16 Tage 16 Bit: Tag 5 - The Ninja Warriors

Special Christian Dörre
16 Tage 16 Bit: Tag 5 - The Ninja Warriors
Quelle: PC Games

An Tag 5 unserer Retro-Reihe 16 Tage 16 Bit gibt es ganz gewaltig auf die Schnauze, denn PCG-Redakteur Chris spielt diesmal den Brawler The Ninja Warriors, in dem er mit Cyborg-Ninjas gegen einen mutierten Tyrannen und dessen Schergen antritt. Das klingt nicht nur abgefahren, sondern ist es auch.

Mein Name ist Chris, ich bin Redakteur bei PC Games und ich nutze die momentane Saure-Gurken-Zeit, um damals verpasste Games nachzuholen, zu Lieblingen der Vergangenheit zurückzukehren und Spielen, die mir früher zu abgedreht waren, eine zweite Chance zu geben. Euch lasse ich hier an meinen Erfahrungen teilhaben bei 16 Tage 16 Bit.

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Tag 5: The Ninja Warriors

Wenn ich an meine Lieblingsspiele der 90er-Jahre denke, lande ich ganz schnell beim Genre der Brawler. Egal, ob Final Fight, Streets of Rage, Cadillacs & Dinosaurs oder Turtles in Time - ich liebe Sidescroll-Prügler! Allerdings war ich damals noch ein Schulkind und las keine Spielezeitschriften. Ich wählte Spiele nach Name oder Cover im Geschäft oder im Prospekt vom Theo-Kranz-Versand aus. Einige Brawler-Perlen sind mir also entgangen und müssen nun nachgeholt werden. Darunter fällt auch das von Natsume entwickelte The Ninja Warriors.

Der Titel spielt in einer dystopischen Zukunft, in der der Mutanten-Cyborg Banglar, der Tyrann, mithilfe seiner gehirngewaschenen Armee von Soldaten und Mutanten über die Welt herrscht. Da der Widerstand selbst nicht gegen das übermächtige Regime ankommt, bauen sie drei Ninja-Cyborgs, die in einem Selbstmord-Kommando Banglar und seine Horden zu Fall bringen sollen. Einen dieser Ninja-Cyborgs übernimmt natürlich der Spieler.

16 Tage 16 Bit: Tag 5 - The Ninja Warriors (4) Quelle: PC Games 16 Tage 16 Bit: Tag 5 - The Ninja Warriors (4) Als Fan von Trash-Filmen aus dem Hause Cannon, schließe ich Ninja Warriors bereits nach der Erklärung der Story in mein verfettetes Nerd-Herz. Mehr 90er-Jahre-Blödsinn geht einfach nicht! Beim Gameplay muss ich mich jedoch ein wenig umstellen, denn Ninja Warriors macht einige Dinge anders als die meisten Brawler aus dieser Zeit. Im Gegensatz zu Streets of Rage oder Turtles in Time, kann man sich nicht nach oben und unten orientieren, sondern nur von links nach rechts laufen. Es ist also nicht ganz so einfach, gegnerischen Attacken auszuweichen.

Obwohl nur drei Aktionstasten genutzt werden, kommt es vielmehr darauf an, die verschiedenen Fähigkeiten der Charaktere zu nutzen. Mit Kamaitachi oder Kunoichi kann man beispielsweise eine Tritt-Attacke über längere Distanz ausführen. Ich entscheide mich jedoch hauptsächlich für den etwas langsameren, aber dafür kräftigen Ninja, da mir dessen Spezialattacken am besten von der Hand gehe. So kann ich kurz in die Luft fliegen, mit dem Jet-Pack nach vorne preschen oder eine Sprung-Stampf-Attacke ausführen.

Eine weitere Besonderheit von Ninja Warriors ist die Spezialanzeige direkt unter der Lebensenergie. Im Gegensatz zu vielen anderen Sidescroll-Beat-em-Ups ist das Ausführen einer Spezialattacke nämlich nicht an die Lebensenergie gebunden. Ist die Special-Leiste voll, darf man einen vernichtenden Angriff loslassen. Die Leiste füllt sich wieder, wenn man nicht getroffen wird und selbst ordentlich austeilt. Ist die Leiste voll, wird sie nicht durch einen einfachen Hit zurückgesetzt, aber schon, wenn man zu Boden geschlagen wird.
Da die Gegner oftmals von beiden Seiten kommen und einen in die Mangel nehmen, sollte man die Spezialattacke taktisch klug einsetzen. Schließlich soll die Leiste ja beim Boss wieder voll sein.

Die normale Gegnerriege reicht von Soldaten zu Ninjas über Scharfschützen und mit Klingen besetzte Affenkämpfer bis hin zu riesigen Klopskerlen. Doch vor allem die Bosse überzeugen mit abwechslungsreichem Design und heizen einem bereits auf dem normalen von insgesamt zwei Schwierigkeitsgraden mächtig ein.

16 Tage 16 Bit: Tag 5 - The Ninja Warriors (8) Quelle: PC Games 16 Tage 16 Bit: Tag 5 - The Ninja Warriors (8) Obwohl Ninja Warriors teilweise recht hart ist, wird es eigentlich nie unfair. Zwar hat man nur ein Leben, dafür aber unendliche Continues und es gibt je nach Level einen oder sogar zwei Checkpoints. Dennoch bleibt der Titel knackiger als beispielsweise ein Streets of Rage. Teilweise sollte man die Abschnitte besser auswendig lernen.

Mein erster Ausflug in die Welt von Ninja Warriors gefiel mir unglaublich gut. Ich muss gestehen, dass ich es noch nicht ganz durchgespielt habe, weil irgendwann die Geduld am Ende war, doch genauso wie ich es seit Jahren mit meinen Brawler-Lieblingen Streets of Rage 2 oder Turtles in Time mache, werde ich auch zu Ninja Warriors immer wieder zurückkehren.

Der Sound ist klasse, das Spiel sieht gut aus, die Action macht Spaß, die Präsentation ist super und es ist einfach wunderbar befriedigend, Pixel-Fieslingen in die Schnauze zu hauen. Wer noch einen coolen Prügler für seine Retro-Sammlung sucht, sollte sich Ninja Warriors besorgen. Für alle anderen gibt es seit einiger Zeit das Remake The Ninja Saviors: Return of the Warriors für PS4 und Nintendo Switch. Ich werde jedoch erstmal das Original durchspielen.

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