Resident Evil: The Mercenaries 3D im Gamezone-Test

Test Andreas Keser

Netter Einstand auf dem 3DS, doch ist es mehr, als ein kleiner Happen für die Wartezeit auf Revelations?

Die Jagd nach dem Highscore

Resident Evil: The Mercenaries 3D Resident Evil: The Mercenaries 3D Aber nun gut, über diesen Punkt wurde im Vorfeld ja schon genug gelästert. Kommen wir doch lieber zu den "Stärken" des Spiels: Die Spielmechanik. Während man schon auf den "grossen Konsolen" so manches Stündlein damit verbringen konnte, einen Level immer und immer wieder zu spielen, um hier und da noch ein paar Pünktchen mehr zu ergattern, hat sich dieser Suchtfaktor auch auf die 3DS-Version übertragen. Der Run auf einen hohen Highscore und der persönliche Eifer noch mehr Gegner zu killen und immer noch besser abzuschneiden, hat von seiner Faszination nichts eingebüßt und lässt weiterhin die Finger glühen. Gut so, denn das ist auch eigentlich alles, was einen davon abhält, das Spiel nicht gleich nach fünf Minuten wieder aus dem Handheld zu werfen.

Es gibt wieder die typischen Bewertungen, sodass man möglichst ein zweifaches S (ausgeschrieben wäre das nun ein bisschen heikel) und auf keinen Fall nur ein D erhaschen möchte. Anhand dieser Einstufung lassen sich nämlich verschiedenste Goodies freischalten. Während anfangs nur Chris Redfield, Jill Valentine und Hunk zur Auswahl stehen, gesellen sich durch ein paar gute Wertungen schon bald auch Claire Redfield, Rebecca Chambers, Jack Krauser, Barry Burton und Albert Wesker hinzu. Im Grunde genommen ist es aber völlig egal, mit wem man nun durch die Gegend zieht - alle Charaktere spielen sich identisch. Der einzige Unterschied ist in der Bewaffnung zu finden. Jeder hat seine individuellen Wummen dabei, welche sich aber durch ein paar "3DS-Münzen" auswechseln lassen. Außerdem sind die Moves jeden Charakters anders, wenn er einen Halbtoten noch vollends das Licht auslöscht oder jemanden zur Seite schubst. Während Rebecca irgendwelche Sprays auf die Feinde sprüht, springt Jill beherzt mit einem Satz und beiden Knien in die Vollen. Einen spielerischen Unterschied macht das jedoch nicht.

Bitte upgraden!

Resident Evil: The Mercenaries 3D Resident Evil: The Mercenaries 3D Wer sich gut schlägt wird mit der Zeit immer mehr neue Fähigkeiten erlangen. Beispielsweise seine Gesundheit schneller zu regenerieren oder besser gegen sofortigen Tod gerüstet zu sein oder sogar Waffen schneller nachzuladen. Insgesamt kann man einem Charakter aber immer nur drei dieser Boni auf einmal zuweisen (allerdings auch verschiedenen Charakteren die selben). Wenn Jill nun also mit der Fähigkeit "Sanitäter" (= schnellere Regeneration) ausgerüstet ist und sie eine Mission gut abgeschlossen hat, dann wird diese Fähigkeit mit vielen Punkten versehen. Ab einer gewissen Punktzahl steigt die Fähigkeit schließlich auf Level 2 und irgendwann sogar auf Level 3. Es kann sein, dass dann eine Zusatzfunktion hinzu kommt, wie beim "Sanitäter" beispielsweise die Gesundheitsregeneration bei kritischen Treffern.

In gewisser Weise könnte man dies als äußerst simples RPG-Element bezeichnen, weil man dadurch seinen Charakter aufbauen und verbessern kann. Und wozu? Um noch mehr düstere Gestalten zu killen, noch mehr Fähigkeiten zu erlangen und noch bessere Highscores zu erreichen. Bei diesem Spiel gilt einmal mehr "der Weg ist das Ziel". Und es macht ja auch Spaß, die ganzen Massen an Kanonenfutter zu verheizen, aber leider kommt es einem manchmal doch ein wenig stupide und sinnlos vor, weil das alles in keinerlei Handlung eingebunden ist und es keinen Rahmen außenrum gibt, der alles ein wenig abrunden würde.

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