Resistance 2 im Gamezone-Test

Test Jonas Küßner

Resistance 2 macht fast alles besser, als es sein Vorgänger noch getan hat. Atmosphäre, Story und Grafik wissen zu überzeugen.

Das Schöne an der Hässlichkeit

Resistance 2 Resistance 2 Resistance 2 bietet uns Endzeit-Stimmung, wohin man nur schaut. Vor allem die vollkommen zerstörten Städte wie Chicago oder San Francisco sind derart genial zur Schau gesetzt worden, dass sich der eine oder andere sicherlich mal die Augen reiben wird. Tausende Geschosse fliegen durch die Lüfte, begleitet von gigantischen Raumschiffen der Chimera und wunderschönen Sonnenuntergängen - die tollen Animation im Hintergrund der aktuellen Geschehnisse in der grandiosen Weitsicht locken gerne einmal zum Vergessen ein. Vergessen, dass man gerade unter Beschuss steht. Sehr gut ist auch, dass das Ganze komplett flüssig dargestellt wird und man keine Ruckler oder ähnliches bemerkt. Doch auch hier hat Resistance 2 zwei Seiten, denn neben diesen eindrucksvollen Momentaufnahmen bekommt man matschige und sich schnell wiederholende Texturen zu Gesicht, die einem von diesem hohen Ross gleich wieder herunterholen wollen. Die wüstenähnlichen Gebiete, die man im Verlaufe des Spieles betritt, sind ähnlich langweilig anzusehen, erst beim furiosen Finale übernimmt der positive, graphische Aspekt wieder die Hauptrolle.

Waren in Fall of Man das Design der Gegenspieler noch ein Übel, hat sich in der Hinsicht einiges getan. Viel 'hübscher', überaus detaillierter, schauen die Kreaturen mittlerweile aus, sind zum Teil sogar wirklich zum fürchten. Die brachiale Darstellung der Endbosse setzt dem ganzen noch einen Spaten drauf, würde man sich doch gerne lieber hinter dem Sofa verstecken als sich diesen Ekelpaketen entgegen zu stellen. Anzeigefehler wie Popups oder dergleichen sind zwar auch mit von der Partie, doch wirklich kaum auszumachen und genauso wenig störend. Gelungene Explosionen und weitere Spezialeffekte runden das positive Gesamtbild ab.

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Auch in Sachen Sound muss man sich nicht fürchten, hier einen zum Thema passenden Albtraum serviert zu bekommen. Neben ordentlichen Synchronsprechern gefällt vor allem die eingängige Musik, die im Hintergrund auf den Spieler einwirkt und sich an das aktuelle Geschehnis angleicht. Bei großräumigen Gefechten verwandelt sich der Sound in ein hartes, lautes und schnelles Orchester, während in dunklen Räumen eher ins Mark gehende Streicher hervorgehoben werden. Daneben gesellen sich die (un-)angenehmen Geräusche, die aus den Mündern der Bestien hervorgehen und die guten Soundeffekte bei Explosionen, Waffenanwendung und ähnlichem.

Allein sein ist out

Resistance 2 Resistance 2 Das Resistance 2 nicht nur im Bezug auf die Endbosse als riesig bezeichnet werden darf, wird schnell klar, wenn man sich mit bis zu 60 menschlichen Mitstreitern im Skirmish-Modus ein Duell liefern möchte. Dabei werden beide der dreißig Mann starken Teams in Gruppen eingeteilt, die auf Seiten der Chimera beziehungsweise Menschen Aufträge erledigen, also bestimmte Ziele angreifen oder vor dem Gegner verteidigen müssen. Dabei bekommt man es zunächst mit einer kleineren Anzahl an Feinden zu tun, gegen Ende der Partie treffen sich dann allesamt zum furiosen Finale und kämpfen um den Sieg. Das Ganze beginnt ein wenig sachte, wird aber von Minute zu Minute aufregender und fesselt einen an den Bildschirm. Da können die übrigen, bereits bekannten Spielmodi wie (Team-)Deathmatch oder Kernschmelze (ähnlich Capture the flag) nicht mithalten, wobei diese dennoch eine gelungene Abwechslung darstellen - allesamt ohne jegliche Lags oder dergleichen.

Resistance 2 Resistance 2 Daneben gesellt sich der kooperative Modus, der wiederum eine eigene Spielvariante darstellt. Als eine eigenständige Kampagne könnte man das Ganze bezeichnen, denn die wirkliche Singleplayer-Story kann man in Resistance 2 leider nicht nachspielen. In einer Gruppe mit bis zu acht Mitspielern verfolgt man diverse Ziele, die natürlich von dutzenden Gegnern geschützt werden. Alleine geht man da schnell unter, deshalb ist es durchaus angebracht, sich dem Gruppeninteresse unterzuordnen, um letztendlich eine Mission ordentlich meisten zu können. Zu Beginn wählt man sich eine von drei Klassen aus (Sanitäter, Soldat oder Spezialist), die sich spielerisch selbstredend unterscheiden. So ist der Arzt beispielsweise nicht so durchschlagskräftig, kann seine Mitspieler aber schnell wieder beleben, der Soldat hingegen stellt sich nach vorne und metzelt mit seiner Minigun alles nieder, was sich in seinen Weg stellt. Der Letztgenannte ist eine Art Scharfschütze, der sich das Geschehen am liebsten aus der letzten Reihe anschauen wird. Um möglichst erfolgreich zu sein, ist es von Nöten, eine gute Mischung der drei Klassen parat zu haben. Glücklicherweise kann man auch während einer Mission die Klasse wechseln.

Resistance 2 Resistance 2 Für jeden Spielmodi (einzeln) gibt es Erfahrungspunkte, mit welchen man seinen Charakter aufleveln kann, um bessere Fähigkeiten oder Ausrüstung erwerben zu können. Besonders im Koop-Modus ist es essenziell wichtig, auch das zu machen, für das man in seiner Klasse vorgesehen ist. Stürmt man als Sanitäter nur vorne weg und kümmert sich nicht um das Wohlbefinden seiner Kollegen, bekommt man auch dementsprechend weniger XP. Das System ist sehr gut ausbalanciert und verständlich, sodass es wirklich motivierend ist und somit schlicht für mehr Spaß im Online-Leben sorgt.

Meinung

Wertung zu Resistance 2 (PS3)

Wertung:

8.8 /10
Pro & Contra
Fesselnde Story mit Höhepunktengrandiose Hintergrundkulissegute Atmosphäre und Akustiktolle BossgegnerSpannungskurve bleibt auf hohem Niveauumfangreicher und motivierender Multiplayermodus
Story für Einsteiger zu verwirrendfehlende spielerische Abwechslungmanche Level-Abschnitteschwache Texturenkeine FahrzeugmissionenSingleplayer-Kampagne nicht im Koop spielbar
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