SBK: Snowboard Kids DS im Gamezone-Test

Test Alexander Winkel

Statt Sommersonne zu genießen, geht es auf winterliche Schneepisten. Die Snowboard Kids sind zurück!

Die verschiedenen Spielmodi

SBK: Snowboard Kids DS SBK: Snowboard Kids DS Die frechen Teenager dürfen sich im Laufe ihrer Karriere auf knapp zehn unterschiedlichen Pisten aus aller Welt austoben. Zwar gibt es die klassischen und realistischen Kurse wie die Abfahrten in Kanada, den Alpen oder auch Japan, dominant sind aber verrückte Stecken. In England fahrt ihr vom Big Ben aus über die Tower Bridge bis ins Ziel und in Deutschland steht der Besuch einer mittelalterlichen Burg auf dem Programm. Die Abfahrten bieten teils ausweichende Möglichkeiten und einige, wenn auch nur wenige Abkürzungen, sowie viele nette Sehenswürdigkeiten am Streckenrand. Das "Tal" wird aber aufgrund der etwas schwachen Technik nicht in 3D dargestellt, sondern als sich bewegende Bitmap im Hintergrund. Begebt ihr euch in den Solomodus, dürfte die Welttour die erste Wahl sein: In diesem Turnier werden nicht nur einzelne Rennen mit vier Teilnehmern ausgetragen, auch in Slalomveranstaltungen, Tick-Events sowie Bosskämpfen wird das Geschick auf die Probe gestellt. Vor allem zuletzt genante Variationen fallen aufgrund enger Zeitbegrenzungen recht happig aus, die normalen Rennen dagegen sind durchaus gut zu meisten (bis auf die Geschichte mit den Items). Ist die Anforderung erfüllt, sprich der erwartete Platz oder die Punktezahl wurde erreicht bzw. das Spezialevent erfolgreich beendet, darf die nächste Stufe gespielt werden.

SBK: Snowboard Kids DS SBK: Snowboard Kids DS Bis zu zwei weitere Turniere mit unterschiedlichen Längen und Schwierigkeitsgraden können noch freigeschalten werden, das letzte Event umfasst dann ganze fünfzehn Aufgaben. Ganz nebenbei merkt sich das kleine DS-Modul jeden Sieg mit jedem Charakter, so dass ihr je nach Lust und Laune mit jedem Kid eine Siegerkrone ergattern könnt. Außerhalb der Turniere stehen euch noch Slalom und Boss-Kampf einzeln zur Verfügung. Zu Beginn besteht beides aus einer einzelnen Strecke, mit gesammelten Punkten erkauft man sich weitere Pisten und Aufgaben im Shop. Dort findet ihr zusätzlich eine kleine Auswahl an neuen Snowboards, Kleidungen, Cheats und sogar versteckte Charaktere. Weitere Modi wie Zeit-, Trick- oder Einzelevent wird ein verwöhnter SSX bzw. Mario Kart Spieler sicherlich vermissen, selbst richtige Turniere mit einer Punktevergabe auf Platzierungen sucht man vergebens. Anfängern wird noch ein kleiner Grundkurs gratis geboten. Dieser präsentiert die Feinheiten von "Snowboard Kids" in kurzen Ausschnitten, die aber nicht nachgespielt werden müssen und daher eher nur einen geringen Lerneffekt aufweisen. "Learning by doing" heißt die Devise - daher sollte man sich schlicht ins kalte Wasser begeben und alles selber herausfinden.

SBK: Snowboard Kids DS SBK: Snowboard Kids DS In einer geselligen Runde mit Freunden kann der Langzeitspielspaß nochmals deutlich erhöht werden: Der obligatorischen Variante mit nur einem einzigen Modul sollte man auch hier keiner Beachtung schenken. Einzig allein die Alpenstrecke - dies ist der sehr kurze Trick-Event - steht zur Verfügung. Auch wenn bis zu vier Teilnehmer atemberaubende Saltos und Kunststücke an den Tag legen, so wird mit mehreren Modulen deutlich mehr Spaß aufkommen. Dann steht die komplette Palette aller Strecken, Events und Möglichkeiten zur Verfügung. Je nach Wunsch lassen sich die Items und Waffen ein- bzw. ausstellen, die Anzahl der Runden bestimmen und dazu auch noch die CPU-Stärke anpassen (falls keine vier Mitspieler am Rennen teilnehmen). Wer ganz trickreich agiert, kann den Mehrspielermodus wiederum für das Austragen von Events für den Solisten umfunktionieren, indem statt reeller Teilnehmer nur virtuelle Kontrahenten akzeptiert werden.

Technische Seite der Kids

SBK: Snowboard Kids DS SBK: Snowboard Kids DS Sehr erfreulich sind die absolut nicht vorhandenen Ladezeiten: Weder zu Beginn beim Einschalten, noch bei der Wahl von Strecken oder dem Start eines Rennes - zu keiner Zeit müsst ihr mit einem nervigen Ladebildschirm auskommen. Die Modultechnologie macht das sofortige Antreten an der Startlinie möglich. Sehr löblich für ein Spiel für unterwegs, wie auch der automatisch agierende Batteriespeicher. Nach jedem absolvierten Event in der Welttour könnt ihr ohne Datenverlust den Nintendo DS ausschalten und später dann an selbiger Stelle weiter spielen. Auf der Piste angekommen, werdet ihr mit einer konstanten Bildrate und ohne merkliche Geschwindigkeitseinbrüche beglückt - etwas rasanter könnte die wilde Hatz aber dennoch ablaufen. Der Aufbau der Strecke sowie die in unmittelbarer Nähe befindlichen Objekte und Gebäude sind, wie auch schon auf dem Nintendo 64, komplett in 3D und in einer farbenfrohen wie auch comicartigen Grafik gehalten. Leider ist ein Grafikaufbau je nach Austragungsort deutlich sichtbar, so dass ab und an eine gähnende Leere im Vordergrund erkennbar ist.

Besonders effektreich kommt der Titel ebenfalls nicht daher: Wird das Board hin- und her geschwenkt, sorgt ein leicht aufgewirbelter Schnee für das höchste der Gefühle. Weder Wettereffekte in Form eines Schneetreibens noch sonstige Geschwindigkeitseffekte sorgen für grafischen Hochgenuss. "Snowboard Kids" ist ordentlich programmiert, bietet viel Abwechslun, hat aber kaum grafische Besonderheiten im Repertoire. Musikalisch bekommt ihr einige nette Soundfiles auf die Ohren, welche weder Hitpotenzial haben, noch zu sehr an den Nerven zerren. Immerhin hat man sich bei den kurzen Sprachsamples der unterschiedlichen Charaktere etwas Mühe gegeben, welche je nach Situation das Empfinden der kleinen Schützlinge ausdrücken und das Gerangel um die besten Plätze untermauern.

Meinung

Wertung zu SBK: Snowboard Kids DS (NDS)

Wertung:

7.0 /10
Pro & Contra
putzige Charakteretolle Streckeneiniges zum Freischaltenkeine Ladezeiten
fehlendes Gleichgewicht bei den einsetzbaren Items und Waffenetwas zu geringe Modivielfalt für den Solistengrafisch wird nur Standardkost geboten
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