Rise of Legends im Gamezone-Test

Test GreenAcid

Kann das Spiel mit neuen Features und einer mystischen Fantasywelt an den großen Erfolg des Vorgängers anknüpfen?

Ein Mehrspielermodus wie er sein sollte

Rise of Legends Rise of Legends Natürlich bietet "Rise of Legends" auch einen umfangreichen Mehrspielermodus samt aller Optionen und Spielvarianten die man sich als Genrefan nur wünschen kann. Doch ganz besonders das Interface geht hier völlig neue Wege: Zwar basiert die Technik immer noch auf dem bewährten Gamespy-Serverbrowser, doch hat man diesen um eine Vielzahl praktischer Funktionen erweitert. Die Anmeldung erfolgt durch kleine Spielersymbole, ganz ähnlich wie bei der Benutzeranmeldung von Windows XP. Danach kann man direkt mit einem Quickmatch loslegen oder aber mit einem Freund aus der integrierten Buddyliste ein Duell ausfechten. Schließlich öffnet sich per Mausklick auch noch eine sehr übersichtliche Funktionsleiste am rechten Bildschirmrand, auf der alle nur erdenklichen Community-Optionen untergebracht wurden. Von diversen Chatfenstern (bei denen man sogar die Größe ändern kann), über verschiedene Ranglisten bis hin zum Userprofil und einer vollständigen Clanverwaltung ist alles mit dabei. Die einzelnen Userprofile sind übrigens mit jeder Menge Statistiken gespickt, zusätzlich spiegelt ein ELO-Spielerranking das Können des gegnerischen Strategen wieder. Alleine schon die vielfältigen und sehr übersichtlichen Möglichkeiten des Multiplayer-Interface übertreffen so ziemlich alles, was wir bisher in einem Echtzeit-Strategiespiel gesehen haben. Aber auch spielerisch haben unsere Testspiele (1vs.1, 2vs.2 und 3vs.3) über das Internet hervorragend funktioniert und dank der aussagekräftigen Profile macht jede gewonnene Schlacht gleich doppelt so viel Spaß. Damit einem im Mehrspielermodus nicht so schnell langweilig wird, haben die Macher über 40 verschiedene Maps für diesen Modus entwickelt.

Grafisch am technischen Limit

Rise of Legends Rise of Legends Da "Rise of Nations" und das dazugehörige Addon zwar eine liebevolle, aber eben nicht dreidimensionale Grafik hatten, wurde die Optik der Spiele unter anderem auch kritisiert. Diese Kritik haben sich die Mannen rund um Brian Reynolds sehr zu Herzen genommen und sich für "Rise of Legends" kein geringeres Ziel gesteckt, als es zum bisher schönsten und technisch aufwendigsten Echtzeit-Strategiespiel zu machen. So wie es aussieht, sind sie diesem Ziel verdammt nahe gekommen: Das Design der drei Fraktionen ist bereits eine Klasse für sich, da man sich hier nicht an ausgelutschten Fantasy-Vorlagen bedient hat, sondern etwas völlig Neues und damit auch sehr Kreatives geschaffen hat. Die gigantischen Einheiten sind zudem hervorragend in Szene gesetzt worden und begeistern mit Bildschirm füllenden Explosionen und Zaubersprüchen. Natürlich sind auch die Städte mit all ihren bezaubernden Details ein wahrer Augenschmaus, doch spätestens wenn sich zwei Masterunits in einem polygonalen Feuerwerk bekriegen, wird man restlos begeistert sein. Auch das Interfacedesign und die liebevolle Darstellung der strategischen Weltkarte gehen auf die hochtalentierten Grafiker von Big Huge Games zurück und runden den visuellen Gesamteindruck sehr angenehm ab. Natürlich benötigt eine derartige Grafikpracht auch einen top-aktuellen Rechner unter dem Schreibtisch. Selbst unser Testsystem mit verbauter Geforce 7800 GTX und 3800+ Athlon 64 X2 Dual Core Prozessor kam bei allen aktivierten Details und höchster Kantenglättung ab und zu ins Schwitzen. Natürlich werden auch etwas schwächere Systeme unterstützt, durch ein Herabsetzen der Shader-Details und dem Deaktivieren der Kantenglättung kommt man bereits mit einer Grafikkarte ab 64MB Speicher und einem 1,4GHz Prozessor in den Genuss dieses Spiels.

Doch es gibt in Sachen Technik auch ein paar entscheidende Kritikpunkte zu vermelden: In seltenen Fällen funktioniert die Wegfindung der Einheiten nicht so hervorragend wie beim zweidimensionalen Vorgänger und auch die Soundeffekte während der Schlachten könnten um einiges markanter sein. Manchmal hört man nicht einmal mehr die Schüsse der Infanterie, was die Dramatik während der im Mittelpunkt stehenden Kämpfe natürlich etwas missen lässt. Im Gegenzug ist die Musik des Spiels wiederum erste Sahne und verwöhnt euch mit wunderschönen und sehr passenden Melodien.

Meinung

Wertung zu Rise of Legends (PC)

Wertung:

8.9 /10
Pro & Contra
erfrischend neue Fantasy-Weltmarkante Charakteredrei sehr unterschiedliche Fraktionenumfangreiche KampagneLandesgrenzen- und Eroberungssystemgute Spielbalancetolle Weltkartezahlreiche Helden und dazugehörige Upgradesfantastische und sehr liebevolle Grafiksehr gutes Interfaceüberzeugender Mehrspielermodushervorragendes Tutorial
dem Vorgänger zu ähnlichweniger Freiheiten in der Kampagneseltene Probleme mit der WegfindungKampfgeräusche etwas monoton
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