Mit Rifts bekommen wir auf Nokias N-Gage eines der umfangreichsten und ausgereiftesten RPGs geboten.
Technisch hervorragend
Rifts: Promise of Power
Das Problem bei den bisherigen Rollenspielen auf dem N-Gage war immer, dass nie alles perfekt war. Beispielsweise war bei "The Elder Scrolls Travells: Shadowkey" das Gameplay, etc Top, allerdings war das N-Gage mit der Ego-Perspektive in 3d hoffnungslos überfordert. Oder auch bei "Xanadu Next" war die technische Seite einwandfrei, dafür stimmte aber das Gameplay durch den knackigen Schwierigkeitsgrad überhaupt nicht. In Rifts ist dies anders. Hier gibt es in Sachen Technik keine größeren Negativ-Punkte, was nicht zuletzt daran liegt, dass die Entwickler von Backbone Entertainment wirklich viel Liebe zum Detail bewiesen haben und aus dem N-Gage alles herausgeholt haben. Vor allem bei der Grafik haben die Entwickler eine perfekte Symbiose zwischen der 3d-Umgebung und den 2d-Charakteren geschaffen. In Rifts: Promise of Power hat man die Möglichkeit, die isometrische Kamera selbständig zu drehen. Sie ist also nicht starr und unbeweglich, wie dass in den meisten N-Gage Spielen der Fall ist. So kann man die Kamera in insgesamt vier verschiedene Positionen drehen, um so einen besseren Überblick zu bekommen. Mag dies in den Städten nicht von Vorteil sein, so ist es in den Kämpfen umso wichtiger, da die Landschaft in Rifts viele Versteckmöglichkeiten, wie Mauern, Felsen, Bäume, Gebäude, etc bietet. Gelegentlich trifft man auch auf explosive Tonnen, die dann in das Kampfgeschehen mit einbezogen werden können. So kann man nämlich auch auf die Tonnen schießen, um diese dann zur Explosion zu bringen. Dadurch werden die Widersacher erheblich verletzt und man hat es so viel leichter ihm auch die letzten Lebenspunkte abzuziehen. Die Welt von Rifts präsentiert sich in einer wunderschönen 3d-Engine, die zudem noch eine Unmenge an Details mit sich bringt. So bieten die Städte z.B. Märkte und viele Details an den verschiedenen Häusern und Gebäuden. Das Einzige, was negativ auffällt, ist das Kantenflimmern an den Rändern der einzelnen Sektoren, was vor allem bei längeren Märschen negativ auffällt. Dagegen gibt es bei den 2d-Charakteren überhaupt nichts auszusetzen. Erfreulich ist, dass die 2d-Figuren und Gegenstände jeweils ihre Ansicht wechseln, sobald man eine andere Kameraeinstellung wählt. Auch sonst sind diese sehr abwechslungsreich und interessant gestaltet worden. Sobald man mit den einzelnen Personen ins Gespräch kommt sieht man zudem eine detaillierte Aufnahme ihres Oberkörpers. Diese sind einwandfrei und vor allem abwechslungsreich gelungen, so dass man nie das Gefühl bekommt, diese Person schon einmal getroffen zu haben.
Rifts: Promise of Power
Der Sound des Spiels ist hervorragend dezent gehalten worden. Die Entwickler haben es dabei belassen die Geräusche der Waffen und der sonstigen Umgebung so simpel wie möglich zu halten. Die Musik von Rifts bietet viel Abwechslung und ist immer wieder verschieden, je nachdem, wo man sich gerade aufhält. So begleitet einen z.B. in der Stadt eine andere Hintergrundmusik, als im Kampf. Lediglich ist zu bemängeln, dass die Personen keine Stimme besitzen. So muss man die Gespräche durchlesen um an die Infos zu kommen. Dass eine Voice-Unterstützung möglich ist, sieht man in Spielen, wie X-Men 2. In Sachen Steuerung ist ebenfalls alles richtig gemacht worden. Zwar ist zu Beginn es Spiels die Steuerung seines Charakters ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber schon nach kurzer Zeit hat man damit keine Probleme mehr. Die Menü-Steurung ist ebenfalls sehr übersichtlich gelungen und macht selten Probleme. Mit den Tasten 3 und 2 dreht man die Kamera in die gewünschte Richtung. Mit der 5 führt man alle Aktionen aus, wie Sprechen oder Kämpfen. Mit der 9 ruft man die Übersichtskarte auf und mit der Taste 0 kann man sich Infos über Gegenstände, Waffen, etc aufrufen.
Online läuft nicht alles rund
Rifts: Promise of Power
Erstmals wird das Konzept des "Turn Notification" eingesetzt. Diese Technologie ermöglicht es, Speicherstände so zu abzuspeichern, dass andere Teilnehmer sie herunterladen und spielen können. Zudem ist es möglich sein, Onlinespiele anzuhalten und später weiterzuspielen. So passiert es nicht, dass plötzlich der Gegner das Spiel verlässt und so ein "Unentschieden" als Wertung in die Rangliste eingeht. Erstellt man eine Map, so hat man als "Host" viele Einstellungsmöglichkeiten. So kann man festlegen, wie hoch die "Kraftstufe" ist, außerdem die Spielzeit, Zugzeit und die Zulassung für "Freunde". Es gibt insgesamt fünf verschiedene Online Spielmodi: Nahkampf, Überleben, Verteidiger, König des Hügels und Capture the Flag. Dann kann man noch die Spieleranzahl, Teams und die Runden festlegen. So können insgesamt vier Spieler aus der ganzen Welt gegeneinander antreten. Zu guter letzt wird noch eine der insgesamt fünf Maps auswählen. Hat man alle Einstellungen gewählt, muss man noch die Charaktere auswählen, mit denen man antreten will. Erfreulich ist, dass man mit seinen Offline Charakteren antreten kann, wenn man will. Das war aber auch schon alles Positive des Online-Modus'. Zwar führt man dem Start des Spiels all seine individuellen Aktionen durch, danach muss man allerdings viel Frust entgegen nehmen. Denn sobald man seine Dinge erledigt hat und der Gegner dran ist, beginnt das Warten. Denn durch die GPRS - Verbindung kann man die Aktionen des anderen Spielers nicht in Realtime betrachten. Man muss dann im Menü drauf warten, dass der dunkel hinterlegte Punkt "Zug holen" weiß wird und man dann die Aktionen des Anderen anschauen kann. Dieses Hin und Her bewirkt eine gewisse Langatmigkeit und führt oft zu Frustration. So kommt es nicht gerade selten vor, dass die Warterei sehr an den Nerven zehrt. Allerdings muss man den Vorwurf hier an die Entwickler machen, da die GPRS - Verbindung zwar keine Echtzeitkämpfe zulässt aber ein rundenbasiertes Spiel ohne Probleme unterstützt. Dass es funktioniert, hat beispielsweise Team 17 mit "Worms World Party" bewiesen.
