Rise of the Argonauts im Gamezone-Test

Test Michael Sosinka

Es macht richtig Spaß Monster zu verhauen, Quests zu lösen und der Geschichte von Jason und seinen Argonauten zu folgen.

Enttäuschende Technik

Rise of the Argonauts Rise of the Argonauts Bis hierhin hätte man Rise of the Argonauts eine gute 8-Punkte-Wertung geben können, doch leider haben die Entwickler die Unreal Engine 3 nicht in den Griff bekommen. Matschige Texturen, die zu gerne aufploppen, viele Clippingfehler und insgesamt sehr unspektakuläre Areale, die nur ganz selten eine malerische Kulisse bieten, prägen das Bild. Nahezu lächerlich sind die Animationen der Figuren in Dialogen und Ingame-Zwischensequenzen. So etwas Hölzernes hat man selten erblickt. Man sieht keine Emotionen, unpassende und ruckartige Bewegungen machen sich breit, unfreiwillige Komik kommt auf. Hinzu gesellt sich noch eine sehr unkonstante Framerate, die sich auf der Xbox 360 aufgrund vieler Nachladeruckler im DVD-Betrieb am deutlichsten zeigt. Auf der PS3 sieht dies aufgrund der Zwangsinstallation von 3,6 GB ein wenig besser aus, während der PC die beste Performance zeigt. Alle drei Versionen sehen nahezu identisch aus und reißen niemanden mehr vom Hocker. Nur die Charakter-Modelle, wenn sie sich nicht gerade bewegen, können weitestgehend überzeugen.

Rise of the Argonauts Rise of the Argonauts Trotz der besten Technik auf dem PC muss man anmerken, dass die Maus-Tastatur-Steuerung extrem unangenehm ausgefallen ist und förmlich danach schreit ein Gamepad an den Rechner stöpseln, was an dieser Stelle dringend empfohlen wird. Ein weiteres Manko sind die vielen, plattformübergreifenden Bugs, die ein Weiterkommen teils unmöglich gemacht haben. So sahen wir während des Tests auf einen schwarzen Bildschirm, während der Ton normal weiter lief, oder warteten vergeblich auf ein geskriptetes Ereignis, das einfach nicht ausgelöst werden konnte. Glücklicherweise half immer das erneute laden des Spielstandes. Da kann man froh sein, dass Rise of the Argonauts alle paar Minuten speichert und das Spiel dadurch recht einfach wird, vor allem auf der ersten der drei Schwierigkeitsstufen.

Rise of the Argonauts Rise of the Argonauts Mal abgesehen davon, dass ein Mal auch der Sound komplett aussetzte, ist die Sprachausgabe von sehr zweifelhafter Qualität. Davon ist besonders die Xbox 360-Variante betroffen. Dialoge hören sich blechern und schlecht abgemischt an, was ein Großteil der Gespräche betrifft. Bei der PlayStation 3 sind deutlich weniger Dialogzeilen von diesem Problem betroffen, was nichts daran ändert, dass die deutsche Sprachausgabe sehr unpassend wirkt. Der mächtige und stämmige Herkules oder Jason haben extrem unvorteilhafte Synchronsprecher verpasst bekommen, die sich zusätzlich durch falsch betonte Sätze auszeichnen. Einige Sprecher machen ihren Job zwar recht gut, insgesamt kostet die deutsche Sprachausgabe mächtig Atmosphäre. Wenn möglich sollte man die englische Sprachfassung aktivieren. Die musikalische Untermalung könnte hingegen nicht besser sein. Hier kommt richtig Stimmung auf und man fühlt sich tatsächlich wie auf einer epischen Reise durch das antike Griechenland.

Meinung

Wertung zu Rise of the Argonauts (PC)

Wertung:

7.7 /10
Pro & Contra
charismatischer Helddie Argonautennon-lineare Handlungspannende Reise durch die griechische Mythologieleicht erlerntes KampfsystemSpielzeit akzeptabelder Hauch von BioWare ist allgegenwärtigübersichtliches und ungewöhnliches Attribut-Systemtoller Soundtrack
Dialog-Optionen haben wenig Einfluss auf den Verlauf der Geschichteteils lahme Dialogesehr rudimentäre RPG-Elementewenige Austrüstungsgegenständeeinfallslose Neben-Questskeine Minimapwenig zum ErforschenGrafik sehr unspektakulärschwankende Framerate (Xbox 360, PS3)Grafikfehler und Bugsextrem steife Animationenmiserable Maus-Tastatur-Steuerung (PC)qualitativ schlechte Sprachausgabeunpassende deutsche Synchronisation
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