Saints Row: The Third im Gamezone-Test

Test Peter Grubmair

... ist grenzwertig obszön, umschifft keine schlüpfrige Situation und ist darum DER Spielspaß für erwachsene Zocker.

Saints Row: The Third Saints Row: The Third Geld und Respekt spielen in Saints Row: The Third eine zentrale Rolle. Können wir uns die Autos im Spiel noch einfach klauen und in die eigene Garage stellen, müssen wir neue Waffen und deren Upgrades in barer Münze bezahlen. Neben den normalen Waffen wie Pistolen, Gewehren und Granaten, gibt es auch einige recht abgefahrene. Gegen Hubschrauber zum Beispiel hilft die Drohne recht wirkungsvoll, deren Raketen jedes Fluggerät mit einem Schuss vom Himmel holen. Viel witziger sind aber solch Dinge wie der Oktopuswerfer, eine Art RPG mit ferngelenkten Granaten in Tierform, oder der inzwischen berühmt gewordene Riesendildo für den Nahkampf. Man darf auch keine Hemmungen haben ihn gegen halbnackte Engelchen, Krankenschwestern oder Gangmitgliedern in Strapsen einzusetzen, so wie auch der Tritt zwischen die Beine bei beiden Geschlechtern seine Wirkung zeigt. Ebenso irrwitzig ist die Menschenkanone von Prof. Genki, die auf einem LKW montiert die Passanten beim darüberfahren einfach aufsaugt und sie in recht schlagkräftige Projektile verwandelt.

Saints Row: The Third Quelle: THQ Saints Row: The Third Die Feuergefechte selbst können mitunter recht fordern, dies aber nicht weil die einzelnen Gegner so gut wären, sondern weil man es immer mit ziemlichen Massen zu tun bekommt und die Gangs schon recht bald in Wellen am jeweiligen Schauplatz auftauchen. Werden sie dann auch noch von fliegenden Einheiten unterstützt muss man alles an Waffengewalt aufbieten was einem zur Verfügung steht. Zudem können wir andere Saints zu Hilfe rufen, die uns dann im Kampf unterstützen. Je nach gewähltem Schwierigkeitsgrad können wir mehr oder weniger einstecken, bis uns das Zeitliche segnet und wir gegen einen Obolus aus dem örtlichen Krankenhaus entlassen werden. Leider unterstützt der Titel kein Deckungssystem oder ähnliches, lediglich ducken können wir uns, was aber auch nur selten hilft, da wir meist von allen Seiten aus angegriffen werden. Darum ist die direkte Konfrontation oft der beste Weg, wobei man aber immer ein Auge auf seinen Munitionsvorrat haben sollte, welche natürlich gekauft werden will. Lediglich der kleinen Pistole geht die Munition nie aus, alle anderen Wummen wollen gefüttert werden.

Die Technik

Saints Row: The Third Saints Row: The Third Unser Spielplatz, die Stadt, ist dicht bevölkert und angenehm groß, trotzdem recht übersichtlich. Es gibt eine große Auswahl an verschiedenen Autos, welche wir selbstverständlich auch standesgemäß pimpen können, sowie viele Möglichkeiten sich zu betätigen. Was ihr aber fehlt, sind herausstechende Highlights an denen man sich orientieren könnte, generell nämlich sieht die Stadt überall recht gleich aus. Zwar gibt es das Zentrum mit den Hochhäusern, trotzdem kann man an vielen Stellen rein von der Optik her nicht sagen wo man sich augenblicklich befindet. Speziell auf den Konsolen muss man auch sagen, dass die Grafik nicht unbedingt die Stärke des Titels ist. Die Texturen wirken durch die Bank recht niedrig aufgelöst und die Ferne verschwimmt schnell in einem matschigen Brei. Besonders vom Hubschrauber oder Flugzeug aus offenbaren sich einem die Schwächen bei der grafischen Darstellung. In diesem Punkt ist die Konkurrenz deutlich überlegen, noch dazu leidet die Konsolenversion unter starkem Tearing, wobei man aber nicht unerwähnt lassen darf, dass die Framerate in der Regel recht stabil bleibt und nur selten einbricht. Ebenso halten sich die Ladezeiten recht in Grenzen und nerven nicht.

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Saints Row: The Third Quelle: THQ Saints Row: The Third Das verwendete Physik-Model erlaubt die unrealistischsten Dinge, wie das Überfahren anderer Fahrzeuge oder das Durchpreschen durch ganze Massen von Fahrzeugen. Das macht durchaus Spaß, sieht nur manchmal schon sehr komisch aus. So wie auch die Animationen der Charaktere, die im Grunde in Ordnung sind, aber auch krasse Aussetzer auf Lager haben. Man muss einfach wohlwollend darüber hinwegsehen, dass der eigene Charakter vom Boot direkt an Land springt oder andere Sprünge hinlegt, dass manche geöffnete Autotüre in der Luft hängt oder dass die Kollisionskontrolle ihre Aussetzer hat.

Saints Row: The Third Quelle: THQ Saints Row: The Third Auch der Sound hat seine Höhen und Tiefen. Wirklich gelungen ist die Musikuntermalung. Während der Missionen bekommen wir immer super zum Geschehen passende Musikstücke für die Gehörgänge kredenzt, während wir im Auto aus ganzen acht Radiosendern wählen können, die von HipHop, Pop, Metal bis hin zu Klassik alles bieten was man sich nur wünschen kann. Ich weiß zwar nicht wie viele Musikstücke es insgesamt im Spiel gibt, nach gut 20 Stunden Spielzeit aber kann ich sagen, dass sich die einzelnen Titel nur selten wiederholen.

Saints Row: The Third Saints Row: The Third Nicht ganz so gut hören sich hingegen die Waffen an, zwar kracht es heftig wenn eine Granate explodiert und auch die PumpGun hat einen kräftigen Bums, den restlichen Waffen fehlt aber irgendwie die Power. Ganz schlimm schließlich hören sich die Motoren der Autos an, sie sind nicht nur viel zu leise, sie wurden auch technisch schrecklich umgesetzt. Offensichtlich rechneten die Entwickler nicht damit, dass man auch mal langsamer fährt, denn egal wie viel Gas man gibt, es ertönt immer derselbe Vollgassound.

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