SAW im Gamezone-Test

Test Michael Sosinka

Saw vermittelt eine stimmungsvolle und düstere Atmosphäre, aber man erreicht das Ende der Geschichte viel zu schnell.

SAW SAW Habt ihr euch die Frage gestellt, warum die Spielfigur von allen Insassen gejagt wird? Ganz einfach, Jigsaw hat Detective Tapp einen Schlüssel implantiert, der aus der Irrenanstalt führt. Das wissen natürlich alle anderen auch. Die Story ist eigentlich recht kreativ und wird von vielen Einblendungen und Monologen von Jigsaw unterstützt. Wichtige NPCs werden jedoch viel zu schnell abgehandelt und sind zudem sehr steif animiert. Insgesamt kann das ganze Drumherum jedoch überzeugen. Und wer tiefer in das Leben der Irrenanstalt eintauchen will, findet überall Patientenakten und andere Notizen. Dennoch sind Schock- oder Ekelmomente relativ selten. Irgendwie hat man alles schon mal gesehen. Die Speicherpunkte sind recht fair verteilt und sorgen in dieser Hinsicht für wenig Frust. Dennoch müssen Puzzle sehr oft ein drittes, viertes oder gar fünftes Mal angegangen werden, bis man den Dreh endlich raus hat. Damit sich Tapp in der Dunkelheit zurecht findet, leuchtet er die Räume mit einem Feuerzeug, dem Blitz einer Kamera oder einer Taschenlampe aus. Leider darf man stets nur eine Lichtquelle bei sich tragen, was auch für die Waffen gilt. Manchmal sind die einzelnen Abschnitte recht verwinkelt, doch wenn man sich einprägt wo man bereits war, muss die etwas zu unübersichtliche Karte im Prinzip kaum genutzt werden. Saw ist in dieser Hinsicht sehr linear und nach 6-8 Stunden durchgespielt. Bis auf die Story stehen keine weiteren Modi zur Verfügung.

Düster und bedrohlich

SAW SAW Da Saw auf der Unreal Engine 3 basiert, darf man sich auf passend ausgeleuchtete Räumlichkeiten freuen, die insgesamt einen soliden Eindruck machen. Leider spielen die Animationen da nicht ganz mit, ebenso wie das merkliche Tearing. Zudem muss man fast schon typisch mit den nachladenden Texturen leben. Auch wenn sich einige optische Elemente wiederholen, das dreckige und verwahrloste Irrenhaus wurde gut eingefangen. Unterstützt wird die Atmosphäre von der filmreifen Soundkulisse und der hervorragenden englischen Sprachausgabe. Immer wieder meldet sich Jigsaw mit der Stimme von Tobin Bell auf Monitoren oder über Lautsprecher zu Wort, um uns auf das nächste Unheil vorzubereiten oder kleinere Tipps zu geben. Auch die restlichen Charaktere wurden passend synchronisiert. In Deutschland sind nur Untertitel verfügbar.

Saw kommt hierzulande ungekürzt auf den Markt. Das liegt daran, dass das Spiel in Sachen Gewalt nicht derart übertreibt, wie man es vielleicht erwartet hat. Klar, einige Fallen wirken blutig und der Splatter ist ohnehin ein Thema, doch hier wird das Ganze nicht zelebriert, sondern eher als mehr oder weniger dezentes Stilmittel angesehen. Dennoch ist Saw natürlich nichts für schwache Gemüter und beinhaltet die eine oder andere fiese Stelle und "Gehirn an Wand"-Stellen.

Meinung

Wertung zu SAW (X360)

Wertung:

7.6 /10
Pro & Contra
düstere Grundstimmungeinige fiese und kreative Fallenschweißtreibende RätselSpieldesign setzt mehr auf Erforschen als auf Kampfansprechend und gut ausgeleuchtetes Irrenhaushervorragende englische Synchronisation (mit Tobin Bell)Filmmusikfaires Speichersystem
schnell durchgespieltRätsel wiederholen sich häufigimmenser Zeitdruck kann schnell zu Frust führenbehäbiges Spieltempokeine größeren Schockmomentelahmes Kampfsystemdumme KIsteife AnimationenTearing und Texturnachladerkeine deutsche Sprachausgabeunnütze Karte
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