Episode 3 der erfolgreichen Serie mutiert zum Außenseiter, bewahrt aber das ursprüngliche Konzept.
Modernes Reiseziel: Amerika
Shadow Hearts: From the New World
"From The New World" bietet uns wieder eine recht gute Mischung aus Zufallskämpfen und einer Prise Denksport in Form kleiner Rätsel sowie Rechen- und Kombinationsaufgaben. Alles wurde mit einer nett inszenierte Geschichte ummantelt und garniert mit der abwechslungsreichen Welt von Amerika. Von New York über Chicago geht es nach Las Vegas oder zum Grand Canyon. Passende Ausflugsziele an bekannte Orte sorgen für den Widererkennungswert, was den Titel durchaus von seinen Vorgänger abheben kann. Je nach Erfahrung des Spielers und vor allem, ob man sich auch ausgiebig mit dem Charakteraufbau sowie den Sidequests beschäftigt, verschlingt der Titel zwischen 25 und 40 Spielstunden und bietet für den ersten Durchgang einen akzeptablen Umfang. Ein zusätzlicher Modus nach Abschluss sowie variable Endsequenzen können evtl. auch nach dem Happy End Spielspaß verbreiten. Nur trübt ein ab und an schwaches Leveldesign den Gesamteindruck.
Shadow Hearts: From the New World
Abermals zeigt sich der Titel in den Rendersequenzen von seiner Schokoladenseite und kann mit anderen Größen mithalten, diese kommen aber leider etwas seltener als noch in "Covenant" vor. Die meiste Zeit tragen Videos in Spielgrafik die Story voran. Ansonsten erweisen sich die Städte und Dörfer sowie deren Bauten als Sehenswürdigkeiten, die man einfach in seiner Rundreise rund um Amerika mit einplanen sollte. Der Widererkennungswert dank originalgetreuer Darstellung von zum Beispiel dem Time Square ist hoch und vermittelt ein vertrautes Gefühl. Optisch sieht der Titel auch gar nicht mal so schlecht aus. Viele Details beleben das Bild, der Rückstand von zwei Jahren seit der Erstveröffentlichung in Japan ist aber erkennbar. Spiele wie God of War bewiesen, dass man aus der alten Sony-Kiste mehr heraus holen kann! Das Charakterdesign ist einmal mehr ungewöhnlich und skurril, aber auch ein Markenzeichen der Serie, vor allem wenn wir an den zweiten Teil zurück denken. Musikalisch bekommt man einen betäubenden und grandiosen Soundtrack auf die Ohren, der mit lieblichen Melodien genauso aufwarten kann, wie pompösen Sound. Der Mix aus Story, optischer Gestaltung und klanglicher Raumausfüllung ist gelungen, so dass man manchen Makel vernachlässigen kann und immer wieder einen WOW-Effekt zu sehen bekommt.
