellen, die den Titel "Ready 2 Rumble Revolution" für mich zu einem absoluten "No go"-Spiel machen. Und jetzt schnell ab zum Fazit.
