Saints Row: The Third im Gamezone-Test

Test Peter Grubmair

... ist grenzwertig obszön, umschifft keine schlüpfrige Situation und ist darum DER Spielspaß für erwachsene Zocker.

Ein Spiel wie Saints Row: The Third zu beschreiben ohne obszöne Worte oder Umschreibungen zu benutzen ist gar nicht so leicht. Denn der Titel richtet sich eindeutig an das erwachsene Publikum und benutzt eine Sprache wie man sie in der Öffentlichkeit nur selten hört, wohl bedacht immer an der Grenze des guten Geschmacks entlang zu schlittern aber keine Grenzüberschreitungen zu wagen. Das wird der ein oder andere sicher anders sehen, denn es braucht schon eine kräftige Portion Johnny Knoxville-Humor um über den Witz von Saints Row: The Third lachen zu können. Wenn man den aber hat, erlebt man mit dem Titel unglaublich viele witzige Situationen, selbst in der für uns Deutsche extra angepassten Version. Nur eins muss klar sein, Familienväter sollten das Game lieber dort aufbewahren wo die Kleinen nicht hinkommen.

Saints Row: The Third Saints Row: The Third Nach den Ereignissen aus dem zweiten Saints Row sind die Saints fast so etwas wie Popstars geworden. Jedermann kennt sie, es gibt einen Energie Drink der nach ihnen benannt wurde und ein Klamottenladen trägt ihren Namen. Auf der Strasse werden die Gang-Mitglieder nach Autogrammen gefragt und sogar ein Film über sie ist in Planung. Das gefällt nicht jedem, so mancher Saints sehnt sich nach den alten Zeiten zurück und die Berühmtheit hat auch ihre negativen Seiten, den Aufmerksamkeit holt auch die Neider auf den Plan. Viel Zeit sich im Licht der Öffentlichkeit zu sonnen haben die Saints aber nicht, denn die anderen Gangs in der Stadt schließen sich zu einem Syndikat zusammen, und nachdem sich die Saints weigern ein Teil dessen zu werden, herrscht offener Krieg zwischen ihnen und den restlichen Banden.

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Saints Row: The Third Saints Row: The Third Schon das Intro zum Spiel lässt uns ahnen worauf wir uns da eigentlich einlassen. In Anlehnung an den in die Endlosigkeit scrollenden Schriftzug aus Star Wars und den Klängen von "Also sprach Zarathustra" erfahren wir die aktuelle Situation der Saints und dürfen in den ersten, noch als Tutorial ausgeführten Missionen, so richtig loslegen. Schon in diesen Minuten wird klar, dass Saints Row kein GTA ist, auch wenn es durchaus dieselben Gameplay-Elemente benutzt. Doch so wie man bei GTA über die Jahre hinweg eine Entwicklung hin zum Ernsterem und Realistischerem erlebte, so spüren wir bei Saints Row genau das Gegenteil. Das beginnt schon mit dem Charakter-Editor. Statt uns einen vorgefertigten Charakter vor die Nase zu setzen können wir diesen komplett nach unseren Wünschen gestalten, und das weit über das übliche Maß hinaus. Wenn wir es wünschen basteln wir uns einen Hünen mit grüner Haut, blauen Haaren und Zombie-Stimme, übersähen ihn mit Tattoos und stecken ihn in ein Hasenkostüm. Dem im Spiel zu erntenden Respekt kommt das nur zu Gute, zudem bieten sich noch viele weitere Möglichkeiten sich lächerlich zu machen, würden da nicht sowieso schon so viele schräge Typen herumlaufen.

Die Kampagne

Saints Row: The Third Saints Row: The Third Worum es während der Kampagne geht, ist Stadtteil für Stadtteil die Kontrolle wieder zu erlangen. Dabei wurden die eigentlichen Story-Missionen mit den frei verfügbaren Aufträgen geschickt verwoben. Im Grunde spielt man die Story um die verschiedenen Tätigkeiten kennen zu lernen und die Geschichte voranzutreiben, während man die frei verfügbaren Missionen angeht um Geld zu verdienen und den Einflussbereich der Saints auszubauen sowie den entgegengebrachten Respekt zu steigern. Wie viel Macht wir über die jeweiligen Stadtteile haben wird uns in Prozent angezeigt, zu steigern ist diese zum Beispiel indem wir Immobilien kaufen, was unsere monatlichen Einkünfte steigert, oder wir die Bandenoperationen der gegnerischen Gangs busten. Neue Möglichkeiten tätig zu werden finden wir entweder wenn wir durch die Stadt fahren oder indem wir sie durch unser Vorankommen im Spiel freischalten. Schon nach kurzer Zeit können wir aus einer recht großen Auswahl an Missionen wählen, welche den Spielern der Vorgänger durchaus bekannt sein dürften.

Saints Row: The Third Saints Row: The Third Da gibt's zum Beispiel den Amoklauf, bei dem wir in der vorgegebenen Zeit möglichst viele Passanten und Fahrzeuge in Brand setzen müssen, den Vandalismus, wo es um den maximal anzurichtenden Schaden geht, den Versicherungsbetrug, bei dem wir uns so oft als möglich vor fahrende Autos schmeißen müssen, oder die Nutten-Missionen, die wir auf der Straße von den anderen Gangs abwerben und sodann ins eigene Puff kutschieren müssen. Das absolute Highlight aber ist die Prof. Genki Show, eine Fernsehsendung bei der es nur ums Überleben geht. Dabei werden wir durch eine Anlage voll mit tödlichen Fallen gehetzt, während schwer bewaffnete Typen in lustigen Kostümen versuchen uns abzuknallen, mit dem Ziel vor Ablauf der Zeit das Ende lebend zu erreichen. Untermalt wird das Ganze von Kinderlachen, wenn wir den Elektrozaun berühren, und einem Moderator der unsere Bemühungen gehässig kommentiert.

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