In diesem Echtzeit-Strategiespiel dürft ihr endlich auch mal selbst die Schwerter kreuzen.
Spielumfang und Spielmodi
Rise & Fall: Civilizations at War
Die Kampagne umfasst insgesamt 22 Missionen, welche allesamt recht abwechslungsreich ausgefallen sind. Da einige Aufträge komplett im Heldenmodus gespielt werden, kann man sich wirklich nicht über Eintönigkeit beklagen und wird in fast jedem Auftrag vor völlig neue Herausforderungen gestellt. Die klassischen Aufbau-Missionen werden dank des neuen Spielelements mit spannenden Wagenrennen, gigantischen Seeschlachten und sogar einem Kampf in der Arena geschickt aufgelockert. Trotzdem sind weder der Strategieteil, noch der Heldenmodus besonders fordernd ausgefallen, weshalb man "Rise & Fall" relativ schnell durchgespielt hat. Danach warten natürlich noch der obligatorische Gefechtsmodus und das Spiel über das Internet auf euch, jedoch sind beide Spielmodi bis auf den neuartigen und auch hier verfügbaren Heldenmodus nur ganz normale Standardkost. Trotzdem hat man sich für die Freunde von Mehrspielerpartien ins Zeug gelegt und nicht nur die vier Fraktionen gut ausbalanciert, sondern auch noch eine stattliche Anzahl an Spielkarten für zahllose Matches beigesteuert. Während unseres Tests war leider noch recht wenig auf den Gamespy-Servern los, dies sollte sich in den nächsten Tagen aber ändern.
Technisch leider noch nicht fertig
Rise & Fall: Civilizations at War
Seine größten Defizite hat "Rise & Fall" ganz klar im technischen Bereich: Obwohl man seitens der Entwickler kurz nach dem Verkaufsstart bereits einen dicken Patch veröffentlicht hat, sind einige der lästigen Kinderkrankheiten immer noch nicht ganz ausgebügelt worden. Allem voran ist es die KI der eigenen und gegnerischen Einheiten, die nicht nur unter fragwürdigen Aussetzern leidet, sondern bisweilen auch von regelrechten Bugs geplagt wird. Nicht selten ist es uns passiert, dass eine Einheit einfach zwischen zwei Gebäuden oder auf einem Schiff hängen geblieben ist und nicht mehr bewegt werden konnte. Glücklicherweise betraf dies bisher nur normale Soldaten - nicht auszumalen, wenn dieser Fehler einmal den unersetzlichen Helden mitten in einer schwierigen Mission erwischt hätte. Doch nicht nur Soldaten, ganz besonders die Schiffe bewegen sich in Gruppen und bei Landemanövern äußerst unrealistisch und machen den tollen Ideen für den Kampf auf dem Wasser (Entern, Rammen) manchmal einen hässlichen Strich durch die Rechnung. Auch die rein optische Präsentation des Spiels ist recht durchwachsen ausgefallen: Das Hauptmenü und der Online-Matchmaker sind im Vergleich zu Spielen wie "Rise of Legends" absolut hässlich anzusehen, zudem hat man die durchweg zu pixeligen und teilweise auch verzerrten Videos auch noch als unnötig nervenden Hintergrund verbaut. Die eigentliche Spielegrafik ist zwar nicht gerade spektakulär, aber dennoch recht sauber und zweckmäßig ausgefallen. Spätestens bei der ersten Seeschlacht im Heldenmodus wird man sogar kurzzeitig mit offenem Mund vor dem Monitor sitzen, denn dann zieht das Spiel regelmäßig grafische Überraschungen und Höchstleistungen aus dem Hut. Die Vertonung ist solide, ganz besonders die Musik konnte uns mit typischen Gladiator-Klängen überzeugen. Aber auch die deutschen Sprecher sind alles andere als Amateure und werten die optisch schwach ausgefallenen Zwischensequenzen wieder angenehm auf.
